Rösler würdigt 50-jähriges Bestehen der Bundesgarantien für Ungebundene Finanzkredite

(PresseBox) (Berlin, ) Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, hat heute in einem Festakt das 50-jährige Bestehen der Garantien für Ungebundene Finanzkredite der Bundesrepublik Deutschland (UFK-Garantien) gewürdigt. Ebenfalls stellt er auf der Veranstaltung die Initiative "Neue Zielmärkte" vor.

Bundesminister Rösler: "Es ist erfreulich, dass das Instrument der UFK-Garaniten für die deutsche rohstoffverarbeitende Industrie heute noch genauso attraktiv ist wie vor 50 Jahren. Mit der grundlegenden Reform von 2009 haben wir auf die zunehmende Konzentration bei ausländischen Rohstoffanbietern und auf Angebotsengpässe reagiert. Damit bleiben die UFK-Garantien ein wichtiges Element des Finanzierungs-und Risikomanagements für Rostoffprojekte im Ausland.

Mit der Initiative "Neue Zielmärkte" sollen gezielt Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit jenen aufstrebenden Ländern außerhalb der EU gefördert werden, die bislang noch nicht im Fokus stehen. Hierfür bieten wir insbesondere deutschen mittelständischen Unternehmen eine gezielte Flankierung durch die außenwirtschaftspolitischen Instrumente an."

Mit der ersten Sitzung des Interministeriellen Ausschusses begann 1961 die erfolgreiche Geschichte der UFK-Garantie, deren Schwerpunkt auf der Förderung von Rohstoffprojekten im Ausland liegt, die der Versorgungssicherheit Deutschlands dienen. 2009 wurden die UFK-Garantien im engen Dialog mit der deutschen Wirtschaft umfassend reformiert. Seither können sowohl politische als auch wirtschaftliche Risiken abgesichert werden. Die Nachfrage ist anschließend nochmals sprunghaft angestiegen. In den letzten 50 Jahren wurden überwiegend Projekte aus den Bereichen der Gewinnung metallischer Rohstoffe wie Kupferkonzentrat und Eisenerz gefördert. Das Obligo der Bundesrepublik Deutschland per 31. Dezember 2010 betrug EUR 2,1 Mrd. und bezog sich im Wesentlichen auf Erdgas- und Eisenerzprojekte. Die UFK-Garantien sind integraler Bestandteil der Rohstoffstrategie der Bundesregierung und als wirtschaftspolitisches Instrument von besonderer Bedeutung.

Mit der Initiative "Neue Zielmärkte" wird das Bundeswirtschaftsministerium der Verschiebung der weltwirtschaftlichen Gewichte Rechnung tragen und akzentuiert den regionalen Schwerpunkt hin zu aufstrebenden Ländern und Regionen außerhalb der EU setzen, die ein ungenutztes Potential aufweisen. Ziel der Initiative ist es, das Interesses deutscher Unternehmen, gerade des Mittelstands, für diese Länder zu wecken oder zu verstärken. Durch eine systematische und effektive Flankierung mittels geeigneter außenwirtschaftspolitischer Instrumente soll ungenutztes Potential für deutsche Unternehmen in diesen Ländern aktiviert werden.

Als "Auftaktländer" der Initiative werden Kolumbien, Mexiko, Nigeria, Indonesien, Vietnam und Malaysia vorgeschlagen. Diese Länder besitzen für deutsche Unternehmen wichtige Erfolgskriterien: Sie haben relativ große Binnenmärkte. Sie entwickeln sich sehr dynamisch. Die deutschen Exporte dorthin haben bereits in den vergangenen Jahren gute Zuwächse erreicht. Diese Länder weisen ein hohes Investitionspotential im Bereich der Infrastruktur auf. Ihr Nachfragespektrum passt gut zur deutschen Angebotspalette.

Kontakt

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Scharnhorststr. 34-37
D-10115 Berlin
Jennifer von Rymon-Lipinski
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Referat L1 / Büro Pressereferat
Social Media