Chirurgisch präzises Werkzeug

Einsatz des Laserstrahls ermöglicht Fortschritte in der Medizintechnik
TruSystem 7500; Beim Trumpf eigenen OP-Tisch sind 90 Prozent der verarbeiteten Baugruppen, mit dem Laser geschweißt, von der Kopfplatte über die Armlehne bis hin zu Gerätehaltern und Kabelabdeckungen; Foto: TRUMPF GmbH + Co. KG (PresseBox) (Ditzingen, ) Die deutsche Bevölkerung wird immer älter, die Möglichkeiten der Medizintechnik immer ausgefeilter, und durch die Fortschritte in den Schwellenländern wächst der weltweite Markt für Medizintechnikprodukte unaufhaltsam. Das bedeutet für die Hersteller, dass sie sich noch mehr als bisher nach effizienten und flexiblen Fertigungsverfahren umsehen müssen.

Die Anforderungen, die Medizinprodukte an Werkstoffe, Fertigungsqualität und Prozessdokumentation stellen, sind hoch. Dabei sind die Hersteller einem zunehmendem Preisdruck ausgesetzt. Zudem müssen sie immer stärker auf die Biokompatibilität und Wiederverwendbarkeit ihrer Produkte achten, die häufig aggressiven Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ausgesetzt sind. Und auch die Stückzahlen der einzelnen Produkte variieren stark - bei einem meist sehr diversifizierten Produktportfolio.

Das sind Bedingungen, die wie geschaffen sind für das Werkzeug Laser. Seine Anwendungsvielfalt und seine besonderen Fähigkeiten beim Schneiden, Schweißen und Beschriften machen den Laser zum unverzichtbaren und flexiblen Präzisionswerkzeug bei der Herstellung vieler medizintechnologischer Produkte.

TRUMPF OP-Tisch TruSystem 7500 auf der EMO
Deshalb profitieren auch die in der TRUMPF Medizintechnik-Sparte hergestellten Operationstische von den Vorzügen dieser Fertigungstechnik. Auf der EMO beweist das ein aktuelles Modell des TruSystem 7500. 90 Prozent der geschweißten Baugruppen, die in diesem OP-Tisch verarbeitet werden, sind mit dem Laser geschweißt, von der Kopfplatte über die Armlehne bis hin zu Gerätehaltern und Kabelabdeckungen. Die dabei entstehenden Schweißnähte sind porenfrei und dicht, was den hohen Hygienerichtlinien im Gesundheitswesen entgegen kommt. Außerdem haben sie ein oxidfreies, metallisch blankes Erscheinungsbild, so dass sie nicht nachbearbeitet werden müssen. Aufgrund des konzentrierten, kurzen Energieeintrags entsteht überdies kaum Verzug, nachgelagerte Richtvorgänge entfallen. Im Vergleich zum konventionellen Schweißen reduziert sich die Nacharbeit um nahezu die Hälfte.

Auch bei sehr filigranen medizintechnischen Anwendungen ist der Laser in seinem Element. Bei endoskopischen Instrumenten beispielsweise kann er zum Konturschneiden und simultanen Schweißen von Führungsröhrchen, zum Anschweißen von Zuläufen oder für 3-D-Formschnitte eingesetzt werden. Bei Herzschrittmachern verbindet er die Elektronikkomponenten mittels Punktschweißen, verschweißt die Gehäusehälften gasdicht und porenfrei und beschriftet die Titangehäuse dauerhaft.

Werkzeug mit chirurgischer Präzision
Dabei arbeitet der Laser stets mit chirurgischer Präzision, berührungsfrei, schnell, exakt und in konstant reproduzierbarer Qualität. Die laserbearbeiteten Oberflächen weisen eine einwandfreie Qualität auf, keinerlei Riefen, Rillen, Grate oder Furchen beeinträchtigen die Hygiene. Lasergeschweißte Nähte haben eine glatte Oberfläche und die gleiche Biokompatibilität wie der Grundwerkstoff. Laserbeschriftungen an Instrumenten wiederum können auch hochalkalische Desinfektionen und Hochtemperatur-Sterilisation nichts anhaben.

Neben der Qualität des einzelnen Werkstücks sind Konstanz, Reproduzierbarkeit und Überprüfbarkeit des Fertigungsprozesses von essenzieller Bedeutung. TRUMPF Laser gewährleisten eine gleichbleibende Qualität bei der Laserbearbeitung durch ihre präzise Lasersteuerung. Alle Laserparameter wie die mittlere Leistung, die Pulsenergie und die Fokuslage sind im Fertigungsprozess kontrollierbar.

Jede Menge passende Laserstrahlquellen
TRUMPF bietet für jede Anwendung in der medizintechnischen Fertigung die passende Strahlquelle. Welcher Laser, welche Fokussieroptik und welche Parameter für die jeweilige Applikation am besten geeignet sind, ermitteln die Machbarkeitsstudien, die TRUMPF für seine Kunden in den Laser Applikationszentren durchführt. Neben den gepulsten Lasern der TruPulse Serie zum Schweißen und der TruMark Serie zum Markieren setzen die Medizinprodukte-Hersteller auch auf die Faserlaser der TruFiber Serie zum Schneiden filigraner Bauteile. Möchten Anwender Mikrolöcher bohren, Stents schneiden oder die Osteointegration von Implantaten verbessern, sind die Kurzpuls- und UItrakurzpuls-Laser der TruMicro Serie das Werkzeug der Wahl. Ihre energiereichen Pulse, die kürzer als 10 Pikosekunden sein können, ermöglichen eine besonders feine Bearbeitung von Materialien wie Metallen, Keramik oder Glas.

TRUMPF auf der EMO, Hannover, 19. bis 24. September 2011 / Halle 12, Stand C72

Kontakt

TRUMPF GmbH + Co. KG
Johann-Maus-Straße 2
D-71254 Ditzingen
Verena Buttler
TRUMPF GmbH + Co. KG
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bilder

Social Media