Vitronic liefert stationäre Kontrolleinrichtungen für die streckenbezogene Lkw-Maut

(PresseBox) () Mit der Auftragsvergabe für das elektronische Maut-Erfassungssystem der Bundesregierung an das Toll Collect-Konsortium im September 2002, erhielt die Vitronic Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH einen Auftrag im oberen zweistelligen Millionenbereich. Der Auftrag wurde über die Lieferung und Inbetriebnahme der stationären Kontrolleinrichtungen erteilt. Dies ist das größte Auftragsvolumen in der Firmengeschichte des Wiesbadener Unternehmens sowie der weltweit größte Auftrag, der jemals im Bereich der industriellen Bildverarbeitung vergeben wurde.
Inzwischen ist die Produktion der Kontrolleinrichtungen im vollen Gange und der Rollout hat bereits begonnen, so dass einer termingerechten Übergabe der Kontrollstellen an Toll Collect nichts im Wege steht.

Das Toll Collect-Konsortium besteht aus den Firmen DaimlerChrysler Services AG, Dt. Telekom AG und dem französischen Autobahnbetreiber Coufiroute, die mit Toll Collect über „eines der modernsten Systeme zur Mauterhebung verfügen“, so Dr. Klaus Mangold, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler Services AG.

Bei der streckenbezogenen LKW-Maut überprüfen mobile und stationäre Kontrolleinrichtungen, ob LKW mit einem Gewicht von mehr als 12 Tonnen ihre Mautgebühr korrekt entrichten. Die stationären Kontrolleinrichtungen sind auf Autobahnbrücken installiert und prüfen bei jedem durch die Kontrolleinrichtung fahrenden Fahrzeug, ob es ein mautpflichtiger LKW ist. Die von Vitronic entwickelte Kontrolleinrichtung „TollChecker“ erfasst Fahrzeuge auf allen Autobahnspuren und arbeitet unabhängig von Geschwindigkeitsbeschränkungen und störenden Lichtern. Dies geschieht im normalen Straßenverkehr, ohne dass der Verkehrsfluss behindert wird oder zusätzliche Mauthäuschen gebaut werden müssen. Vitronic wurde mit der Ausstattung der Kontrollbrücken beauftragt. Ab 31. August 2003 kann dann festgestellt werden, ob die LKW ihre Mautgebühr korrekt entrichtet haben oder es sich um einen möglichen Mautpreller handelt.

Die vollautomatische Einbuchung der Maut basiert auf der Kombination von Mobilfunk und Global Positioning System (GPS). Eine sogenannte „On Board Unit (OBU)“, die wie ein Autoradio aussieht und in die LKW eingebaut wird, erkennt mittels Satellitennavigation, ob sich ein LKW auf einer mautpflichtigen Strecke befindet. Das Endgerät erfasst die gefah-rene Strecke und zeichnet die Gebühr auf, die sich aus den gefahrenen Kilometern, dem Gewicht, der Achszahl und der Schadstoffklasse zusammensetzt. Per Mobilfunk werden die Daten automatisch von der OBU an die Mautzentrale übertragen, die die Abrechnung vornimmt und die resultierenden Gebühren an das Bundesverkehrsministerium weiterleitet.

Die streckenbezogene LKW-Maut wird in Deutschland am 31. August 2003 eingeführt und gilt als Modellprojekt für weitere europäische Län-der. „Vitronic wird den Bereich Verkehrstechnik, der noch weitere Produkte für die Kontrolle des fließenden Verkehrs umfasst, weiter ausbauen und international vermarkten“, so der Firmengründer und Geschäftsführende Gesellschafter Dr.-Ing. Norbert Stein.

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VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH
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