Digitale Wirtschaft: Die Zahlen sind besser als die Stimmung

(PresseBox) () · Trotz Konsolidierung Umsatzzuwaechse in allen Marktsegmenten
· Verbandslandschaft reorganisiert sich

Allen Negativmeldungen der vergangenen Monate zum Trotz: Die Basisdaten der Digitalen Wirtschaft sind weitaus positiver als es die allgemeine Stimmungslage vermuten laesst. Insbesondere die Umsatzzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das Wachstum in den einzelnen Marktsegmenten ist im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ueberdurchschnittlich gut. Bei gleichzeitig ruecklaeufiger Anzahl an Unternehmen und Arbeitsplaetzen ist der Pro-Kopf-Umsatz deutlich gestiegen. "Ein Indiz, dass sich die gesamte Branche im zurueckliegenden Jahr nicht nur konsolidiert, sondern vor allem weiter professionalisiert hat" kommentiert dmmv-Praesident Rainer Wiedmann die aktuellen Zahlen. Fuer viele junge Unternehmen wird das laufende Jahr zur Nagelprobe, rechnet doch allein im Bereich der Interaktiven Angebote jedes vierte Unternehmen mit dem Erreichen der Gewinnzone. "Ein weiterer Grund sich fuer die Belange gerade der kleinen und mittelstaendischen Unternehmen stark zu machen" so dmmv-Geschaeftsfuehrer Alexander Felsenberg, der insbesondere im Hinblick auf die Themen Urheberrecht, Daten- und Jugendschutz konkreten Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung sieht.

Hannover, 13. Maerz 2003

Dass sich auch die Stimmung langsam wieder aufhellt zeigt sich daran, dass die Geschaeftserwartungen der Unternehmen wieder positiver beurteilt werden. "Die Digitale Wirtschaft ist noch staerker als andere Branchen von der Investitionsbereitschaft der Unternehmen und Privatpersonen abhaengig. Ohne die laengst faelligen Reformen zur Belebung der Konjunktur und des Arbeitsmarktes setzt Deutschland das Wachstumspotenzial der Digitalen Wirtschaft aufs Spiel" mahnt Wiedmann vor allem die Flexibilisierung von Beschaeftigungsverhaeltnissen, die Erleichterung von Unternehmensgruendungen und dringend erforderliche Investitionen seitens der oeffentlichen Hand an.

Bereits im vergangenen Jahr hat der dmmv verstaerkt Gespraeche mit den politischen Parteien gefuehrt. Die seinerzeit von Regierungsvertretern getroffenen Zusagen haben bisher allerdings keine konkreten Ergebnisse gebracht. Mit einem Gesamtvolumen von rund 107,2 Mrd. Euro und mehr als einer Million Arbeitsplaetzen hat sich die Querschnittsbranche Digitale Wirtschaft (digitale Produkte, Inhalte und Anwendungen) zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland entwickelt. Vor diesem Hintergrund reorganisiert sich zurzeit auch die Verbandslandschaft. So haben die Mitglieder des VSi (Verband der Softwareindustrie) e.V. bereits im vergangenen Herbst auf der Jahreshauptversammlung den Weg fuer den Zusammenschluss der beiden Verbaende geebnet. "Die neue Allianz stellt fuer alle Unternehmen der Internet-, Multimedia- und Softwarebranche die dringend erforderliche, angemessene und durchsetzungsfaehige Interessenvertretung dar." so VSi-Vorstandvorsitzender Rudolf Gallist.

"Wir verstehen diesen Schritt als ein Signal fuer die gesamte Branche. Die Branche braucht gerade in der momentanen Situation eine starke und schlagkraeftige Interessenvertretung. Kleine Zusammenschluesse haben eine zu geringe Wirkung um die langfristigen Probleme wirklich nachhaltig angehen zu koennen." so dmmv-Praesident Rainer Wiedmann.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Segmentierung der Digitalen Wirtschaft haben die Fuehrungsgremien der beiden Vertretungen ein Konzept entwickelt, das der dmmv-Mitgliederversammlung am 27. Maerz 2003 zur Entscheidung vorgelegt wird. Ziel der beabsichtigten Neustrukturierung ist es den einzelnen Segmenten der Digitalen Wirtschaft eine klare Repraesentanz innerhalb des Verbandes zu geben. So sollen die Vorteile einer starken Vertretung mit den Vorzuegen branchenbezogener Fachgruppen kombiniert werden.

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Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
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