Immer einen Schritt voraus

RAMPF Ecosystems betreibt seit April 2012 weltweit erste Industrieanlage zur Herstellung von Polyolen aus PU-Weichschaumreststoffen
(PresseBox) (Pirmasens, ) Als Protagonist in der Branche betreibt RAMPF Ecosystems bereits seit April 2012 die weltweit erste industriell nutzbare Anlage zur Herstellung von Polyolen aus PU-Weichschaumreststoffen. Basierend auf dem durch RAMPF-Chemiker entwickelten Acidolyseverfahrens, können somit qualitativ hochwertige Rohstoffe für die Schaum produzierende Industrie durch Recycling zurück gewonnen werden.

Der Verlust von wertvollen Rohstoffen und hohe Entsorgungskosten durch Reststoffe bei Produktionsprozessen gehören der Vergangenheit an. Durch innovative chemische Verfahren, wie die bereits 1999 von RAMPF-Spezialisten entwickelte Acidolyse, können Polyole seit April 2012 sogar industriell aus Blockweichschäumen wie auch aus Formweichschäumen zurück gewonnen werden. Seit Anfang des Jahres 2012 recycelt RAMPF Ecosystems in Pirmasens größere Mengen des renommierten Blockschaumherstellers Metzeler Schaum aus Memmingen. Mit dem neuen Verfahren und der innovativen Anlagentechnik erweitert RAMPF die Anwendungspotenziale des chemischen Recyclings. Die international erste nutzbare Industrieanlage wurde im Rahmen eines vom Deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes zur Entwicklung der großtechnischen Acidolyse von Blockweichschäumen konzipiert und fertig gestellt. Kompetenzbündnisse sind das Erfolgsrezept für bahnbrechende Innovationen. In diesem Sinne haben sich RAMPF Ecosystems in Pirmasens, Metzeler Schaum in Memmingen, Keil Anlagenbau in Hunteburg mit dem Fraunhofer ICT in Pfinztal eng vernetzt. Das Ergebnis ist eine technisch ausgereifte Anlage, die eine Kapazität von rund 3.500 Tonnen pro Jahr aufweist.

Rohstoffliches Recycling kann durch solche Anlagen auch dezentral direkt beim und vom Schaum produzierenden Unternehmen betrieben werden. In dem Fall liefert RAMPF Ecosystems das chemische Know-how und koordiniert den Anlagenbau. Blockschaumproduzenten können so vor Ort eine kostengünstige, nachhaltige und dem aktiven Umweltschutz Rechnung tragende Produktion gewährleisten.

Wer hat's erfunden?

Das Acidolyseverfahren wurde bereits 1994-1997 intensiv in Zusammenarbeit mit der FH Aalen erforscht und von RAMPF Ecosystems in den darauf folgenden Jahren stetig weiterentwickelt. 1999 konnten die ersten positiven Ergebnisse über das Recycling von TDI- und MDI-Formschäumen aus einer Forschungs-Kooperation publiziert werden. Mit der Übertragung des Verfahrens auf das Recycling von Blockweichschäumen und der Verarbeitung der Sekundärpolyole im Technikumsmaßstab, wurde ein weiterer Meilenstein erreicht und konnte auf der UTECH 2009 vorgestellt werden. Neben der verfahrens-technischen Weiterentwicklung wurde auch die Prozess- und Anlagentechnik für das Acidolyseverfahren mit technischen Neuerungen optimiert und umgesetzt. So gelang RAMPF das Scale-Up des Verfahrens vom Technikums- (10 kg, 100kg) über den halb-technischen (1.000 kg) in den industriellen Maßstab (7t/Bach).

Den steigenden Rohstoffpreisen zum Trotz, konzipiert RAMPF Ecosystems seit 20 Jahren Recycling-Lösungen zur Rohstoffrückgewinnung aus Polyurethanen für die unterschiedlichsten Anforderungen. "Durch unsere langjährige Erfahrung in der PUR-Branche denken und handeln wir kundenorientiert. Wir gehen ständig neue Wege - mit dem Ergebnis von technisch innovativem Vorsprungs" erklärt Marco Werth, Vertriebs- und Marketingleiter der RAMPF Ecosystems GmbH & Co. KG - einem Unternehmen der RAMPF-Gruppe. Immer mit der Zielsetzung, das Recycling aller PUR-Reststoffe von der verfahrenstechnischen Seite unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu lösen.

Das Potenzial und die vielfältigen Möglichkeiten der Polyurethane, die sich durch die Erfindung von Otto Bayer im Jahre 1937 erschlossen haben, sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Von Jahr zu Jahr finden sich neue, innovative Entwicklungen und Problemlösungen aus diesem vielseitigen Material, wodurch die Nachfrage nach Rohstoffen stetig anwächst. Demzufolge nimmt der Bedarf an Möglichkeiten zur Rückgewinnung der Rohstoffe in gleichem Umfang zu.

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