Ehrenamt ja, aber nur in der Freizeit

Online-Umfrage von Monster zeigt: Ehrenamtliches Engagement während der Arbeitszeit ist nicht in Unternehmen verwurzelt
(PresseBox) (Eschborn, ) Der 5. Dezember ist der Internationale Tag des Ehrenamtes. Seit 1986 wird an diesem Tag das ehrenamtliche Engagement gewürdigt und seine gesellschaftliche Bedeutung unterstrichen. Laut Freiwilligensurvey der Bundesregierung sind rund 36 Prozent der Deutschen ehrenamtlich aktiv* und sorgen so dafür, dass viele soziale Angebote und Projekte angestoßen werden und bestehen können. Eine Online-Umfrage von Monster zeigt nun, dass Unternehmen ehrenamtliche Tätigkeiten während der Arbeitszeit nicht immer fördern. So geben lediglich vier Prozent der Befragten an, für ihr Ehrenamt einige Tage im Jahr freigestellt zu werden und nur ein Prozent wird vom Arbeitgeber bei ehrenamtlichen Projekten im Team unterstützt. 94 Prozent der Befragten sagen hingegen, dass in ihrem Unternehmen das Engagement der Mitarbeiter nicht gefördert werde.

"Viele Unternehmen leisten einen Beitrag für die Gesellschaft, beispielsweise durch die Förderung von lokalen Vereinen oder andere Formen des finanziellen Engagements. Daher ist es verständlich, wenn die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitarbeiter eher in den privaten Bereich fällt", sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe bei Monster. "Aber es ist selbstverständlich schön, dass einige Firmen auch das persönliche Engagement ihrer Mitarbeiter unterstützen - was sich wiederum positiv auf das Arbeitsklima und so in einem zweiten Schritt auf das Arbeitgeberimage auswirken kann."

Die meisten Ehrenamtlichen sind im Sport (zehn Prozent) engagiert, andere helfen durch persönlichen Einsatz insbesondere in den Bereichen Kindergarten und Schule, Religion und Kirche (je sieben Prozent), Freizeit (sechs Prozent), Kultur oder Soziales (je fünf Prozent). Dahinter folgen Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienste, Umwelt und Tierschutz sowie Jugendarbeit und Erwachsenenbildung (je drei Prozent).*

Die Nachbarn als Vorbild

Im Vergleich mit Österreich zeigt sich, dass hier ehrenamtliche Tätigkeiten etwas stärker in den Unternehmensalltag integriert sind. Sieben Prozent der Befragten geben an, dass sie für ihr Engagement jedes Jahr einige Tage freigestellt werden, drei Prozentpunkte mehr als in Deutschland. Und weitere sieben Prozent der Umfrageteilnehmer sagen aus, dass in ihrem Unternehmen ehrenamtliches Engagement zukünftig gefördert werden soll. Keine Unterstützung gibt es bei 83 Prozent der Befragten aus Österreich, immerhin elf Prozentpunkte weniger als in Deutschland.

291 Arbeitnehmer in Deutschland und Österreich haben vom 16.10. bis 04.11.2012 an der Online-Umfrage teilgenommen. Es wurde nur eine Stimme pro Nutzer bei der Auswertung berücksichtigt. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf lokalen und globalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Arbeitsplatz und Karriere durch. Diese Befragungen sind nicht repräsentativ, sondern spiegeln die Meinung der Nutzer von Monster wider.

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