Transportflugzeug "ZOON" im Anflug

Deutschland ist Standortfavorit für eigene Luftfahrzeugproduktion / Absatzerfolg sichert Auslastung für mehr als zwei Jahre
(PresseBox) (Berlin, ) Als vor beinahe zwei Jahren eine Pressemeldung über das geplante leichte STOL -Transportflugzeug ZOON erschien, reichten die Reaktionen von Skepsis bis Begeisterung. Inzwischen ist genug Zeit ins Land gegangen, um über den Stand der Dinge zu berichten. Wer geglaubt hatte, das Projekt sei wie so viele Ideen in der Versenkung verschwunden, hat sich getäuscht. Der ursprüngliche optimistische Termin für den Produktionsbeginn ließ sich allerdings mangels eines geeigneten Produktionspartners nicht halten. Dafür entwickelte sich das Interesse an der Transportlösung ZOON in den ausgewählten Absatzgebieten umso besser.

Neben einer kontinuierlichen Optimierung der Konstruktion haben die Initiatoren in der Zwischenzeit ihre Energie darauf verwendet, Absatzmöglichkeiten zu eröffnen und zu sichern. Während die einen ein Flugzeug zu bauen beginnen, ohne wirklich zu wissen, wie es verkauft werden soll, wurde hier zuerst einmal dafür gesorgt, dass mit einem schlüssigen Konzept und überzeugenden Argumenten eine solide Options- und Auftragsbasis für eine Serienfertigung vorhanden ist.

Anfang November wurde nach längeren Verhandlungen der Durchbruch geschafft. Nachdem bereits sehr früh im Jahr 2010 Optionen für die ersten Flugzeuge vergeben werden konnten, konnte nun der Absatz im NAFTA-Raum (USA - Kanada - Mexico) gesichert werden. Ab 2015 werden an einen Partner in den USA, der mit einer dortigen Investmentgesellschaft verbunden ist, 5 Jahre lang eine feste Anzahl Flugzeuge geliefert. Dadurch wird die geplante Produktionskapazität für mehr als zwei Jahre ausgelastet.

Hingegen sind die Bemühungen gescheitert, einen Luftfahrzeug-Produzenten zu finden, der in der Lage ist, die Flugzeuge nach Vorgabe zu bauen und zu liefern. Ursprünglich war das Projekt nämlich nur auf Konstruktion und Absatz beschränkt. Bekanntermaßen ist aber bei großen Unternehmen die Flexibilität eingeschränkt und die Vorlaufzeiten sind erheblich. Deshalb erfolgte der Beschluss zur Gründung einer eigenen Produktionsgesellschaft, in die strategische Partner aus dem Flugzeugbau und der Zulieferindustrie integriert oder mit der sie längerfristig vertraglich verbunden werden. Christian Sturm, Chefkonstrukteur und Mitinitiator des Projekts, gibt sich selbstsicher: "Das war immer mein Ziel, unabhängig von der Schwerfälligkeit großer Unternehmen zu werden. Ich freue mich, dass ich unsere Partner überzeugen konnte, dass wir selbst in die Produktion einsteigen. Wenn der Standort in Deutschland realisiert wird, wollen wir hier zumindest die Nummer 2 im Flugzeugbau werden."

Die Suche nach einem Produktionsstandort mit Flugfeldanbindung, an dem ausbaubare Produktionseinrichtungen geschaffen werden können und der auch die Voraussetzungen für einen weitergehenden Forschungs- und Entwicklungsbereich und die Integration von Ausbildung und Schulung ermöglicht, steht vor dem Abschluss. Da ein hoher Flächenbedarf besteht, um dabei auch die TREEEC Vorstellungen für ein integriertes, nachhaltiges und ökologisches Arbeits- und Wohnmodell unter dem Titel "TREEEC LivingWorks" schaffen zu können, gab es letztlich nur noch wenige Kandidaten. Drei Standorte, einer in Deutschland, einer in der EU und ein weiterer in den USA stehen in der Endauswahl. Derzeit hat Deutschland sehr gute Chancen.

Um den ehrgeizigen Zeitplan einhalten zu können, soll spätestens im Frühjahr 2013 bezüglich des Produktionsstandortes vertraglich alles unter Dach und Fach gebracht sein. Dann soll unmittelbar mit Prototypenbau und Zulassung von ZOON begonnen und die Entwicklung von ZOON XLCC, der großen Systemschwester, weitergebracht werden. Parallel laufen Planung und Errichtung von TREEEC LivingWorks, um die Serienfertigung beginnen und die Aufträge ausführen zu können.

Im Gesamtverständnis ist der Flugzeugbau ein integrierter Teil des TREEEC Konzeptes und wirtschaftlich vor allem mit dem Bereich "PanTerre" für ein globales Fracht- und Logistiksystem verbunden. In einer komplexen Vernetzung werden die Einzelbereiche zu einem Gesamtsystem verknüpft. Wirtschaftlichkeit ist eine Grundvoraussetzung, aber im Mittelpunkt steht immer der Mensch, für den und mit dem Problemlösungen verwirklicht werden.

Anfang kommenden Jahres wird die in Gründung befindliche TREEEC AeroInvest AG mit Sitz in Berlin die Arbeit aufnehmen. Sie wird gemeinsam mit den an ihr beteiligten Partnern die Investitionen vornehmen. Betrieben wird die Flugzeugproduktion nach EASA Part 21 dann von einer mehrheitlichen Tochtergesellschaft, der TREEEC AeroProduction AG.

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