Gutachten: Energieintensive Unternehmen stärken den Standort Deutschland und treiben die Energiewende voran

(PresseBox) (Essen, ) "12 Mrd. Euro/Jahr investiert die energieintensive Wirtschaft in Energieeffizienz und Arbeitsplätze in Deutschland. Rund 1 Mio. Arbeitsplätze in diesen Unternehmen und noch einmal 2 bis 3 Mio. Arbeitsplätze in damit verbundenen Unternehmen hängen hieran. Hierdurch konnte seit 1990 der Energiebedarf dieser Unternehmen um rund 12 Prozent gesenkt werden, die CO2-Emissionen gingen im gleichen Zeitraum sogar um 46 Prozent zurück", so Dr. Volker Schwich, Vorsitzender des VIK-Vorstands, der Interessenvertretung industrieller und gewerblicher Energiekunden. "Damit liegen die Unternehmen bei Effizienzfortschritt und Senkung der CO2-Emissionen deutlich vor den anderen gesellschaftlichen Gruppen, denn insgesamt konnten alle Sektoren - Wirtschaft, Verkehr und Haushalte - in derselben Zeit ihren Energiebedarf nur um 3 Prozent und die CO2-Emissionen um 23 Prozent senken", ergänzt Dr. Beate Kummer, Autorin des aktuellen Gutachtens[1] Deutsche energieintensive Wirtschaft ist Motor für die Zukunft Deutschlands, das am gestrigen Montag in Düsseldorf vorgestellt wurde.

Mit aktivem Einsatz und finanziellen Beiträgen ist die energieintensive Wirtschaft so Grundlage dafür, dass die Energiewende gelingen kann. Energieeinsparungen, die ohne oder mit nur sehr geringen staatlichen Zuschüssen geschafft wurden, machen den Weg in die Energiezukunft erst realistisch. Die Ergebnisse des Gutachtens unterstreichen, welche gesellschaftlichen und umweltpolitischen Leistungen die Unternehmen in ihren Wirtschaftzweigen erbracht haben und weiterhin erbringen. Vor diesem Hintergrund ist klar erkennbar, in welchem Wechselspiel zwischen Investitionen und Effizienzsteigerung auf der einen und Energiekosten senkenden Regelungen für energieintensive Unternehmen im Strommarkt auf der anderen Seite die Vorteile für Deutschland insgesamt entstehen: Sichere und den internationalen Wettbewerbsdruck im Auge behaltende Rahmenbedingungen haben Deutschland als Industriestandort stark gehalten und sind weiterhin Voraussetzung für eine entsprechende Entwicklung, insbesondere in der durch die Energiewende geprägten Zukunft.

Die energieintensive Wirtschaft ist Wohlstands- und Jobmotor Deutschlands. Gleichzeitig sind diese Unternehmen innerhalb der Gesellschaft bereits sehr erfolgreich bei der kontinuierlichen Verminderung des Energiebedarfs, und das obwohl im Mittel der Produktionsindex der Branchen[2] von 1990 bis 2010 von 100 auf 138 Prozent gestiegen ist, Bild 1 zeigt die Entwicklung des Wirtschaftswachstums, des Primärenergieverbrauchs und der Die energieintensiven Unternehmen, eingebunden in ihre Wertschöpfungsketten, sind es, die das Exportland Deutschland stark machen. Aus Sicht des VIK gilt es, für diese auch zukünftig im Energiebereich internationale Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die die Energiewende nicht zu ihrem Stolperstein macht, sondern zu einem Exportschlager des starken Industrielands Deutschland. Zusatzbelastungen der Unternehmen, die diese im internationalen Vergleich überfordern, müssen daher auch zukünftig abgefedert werden. Die Energiewendebelastungen insgesamt müssen gleichzeitig für alle tragbar und der Einstieg in die Energieeffizienz keine alleinige Aufgabe der Unternehmen bleiben. Energieintensivität.

[1] Das Gutachten Deutsche energieintensive Wirtschaft ist Motor für die Zukunft Deutschlands, wurde von Kummer:Umweltkommunikation GmbH, Rheinbreitbach, im Auftrag des VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V. erarbeitet. Es steht im Pressebereich der VIK-Webseite zum Download zu Verfügung (www.vik.de).

[2] Chemische Industrie, Eisenschaffende Industrie, Glas, NE-Metalle, Papier, Zement

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