Stuttgarter Gespräch: "Abschied vom ruinösen Wettbewerb"

(PresseBox) (Stuttgart, ) „Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen stets neue Ideen entwickeln, die profitable Nischen aufdecken.“ Mit dieser These startete Lars Buche, MBA-Absolvent der FOM Hochschule in Stuttgart, in seine Master-Thesis. Sein Forschungsansatz bot den Rahmen für das Stuttgarter Gespräch Ende November 2012: Drei Experten aus preisgekrönten Unternehmen diskutierten, wie Unternehmen die eigene Innovationsfähigkeit steigern können. Veranstaltet wurde der Abend von der FOM Hochschule in Kooperation mit der IHK Stuttgart, vertreten durch den Technologietransferbeauftragten Markus Götz.

Eine „unsystematische Ideenentwicklung“ steht der Innovationskraft vieler Unternehmen im Weg – zu diesem Ergebnis kam FOM-Absolvent Lars Buche bei seinen Recherchen. Es gibt aber auch Unternehmen, die ihre internen Prozesse so optimiert haben, dass sie den „Top 100“ Innovations-Award verdient haben. Vertreter von drei dieser Unternehmen waren beim Stuttgarter Gespräch zu Gast und gaben Tipps aus der Praxis. „Eine Innovation darf nicht nur eine Erfindung sein, sie muss auch einen Gewinn abwerfen, den Kunden überzeugen und sich umsetzen lassen“, lautet beispielsweise die Erfahrung von Stefan Schaffer, Leiter Unternehmensentwicklung der BARTEC Gruppe. Erfolgreiche, innovative Ideen würden sich dadurch auszeichnen, dass sie einen Bedarf abdecken, Megatrends des Marktes berücksichtigen und somit neue, profitable Nischen aufdecken.

Die Entwicklung von Ideen sollte systematisch ablaufen, dazu lassen sich im Unternehmen Prozesse entwickeln – so die Position von Dr. Michael Seibold, Geschäftsführer der Hauff-Technik GmbH & Co. KG. Darüber hinaus müsse auch die Unternehmenskultur Rahmenbedingungen für innovative Entwicklungen schaffen. „Es ist wichtig, den Mitarbeitenden eine Mischung aus Freiheit und Disziplin zu ermöglichen“, so Dr. Seibold.

Für Rainer Strittmatter, Vertriebsleiter der HELIA Ladenbau GmbH, spielt die Motivation der Mitarbeiter im Innovationsprozess eine bedeutende Rolle. Insbesondere der Austausch zwischen unterschiedlichen Abteilungen sollte gefördert werden. „Darüber hinaus müssen Unternehmensabläufe transparent ablaufen, damit Mitarbeiter dazu motiviert werden, sich selbst an der Ideenfindung zu beteiligen“, so Strittmatter.

In einer Sache waren sich die drei Referenten einig: Damit innovative Entwicklungen begünstigt und rentable Nischen entdeckt werden, brauchen Unternehmen eine transparente interne Kommunikation, Anreize für die Mitarbeiter und einen direkten Dialog mit den Kunden. Und Prof. Dr. Ulrike Schwegler, Studienleiterin der FOM Hochschule in Stuttgart und Expertin für internationales Management, resümierte: „Eine Innovation ist ein ständiger Prozess, man braucht Zeit, Motivation und Disziplin.“

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