"Financial Times Deutschland" wird eingestellt, "Frankfurter Rundschau" ist insolvent, die "Berliner Zeitung" streicht massiv Stellen - Derzeit ist die Diskussion entbrannt, ob und vor allem wie Zeitungen überleben können

(PresseBox) (Berlin, ) Daniel Höpfner, Geschäftsführer von PressMatrix und E-Publishing-Experte meint dazu:

"Ich gehe davon aus, dass allein die gedruckte Zeitung langfristig nicht mehr überlebensfähig ist. Die Verlage müssen frühzeitig erkennen, wie wichtig die eigene Ausrichtung in der digitalen Welt ist. Sie müssen vor allem auf die Ansprüche des Nutzers eingehen. Viele Studien belegen, dass Tablet-Leser durchaus bereit sind für digitale Ausgaben der Tageszeitung oder eines Magazins zu zahlen. Bereits jeder achte Bundesbürger (13 Prozent) nutzt aktuell einen Tablet Computer und zu Weihnachten werden unzählige davon verschenkt werden. (Vgl. Studie http://www.bitkom.org/...) Vier wichtige Punkte sollten beachtet werden bei der digitalen Umsetzung:

  1. Die digitale Ausgabe muss einfach zu erwerben sein - beispielsweise ein gesamter Kiosk mit allen Ausgaben oder eine Abofunktion.
  2. Das Design der App muss optisch ansprechen und dem Nutzer ein intuitives Lesen ermöglichen.
  3. Im Vergleich zur gedruckten Version darf das E-Paper keine Kopie der Printausgabe darstellen, sondern sollte mit ergänzenden Inhalten einen zusätzlichen Mehrwert für den Leser bieten.
  4. Der E-Commerce wird immer wichtiger - in digitalen Ausgaben sollten interaktive Werbeanzeigen eingebunden sein, sowie Möglichkeiten für Spontankäufe wie Tickets oder Musik.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Verlage mit ihren Zeitungen und Magazinen den sich ändernden Lesegewohnheiten des Publikums anpassen."

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