Leistungswettbewerb 2012: Handwerkskammer zeichnet die besten Nachwuchskräfte aus

(PresseBox) (Heilbronn, ) Bäcker, Metallbauer, Sattler, Schreiner oder Zahntechniker. Die ganze Vielfalt der Berufe im Handwerk war gestern (04.12.) in Bad Rappenau zu sehen. Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken hatte zur Ehrung ihrer Kammer-, Landes- und Bundessieger beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ins Kurhaus eingeladen.

147 Junghandwerker aus der gesamten Region Heilbronn-Franken beteiligten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb. Von den 52 Erstplatzierten auf Kammerebene schafften es dreizehn auch auf Landesebene auf den ersten Platz. Sie qualifizieren sich damit für den bundesweiten Wettstreit. Eine junge Handwerkerin erreichte dort den 3. Platz, vier den 2. und zwei den 1. Platz.

Viel Lob und Anerkennung

Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, lobte in seiner Begrüßung den Einsatz der Junghandwerker: "Sie haben Mut gezeigt und ihre Kenntnisse eindrucksvoll unter Beweis gestellt." Auch Bad Rappenaus Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen gehörte zu den Gratulanten. Die Siegerinnen und Sieger des Leistungswettbewerbs hätten "Herausragendes" geleistet und seien bestens für die Zukunft gewappnet.

Dass Erfolg immer etwas mit Ausdauer, Disziplin und Zielstrebigkeit zu tun hat, machte Jürgen Mennel, Ultramarathonläufer aus Obersulm, in seinem Vortrag deutlich. Wettbewerbe seien eine tolle Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, denn sie fordern von den Teilnehmern, das Beste aus sich herauszuholen. Er appellierte an die Junghandwerker, ihre Siegermentalität beizubehalten: "Im entscheidenden Moment muss man Gas geben, um der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein."

Auszeichnung auf der Bühne

Höhepunkt der Veranstaltung war die Urkundenübergabe auf der Bühne. Während die einen selbstbewusst nach oben gingen, waren andere junge Handwerker eher schüchtern, vielleicht sogar ein bisschen nervös. Kein Wunder, wenn so viele Menschen anwesend sind, die den Handwerkernachwuchs feiern wollen: Ausbilder, Lehrer, Familien und Freunde, Vertreter von Innungen und Kommunen. Nachdem sie Glückwünsche, Blumen und die begehrten Urkunden entgegengenommen hatten, gingen sie aber alle mit einem Lachen und stolzem Blick wieder auf ihre Plätze.

Der beste Nachwuchs-Weinküfer

Die Freude über den Bundessieg beim Wettbewerb der Weinküfer war Florian Solymari auch noch beim anschließenden Stehempfang anzusehen. Der Pfedelbacher hat seine Ausbildung bei der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg absolviert. Das tolle an seinem Beruf sei die Abwechslung. "Zu jeder Jahreszeit muss etwas anderes erledigt werden." Spannend findet er, dass die Ausgangslage für jeden Jahrgang anders sei und man sich auf die jeweilige Traubenernte einstellen müsse. Seine Ausbilderin Jennifer Holder bedauert es, dass dieser besondere Lehrling nicht mehr im Betrieb ist: "Er fehlt uns schon." Florian Solymari bereitet sich derzeit auf die Fachhochschulreife vor und möchte anschließend Weinbau und Önologie studieren.

Fleiß wurde belohnt

Auf Fachkräfte aus den eigenen Reihen setzt auch die Bembe Parkett GmbH & Co. KG. Das Unternehmen aus Bad Mergentheim beschäftigt bundesweit 550 Mitarbeiter, darunter mehr als 90 Lehrlinge. Einer von ihnen ist Dimitri Woronzow, der als Parkettleger 1. Bundessieger geworden ist. Markus Müller, Personalleiter bei Bembe und Ausbilder Roland Prosser erinnern sich noch an die erste Zeit seiner Ausbildung. "Der Start war etwas holprig. Der Übergang von der Schule ins Berufsleben ist ja auch nicht einfach." Dimitri Woronzow habe aber die richtige Einstellung an den Tag gelegt und sei sehr fleißig. Das hat sich nun für ihn ausgezahlt.

Mit der Klangsäule zum Sieg

Die Jury des Sonderwettbewerbs "Die gute Form - Handwerker gestalten" hat Drechsler Markus Czink mit seiner Klangsäule aus Esche überzeugt und den ersten Platz erzielt. In die Holzsäule hat er einen Plattenspieler, einen Verstärker und eine Bassbox eingebaut, inklusive Schubkasten für Schallplatten. Markus Czink ist bereits Schreiner und wollte durch die Drechsler-Lehre seine Fertigkeiten beim Bearbeiten von Holz erweitern. In der Region Heilbronn-Franken gibt es gerade mal drei Drechsler-Betriebe. Seine Lehrzeit hat Czink bei Georg Burger aus Mulfingen-Hollenbach absolviert. Er und 24 weitere Betriebe, die Landes- und Bundessieger ausgebildet haben, wurden für ihre vorbildlichen Leistungen geehrt. "Ohne Betriebe, die die Talente ihrer Lehrlinge erkennen und fördern, kann es keine Sieger beim Leistungswettbewerb geben", so Kammerpräsident Ulrich Bopp bei der Auszeichnung.

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