DemografieTarifvertrag DB Konzern - Durchbruch nach zähen Verhandlungen erreicht

(PresseBox) (Berlin, ) Nach langwierigen Verhandlungen haben sich die EVG und der AGV MoVe in der Nacht zum Donnerstag, den 6. Dezember, auf einen Demografie-Tarifvertrag für die Beschäftigten der DB AG verständigen können. "Damit haben wir eine Grundlage geschaffen, um die Veränderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, für die Beschäftigten positiver zu gestalten", machte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba, deutlich.

Für Beschäftigte, älter als 60 Jahre, die schon seit Jahren in Wechsel- und Nachtschicht sowie Rufbereitschaft tätig sind, wurde der Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit vereinbart. Die Zahl der jährlich zu leistenden Schichten wird um 45 reduziert, dabei beträgt das Entgelt immer noch 87,5 Prozent. "Dieses Startmodell von Teilzeit im Alter wollen wir in den nächsten Jahren weiter ausbauen", machte Regina Rusch-Ziemba deutlich.

Ein weiterer Erfolg: Die Beschäftigungssicherung gilt nunmehr unbefristet. Erreicht werden konnte zudem, dass die gleiche Bezahlung von Zeitarbeitern (equal pay) in Unternehmen der DB AG künftig schon nach zwölf Monaten Tätigkeit im gleichen Einsatzbetrieb erfolgen muss. In der lange strittigen Frage des Job-Tickets wird der Arbeitgeber für das SPNV-JobTicketTV künftig die kompletten Kosten übernehmen; im Bereich des VerbundJobTicket wurde der Eigenanteil der Beschäftigten auf 50 Prozent begrenzt. Unter dem Arbeitstitel "ZukunftTV" haben EVG und der Arbeitgeberverband in zehn Verhandlungsrunden um ein tragfähiges Ergebnis gerungen. Um dem Anspruch, die Folgen des Demografiewandels gestalten zu können, gerecht zu werden, trägt das Ergebnis nun den Titel "DemografieTarifvertrag".

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