In Vino Veritas - Prozessoptimierung für die Qualitätswein- und Sektprüfung

AraCom IT Services AG und Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung BW (LGL) erstellen Software für Weinbauinstitute
(PresseBox) (Augsburg, ) Die AraCom IT Services AG aus Augsburg, Spezialist für die Entwicklung und Integration individueller Softwarelösungen, hat in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) eine maßgeschneiderte Software zur Unterstützung der Bewertungs- sowie Güteprozesse bei der Qualitätswein- und Sektprüfung entwickelt. Durch den Einsatz der Software wird die Organisation und Verwaltung der Prüfdaten und des Bewertungsprozesses erheblich rationalisiert und vereinfacht.

Ob weiß, rot oder rosé - der Begriff "Qualitätswein" gibt als EU-weit gebräuchliche Bezeichnung Aufschluss über die besondere Güte und Qualität eines Weines. Um einen Wein als Qualitätswein vermarkten zu dürfen, schreibt das Bundesgesetz über den Verkehr mit Wein und Obstwein eine durch das jeweilige Bundesland durchgeführte sensorische und analytische Prüfung des Weines vor. Nur beim Erfüllen bestimmter gesetzlicher Mindest- und Höchstwerte erhält ein Wein als Beleg eine amtliche Prüfnummer und kommt als Qualitätswein in den Handel. In Baden-Württemberg sind die Weinbauinstitute Baden und Württemberg für die Qualitätswein- und Sektprüfung zuständig.

Ablauf der Qualitätsweinprüfung

Jeder Antragsteller, der Qualitätswein vermarkten möchte - sei er Winzer, Hersteller oder Abfüller - beantragt die Qualitätsweinprüfung bei der zuständigen Behörde des Bundeslandes, in dem die Weintrauben geerntet werden. Eingereicht werden einige Probeflaschen, ein Antragsformular und eine chemische Analyse eines anerkannten Labors. Bei Eingang des Antrages werden die zu prüfenden Weine registriert und bis zur Prüfung eingelagert. Eine Prüfungskommission aus erfahrenen Weinfachleuten beurteilt die Weine. Die analytische Prüfung konzentriert sich auf die chemische Zusammensetzung des Weines während die sensorische Prüfung, auch Sinnenprüfung genannt, im Rahmen einer professionellen Verkostung den Geschmack und die Charakteristik des Weines abwägt. Bei Erreichen der nötigen Mindestpunktzahl erhält der Wein die amtliche Prüfungsnummer, die beim Verkauf auf dem Etikett aufgeführt werden muss und eindeutig auf die Prüfstelle, den Hersteller und den Jahrgang hinweist.

Was leistet die neue Software?

Die AraCom IT Services AG und das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung realisierten im Auftrag der Weinbauinstitute Baden und Württemberg eine Software zur Unterstützung der Bewertungsprozesse bei der Qualitätswein- und Sektprüfung. Die neue Anwendung tritt an die Stelle einer Oracle Forms-Software aus dem Jahr 1994 und ist im Gegensatz zu dieser Server-basiert, service-orientiert und benutzerfreundlich gestaltet. Neben der Registrierung aller eingereichten Probeweine unterstützt die Software die Erstellung einer Probeliste mit allen zu prüfenden Weinen und die Zuteilung der gelisteten Weine zu den Prüfungskommissionen. Auch das Management der Prüfsitzungen wird durch die neue Anwendung vereinfacht, da die Sachbearbeiter die bisher papiergestützte Verwaltung von Prüfungskommissionen über die neue Software abwickeln können.

Zudem ordnet, organisiert und strukturiert die Anwendung alle bei der Weinprüfung anfallenden Daten und ist auch für Auswertungen und die Bescheid-Erstellung zuständig. "Im Vergleich zur Vorgänger-Anwendung ist die neue Software deutlich benutzerfreundlicher gestaltet und erlaubt eine weitaus effizientere Umsetzung der Bewertungsprozesse in der Qualitätswein- und Sektprüfung. Außerdem ist auch die Anwendung selbst deutlich einfacher und besser zu warten", so Daniel Schnermann, Projektleiter FAL (Förder- und Ausgleichsmaßnahmen in der Landwirtschaft) beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung.

Technische Umsetzung

Die Entwickler von LGL und AraCom haben großen Wert darauf gelegt für die Anwendung möglichst lizenzfreie Open Source Lösungen einzusetzen. Entstanden ist eine Client Server Anwendung in der Programmiersprache Java 6. Als Server dient ein JBoss Application Server 5.1. Als Datenbanken werden PostgreSQL (für Produktion) und Oracle (für Entwicklung) verwendet. Die Persistenzschicht der Anwendung wurde über die Java Persistence API (JPA) abgebildet, die Geschäftslogik über EJB3-Beans. Die Kommunikation zwischen Client und Server und auch zwischen dem Server und diversen Backendsystemen wird über WebServices durchgeführt. Als Java-Entwicklungsumgebung wurde Eclipse 3.5 (Galileo) verwendet. Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) des Rich-Clients wurde Java Swing-basiert mit dem Produkt "Application Builder" der Firma Innowake realisiert

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