Die E-Bilanz kommt!

Informationsveranstaltung bei der HwK Koblenz zu E-Bilanz und eRechnung
(PresseBox) (Koblenz, ) Ab 2013 muss jeder bilanzierungspflichtige Betrieb seinen Jahresabschluss elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Die sogenannte E-Bilanz ersetzt die Papierform, die dann nicht mehr akzeptiert wird. Damit sich Betriebe auf diese Umstellung vorbereiten können, informierten Handwerkskammer (HwK) Koblenz, Oberfinanzdirektion (OFD) Koblenz, Steuerberaterkammer Koblenz und das Softwareunternehmen DATEV eG gemeinsam über das Verfahren und die sich daraus ableitenden technischen und fachlichen Konsequenzen. Durch die Einführung der E-Bilanz entsteht für alle Unternehmen, vor allem durch EDV-Anpassungen und Schulung von Mitarbeitern, eine erhebliche Mehrbelastung. Mit den neuen Anforderungen ändern sich auch das unterjährige Buchungsverhalten und die Jahresabschlusserstellung.

"Das Verfahren ist zeitgemäß und bietet für die Betriebe auch Vorteile", stellte HwK-Präsident Werner Wittlich in seiner Begrüßung klar. Vereinfachungen verbinden sich beispielsweise mit der elektronischen Rechnung - kurz "eRechnung". Mit dem Steuervereinfachungsgesetz wurden die hohen Ansprüche an die eRechnung reduziert. Sie bietet die Chance zur Kostensenkung, Prozessoptimierung und zur schnelleren Rechnungszustellung.

Steuerberaterkammer: "Höchste Zeit für Umstellung!"

"Die E-Bilanz ist da!", machte Steuerberater Walter Mock deutlich. Sie kann erhebliche Veränderungen im Unternehmen und bei der Zusammenarbeit mit der Finanzverwaltung bringen. Der Umstellungsprozess zur E-Bilanz muss spätestens jetzt beginnen. "Die Betriebe, so sie sich noch nicht hinreichend auf die Umstellung vorbereitet haben, sollten umgehend mit ihrem Steuerberater besprechen, ob und wie Prozesse angepasst werden müssen. So ist eine möglichst reibungslose Umstellung ohne große Überraschungen in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem Finanzamt gewährleistet".

OFD: "Verfahren bietet mehr Transparenz"

Aus Sicht der Finanzverwaltung liegen die Vorteile der E-Bilanz in mehr Transparenz für beide Seiten, wovon in der weiteren Bearbeitung die Betriebe wie auch die Finanzbehörden profitieren. Die Erfassung wird insgesamt genauer. Das bedeutet in der Praxis: es werden weniger Tatbestände auffällig und stichprobenartige Außenprüfungen müssen seltener vorgenommen werden. Dies verringert letztendlich den Aufwand in den Betrieben.

Softwarelösungen helfen

Technische Hilfeleistung bei Einführung und künftiger elektronischer Führung von E-Bilanz und eRechnung bieten auf die Entwicklung von Steuersoftware spezialisierte Unternehmen wie die DATEV eG. - der Name steht für "Datenverarbeitung" und ist eine aus rund 39.000 Mitgliedern bestehende Genossenschaft ("eG"). Christian Goede von der DATEV geht von einer immer weiter steigenden Nutzung der eRechnung aus, was mit großen Potentialen wie zu beachtenden Pflichten gleichermaßen verbunden ist. Durch die Digitalisierung des Geschäftsverkehrs kann das Unternehmen auf Anforderungen wichtiger Geschäftspartner reagieren, Zeit einsparen, das eigene Image verbessern und Kosten für Papier, Druck und Porto senken. "Gleichzeitig müssen aber auch die technischen Voraussetzungen und Prozesse im Unternehmen zwingend angepasst werden", so Goede. Denn Authentizität und Integrität der eRechung müssen für die Finanzbehörden sichergestellt werden, die Datensicherheit gewährleistet sein, neue Anforderungen an Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten sind zu beachten.

Fragen zur Umstellung beantwortet die HwK Koblenz, die sich auch weiterhin im Sinne der Handwerksbetriebe in Informationsveranstaltungen zum elektronischen Geschäftsverkehr einbringen wird.

Informationen zu Fragen der Unternehmensführung bei der HwK-Betriebsberatung, Tel. +49 (261) 398-251, Fax +49 (261) 398-994, beratung@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de

Kontakt

Handwerkskammer Koblenz
Friedrich-Ebert-Ring 33
D-56068 Koblenz
Social Media