Namibische Universität besucht westmecklenburgische Unternehmen

(PresseBox) (Schwerin, ) Westmecklenburg ist beispielhaft im Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Dies ist auch international bekannt. Deshalb besucht derzeit eine Delegation der Universität Windhoek, Namibia, die Hochschule Wismar, um mehr über praxisorientiertes Lernen und Forschen zu erfahren. Bei der IHK zu Schwerin erkundigten sich die Gäste am Mittwoch über den Wirtschaftsstandort Westmecklenburg und besuchten regionale Unternehmen.

Zusammen mit der Hochschule Wismar und der IHK zu Schwerin besuchte die kleine namibische Delegation, bestehend aus drei Vertretern der Polytecnic of Namibia und einem Unternehmensvertreter aus dem Bereich Marketing, am 5. Dezember 2012 das Technologiezentrum und Gewerbezentrum Schwerin. Die Gäste aus Namibia konnten sich so einen Eindruck davon verschaffen, wie gewinnbringend ein gut funktionierender Wissenstransfer zwischen Hochschule und Unternehmen ist, und mit welchen Rahmenbedingungen innovative Existenzgründungen befördert werden können.

Nach einer Vorstellung der IHK-Organisation gab Dr. Dorothee Crayen, Geschäftsbereichsleiterin in der IHK zu Schwerin, den Gästen einen Einblick in die Wirtschaftsstrukturen und Branchenschwerpunkte Mecklenburg-Vorpommerns. Aufgrund der hohen Arbeitslosenquote Namibias, die bei mehr als 50 Prozent liegt, ist es der Universität Windhoek ein Anliegen, namibische Unternehmen zu sensibilisieren, stärker in die Entwicklung von Fachkräften zu investieren. Ein Schritt soll dabei unter anderem die Übernahme eines Projekts der Hochschule Wismar sein. Unter Begleitung der Hochschule sollen studentische F&E-Teams auch in Namibia etabliert werden. 'Studenten können so bereits während des Studiums wichtige Praxiserfahrungen sammeln und sich dem Unternehmen für eine spätere Anstellung empfehlen.' so Dr. Crayen. 'Darüber hinaus erhalten die Unternehmen konkrete Hilfestellung bei einem betrieblichen Problem.' schließt Dorothee Crayen.

Um einen praktischen Einblick in die unternehmerischen Strukturen MVs zu erhalten, besuchte die Delegation zwei im TGZ ansässige Unternehmen der Branchen Medizintechnik und IT. In der human med AG wurde den Gästen die innovative und beeindruckende Technik des Wasserstrahlskalpells erläutert sowie die internationalen Kooperationen der Firma deutlich gemacht. Das IT-Unternehmen Trebing + Himstedt Prozeßautomation GmbH & Co.KG stellte seine Softwarelösungen für eine ununterbrochene Produktion vor, für die es u.a. auch mit dem Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2012 ausgezeichnet worden ist. Beide Unternehmen schilderten die Vorteile und Wichtigkeit der engen Zusammenarbeit mit den umliegenden Universitäten und Hochschulen. 'Das studentische Know-How bereits frühzeitig mit einzubeziehen, erzeugt einen Mehrwert auf beiden Seiten.' weiß Dr. Dorothee Crayen.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Struktur und Idee des TGZ sowie von der Innovationsstärke und Flexibilität der ansässigen kleinen und mittelständischen Unternehmen. Besonderes Interesse zeigten sie auch am dualen Studium und wollen sich hierzu weiter informieren.

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