FrauenMachtKarriere!

Mehr Flexibilität bei der Talentförderung wagen
(PresseBox) (Frankfurt, ) "Mehr Flexibilität bei der Talentförderung wagen" war eines der Leitmotive der Veranstaltung FrauenMachtKarriere! in der IHK Frankfurt am Main. "Bei der Diskussion um den Fachkräftemangel wird der Fokus viel zu sehr darauf gelegt, wie neue Mitarbeiter ins Unternehmen geholt werden können. Genauso wichtig ist es aber, die Mitarbeiter im eigenen Unternehmen zu entwickeln", sagte Karen Hoyndorf, Stellvertretende Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, bei der Eröffnung der Veranstaltung "FrauenMachtKarriere!". Frauen sind heute so gut ausgebildet wie nie zuvor, und niemals zuvor gab es eine so hohe Akademikerquote unter den Beschäftigten.

Ein großer Hebel liege vor allem bei Frauen, wenn diese nach familiären Auszeiten ins Unternehmen zurückkehrten, sagte Hoyndorf. Viele Unternehmen hätten dies erkannt und mit gezielten Frauen- und Familienförderprogrammen reagiert. Dennoch sei der durchschlagende Erfolg bis heute ausgeblieben - trotz freiwilliger Selbstverpflichtung und politischer Diskussion zur Frauenquote. "Gehen Sie weg vom Abteilungsdenken, helfen Sie Personalbewegungen zwischen Abteilungen, fördern Sie laterale Personalentwicklung und lassen Sie eine Kultur entstehen, in der sich Talente im eigenen Unternehmen in alle Richtungen entwickeln können", forderte Hoyndorf.

Gabriele Wenner, Leiterin des Frauenreferats der Stadt Frankfurt, sprach über die gezielte Frauenförderung in der öffentlichen Verwaltung und in den Unternehmen mit städtischer Beteiligung. Auf der Seite der Stadtverwaltung werde dies bereits umgesetzt. In den Top-Positionen bei Kapitalgesellschaften, an denen die Stadt mit Mehrheit beteiligt ist, stehe dieser Prozess ebenfalls an. "Im letzten Jahr hat die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss gefasst, im Lauf der Legislaturperiode die Anzahl von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten der städtischen Gesellschaften zu erhöhen", sagte Wenner. Angesichts der demografischen Entwicklung werde die Wirtschaft nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn die Potenziale aller Menschen im Land zum Tragen kämen.

"Eine Bank ist ein Betrieb, der mit spitzem Bleistift rechnet. Wenn wir etwas tun, dann muss es in der Regel betriebswirtschaftlich sinnvoll sein und sich am besten auch noch lohnen. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr wohl bemerkt, dass gemischte Teams erfolgreicher arbeiten. Wir wissen, dass wir dank der Frauen den demografischen Wandel besser bewältigen werden. Wir sind überzeugt, dass wir aufgrund der weiblichen Kompetenzen in einer globalisierten Welt besser aufgestellt sind", sagte der Key-Note-Speaker Albert Reicherzer, Bereichsvorstand Group Human Resources, Commerzbank AG

Seit 2000 führt die IHK Frankfurt am Main alle zwei Jahre die Tagung "Frauen-MachtKarriere!" in der IHK Frankfurt durch, die sich mit dem Thema Frauen in Führungspositionen beschäftigt. Die diesjährige Veranstaltung fand unter dem Schwerpunktthema "Weibliche Talente - Finden | Fördern | Halten" statt.

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