Weltweit erste interaktive Fassade aus Lichtbeton eingeweiht

Innovation erstrahlt pünktlich zur Weihnachtszeit am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen / Neubau vereint aufmerksamkeitsstarke Außendarstellung mit vornehmer Zurückhaltung
(PresseBox) (Aachen, ) Ein Gebäude von weltweit einzigartiger "Strahlkraft" realisierte die Carpus+Partner AG für die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen. Das neue Institut für Textiltechnik (ITA) wurde von dem Beratungs- und Planungsunternehmen im Bereich Architektur mit einer interaktiven Fassade aus Lichtbeton der LUCEM GmbH ausgestattet und sucht damit bis dato seinesgleichen. Die tagsüber unbespielte Fassadenfläche des Neubaus wird nachts zum Leben erweckt und leuchtete am 6. Dezember 2012 erstmals für die Öffentlichkeit.

Das Innere nach außen getragen

Um das Gebäude dem zukunftsorientierten Betätigungsfeld seiner Nutzer entsprechend nicht nur funktional, sondern - im Sinne der Corporate Architecture - auch optisch innovativ zu gestalten, integrierten Carpus+Partner als Generalplaner die interaktive Lichtbetonwand in die Fassade. Mit etwa 30 Metern Breite und 4 Metern Höhe hat diese nun tagsüber unbeleuchtet die Optik einer Natursteinfassade. In der Dämmerung und im Dunkeln wird sie beleuchtet und beginnt quasi von innen heraus zu strahlen.

Der von der LUCEM GmbH hergestellte Lichtbeton besteht aus feinen Marmorsanden in einer Zementmatrix. Eingebettete optische Fasern leiten Licht durch das Bauteil. Als Leuchtmittel kommen sowohl künstliche Lichtquellen als auch Tages- bzw. Sonnenlicht in Frage. Körper, die sich zwischen Lichtquelle und Lichtbeton befinden, zeichnen sich als Schemen und Schatten ab.

Die erste interaktive Fassade aus diesem innovativen Werkstoff besteht aus einzelnen Elementen von 50 Zentimetern Länge und 1,50 Metern Breite. Im hinterlüfteten Zwischenraum zur tragenden Wand ist jedes Fassadenelement mit einer eigenen Lichttechnik auf LED-Basis ausgestattet und kann unabhängig von allen anderen Lichtbetonplatten in über 16 Millionen Farben von hinten beleuchtet werden.

Die LED Paneele mit dreifarbigen RGB-Chips werden über eine sogenannte DMX-Steuerung, die der Bühnen- und Veranstaltungstechnik entlehnt ist, programmiert. Darstellbar sind so einzelne Farben über die gesamte Fläche, Farbverläufe, Schriftzüge und Logos sowie interaktive Sequenzen wie z. B. das Spiel zweier "Lichtschläger" mit einem "Lichtball". Mit zunehmender Dunkelheit nimmt die Intensität der Lichtwirkung zu.

Zurückhaltung und Nachhaltigkeit

Als einen der größten Vorzüge schätzt der Bauherr neben dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis des Materials die zurückhaltende Außenwirkung der unbeleuchteten Fassade. Anders als Plakate, Transparente oder Leuchtanzeigen, die andernorts als Fremdkörper auf Gebäude appliziert werden, ist der Screen hier eins mit der Fassade. Er zieht sich bei Tageslicht hinter eine scheinbar massive Wand zurück, um bei Einsetzen der Dämmerung seine Wirkung sukzessive zu entfalten.

Die Hybrid-Fassade steht zudem in der Tradition multifunktionaler Fassaden, die neben Witterungsschutz und Wärmedämmung weitere Funktionen wie Klimatechnik und Photovoltaik übernehmen. Bereits im Oktober 2009 haben Carpus+Partner einen Bauabschnitt des Neubaus für das ITA mit neuartigen Bauelementen aus textilbewehrtem Beton realisiert, die im Mai 2012 vom Generaldirektor Umwelt der EU-Kommission, Herrn Karl Falkenberg, mit dem "Best Life Environment Award" ausgezeichnet wurde. Eine Betoneinsparung von bis zu 80 % und 50 % CO2-Einsparung gegenüber einer herkömmlichen Stahlbetonbauweise tragen maßgeblich zur Unterstützung der EU-Klimaziele bei.

Kontakt

Carpus+Partner AG
Forckenbeckstraße 61
D-52074 Aachen
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