Ergebnis der jüngsten Befragung des Bayerischen Absolventenpanels (BAP)

Bayerische Bachelorabsolventen sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt
(PresseBox) (München, ) Die bayerischen Bachelorabsolventen kommen schnell und ihrer Qualifikation angemessen am Arbeitsmarkt unter. Dies ist ein zentrales Ergebnis der jüngsten Absolventenbefragung im Rahmen des Bayerischen Absolventenpanels (BAP). Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und Prof. Hans-Ulrich Küpper, Leiter des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF), stellten am Montag in München erste Ergebnisse daraus vor. Da in der aktuellen Befragung der Abschlussjahrgänge 2008/2009 und 2009/2010 erstmals Bachelor- und Masterabsolventen erfasst wurden, konnten traditionelle und neue Studienabschlüsse verglichen werden.

Heubisch wertet das Ergebnis der Studie als außerordentlich positives Signal für den Wissenschaftsstandort Bayern: "Die neuen Studiengänge sind in der Arbeitswelt akzeptiert. Das ist eine hervorragende Nachricht für unsere Studierenden und die beste Werbung für ein Studium an einer bayerischen Hochschule." IHF-Leiter Küpper ergänzt: "Über 90 Prozent der Bachelorabsolventen in der Betriebswirtschaftslehre, der Informatik und den Ingenieurwissenschaften finden nach ihrem Studienabschluss zügig eine erste Stelle. Dabei erzielen die Bachelorabsolventen beim Berufseinstieg ein fast ebenso hohes Einkommen wie Absolventen von Diplomstudiengängen. Masterabsolventen von Fachhochschulen wie von Universitäten erzielen zum Teil deutlich höhere Einstiegsgehälter." Darüber hinaus hob Küpper hervor, dass die Mehrheit der Bachelorabsolventen sich fachlich gut betreut fühlte.

Die Befragung zeigt jedoch auch, dass die Übergangsquote vom Bachelor zum Master an den Universitäten mit zwischen 70 und 90 Prozent sehr hoch ist. Bei den Bachelorabsolventen an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften beträgt sie zwischen 30 und 60 Prozent. Wie aus der Befragung hervorgeht, haben viele Studierende von vorneherein geplant, an ihr Bachelorstudium den Master anzuschließen. Als wichtigste Gründe dafür nannten sie Bedenken hinsichtlich der Aufnahme ihres Bachelorabschlusses auf dem Arbeitsmarkt und die Befürchtung geringerer Karrierechancen. Wissenschaftsminister Heubisch plädierte deshalb dafür, weiter für die Akzeptanz des Bachelor zu werben: "Wie die Studie zeigt, sind unsere Bachelorabsolventen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Wir müssen die Wahrnehmung des Bachelor als ersten berufsqualifizierenden Abschluss weiter stärken und Vorurteilen entgegentreten. Ich halte es daher für wichtig, dass Arbeitgeber Hochschulen und Studierende gezielt über die Chancen am Arbeitsmarkt informieren und die Potenziale des Bachelorabschlusses aufzeigen."

Bayerisches Absolventenpanel

Mit dem Bayerischen Absolventenpanel (BAP) steht Bayern seit 2005 eine landesweit repräsentative und langfristig angelegte Absolventenstudie für eine breite Auswahl an Studienfächern zur Verfügung. Die Langzeitstudie wird vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) in Zusammenarbeit mit den bayerischen Hochschulen durchgeführt. Ziel der Studie ist es, in regelmäßigen Abständen Informationen über die Ausbildungsqualität bayerischer Hochschulen und den Berufserfolg ihrer Absolventen zu gewinnen. Weitere Informationen im Internet: www.ihf.bayern.de

Aktuelle Befragung

Ende 2011 begann die erste bayernweite Befragung von Bachelor- und Masterabsolventen der Jahrgänge 2008/2009 und 2009/2010. Zudem wurden Diplomabsolventen und Absolventen mit erstem juristischen Staatsexamen des Jahrgangs 2009/2010 befragt. Unter den fast 15.500 teilnehmenden Absolventen waren 7.600 Absolventen der neuen Studiengänge. Das IHF veröffentlicht die Ergebnisse der Befragung voraussichtlich Anfang 2013.

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