VDMA: Energiemanagement-Lösungen auf der ISH 2013

Transparenz hilft sparen
(PresseBox) (Frankfurt, ) Energiemanagement-Systeme werden heute in unterschiedlichen Ausprägungen diskutiert. Technische Lösungen für Gebäude, basierend auf durchdachten Zählerkonzepten und ausgestattet mit Analysetools zur Entwicklung von Regelstrategien für gebäudetechnische Anlagen gehören zur Antwort der Gebäudeautomationsindustrie auf die Anforderungen an die effiziente Nutzung von thermischer und elektrischer Energie. Darüber hinaus können sich diese Systeme bei Bedarf auf die effektive Nutzung von volatilen erneuerbaren Energien in smarten Netzen einstellen und die entsprechenden Kommunikations- und Optimierungsaufgaben erledigen.

"Energiemanagement-Systeme werden auf der ISH 2013, die vom 12. bis zum 16. März 2013 in Frankfurt stattfindet, insbesondere in den Hallen 10.2 und 10.3 vorgestellt. Dort stellen die Hersteller von Gebäudeautomationsprodukten und -sytemen, sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik aus. Weiterhin werden im Rahmen eines Vortragsprogramms des VDMA in der Halle 10.3 Themen rund um die Automations- und Energiemanagementsysteme beleuchtet", teilte Dr. Peter Hug, Geschäftsführer des Fachverbandes Gebäudeautomation im VDMA, in Frankfurt mit.

"Die Anforderungen an Energiemanagement-Systeme regelt seit April 2012 einheitlich die international gültige Norm ISO 50001. Ab 2013 erhalten stromintensive Betriebe nur noch dann eine Erstattung der Strom- und Energiesteuern, wenn sie ein Energiemanagement-System (EMS) nutzen und damit einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten", so Hans Symanczik von Kieback&Peter, Berlin.

Wegen der vielen Energie, die beim Gebäudebetrieb und im Gebäude verbraucht wird, bieten aber gerade Gebäude auch besonders hohe Einsparpotenziale. Um diese zu erkennen und dann auch Energie zu sparen, muss man aber zunächst einmal wissen, wo, durch wen und warum Energie verbraucht wird. Genau diese Informationen liefert ein Energiemanagement-System.

Von der Datenerfassung zur Optimierung der Energieeffizienz
Die Kontrolle des Energieverbrauchs erfordert zunächst eine möglichst lückenlose und detaillierte Erfassung aller Verbrauchsdaten im Gebäude. Diese Erfassung ist auf verschiedene Art und Weise möglich: Ist ein Gebäude bereits mit Gebäudeautomation ausgestattet, können die Daten über die Standard-Schnittstellen direkt aus den Automationsstationen oder dem Gebäudemanagement-System übernommen werden. Oft ist das Energiemanagement dort auch Bestandteil des Gebäudemanagement-Systems bzw. mit diesem verbunden. Wo es Funk-Fernauslesesysteme gibt, ist ebenfalls eine einfache Übernahme möglich.

Wo Zähler noch vor Ort ausgelesen werden müssen, wird die Datenübertragung dadurch erleichtert , dass das Personal diese per Hand direkt in den Computer oder auch in einen Pocket-PC (PDA oder Smartphone) eingibt, der sie anschließend automatisch an den Energiemanagement-Server übermittelt. Da wo - aus welchen Quellen auch immer - Excel-Dateien der Verbrauchsdaten zur Verfügung stehen, ist auch deren Nutzung einfach. Alle Daten werden im Energiemanagement gespeichert. Die Speicherung ist wichtig, um zum Beispiel den Energieverbrauch zu verschiedenen Zeiten vergleichen zu können.

Die Software eines Energiemanagement-Systems bietet eine ganze Reihe von Analysewerkzeugen, gekoppelt mit Darstellungsmöglich-keiten, die dann auch eine Bewertung erleichtern. So kann das Programm so genannte Kennwerte für den Energieverbrauch ermitteln. Diese Kennwerte geben z. B. Auskunft darüber, wie viel Strom eine Liegenschaft pro Quadratmeter und Jahr verbraucht hat (kWh/m2a). Der Nutzer sieht auf einen Blick, ob sein Gebäude oder auch nur ein bestimmter Teil davon überdurchschnittlich viel Energie verbraucht und kann entsprechend eingreifen.

Die Analysewerkzeuge können aber auch die Energiekosten darstellen oder den Verbrauch von Energieträgern wie Strom, Gas oder Öl in Emissionen umrechnen. Durch das Energiemanagement-System erhält der Nutzer umfangreiches Wissen über den Energieverbrauch und die Energieverbraucher.

Dieses Wissen bietet nun die Grundlage, um Ansatzpunkte zur Senkung des Energieverbrauchs zu identifizieren, Entscheidungen über die Planung von Maßnahmen zur Energieeinsparung zu treffen und diese dann auch umzusetzen. Die Umsetzung bleibt mit einem Energiemanagement-System keine "Black Box", sondern kann, abhängig von der Dichte der Datenerhebung, laufend überprüft und auch beeinflusst werden. Mit einem Energiemanagement-System kann die Energieeffizienz kontinuierlich optimiert werden.

Benchmarking-Funktionen erlauben Beurteilung des Energieverbrauchs
"Wenn die Daten erfasst und gespeichert sind, sind auch Benchmarking-Funktionen möglich. Das Benchmark erlaubt eine qualitative Beurteilung des eigenen Energieverbrauchs im Vergleich zu anderen, ähnlichen Gebäuden und Liegenschaften. Dazu werden so genannte Vergleichs-kennwerte herangezogen, die von unabhängigen Institutionen regelmäßig auf der Basis vieler Gebäudedaten ermittelt werden", so Symanczik.

Kontakt

VDMA, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.
Lyoner Str. 18
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