TENCEL® feiert 20 Jahre Bestands-Jubiläum

(PresseBox) (Lenzing/Mobile, ) TENCEL® wird 20: 1992 startete die erste Großanlage für Lyocellfasern in Mobile/Alabama (USA). Heute produziert die Lenzing Gruppe an drei Standorten in Österreich, Großbritannien und den USA TENCEL® Fasern. Mit einem Festakt und einem Kundensymposium wurde dieses Jubiläum gefeiert.

Das TENCEL® Werk Mobile war weltweit der erste großindustrielle Produktionsstandort für die neue Lyocellfaser. Sie wurde vom damaligen Lenzing Konkurrenten, der britischen Courtaulds plc., errichtet. Im Zuge der Übernahme der Tencel-Gruppe im Jahr 2004 erwarb Lenzing auch diesen Standort. Er wurde in den vergangenen Jahren technologisch weiter verbessert und die Jahresproduktionskapazität wurde auf aktuell rund 50.000 Tonnen TENCEL® Fasern angehoben. Lenzing produziert TENCEL® Fasern heute an drei Standorten: neben Mobile, Alabama auch am Standort Heiligenkreuz (Österreich) mit 60.000 Tonnen Jahreskapazität sowie in Grimsby (Großbritannien) mit rund 40.000 Tonnen Jahreskapazität. Ein vierter Standort befindet sich in Lenzing (Oberösterreich) in Bau. Die Jahresnennkapazität wird 60.000 Tonnen betragen und das erste TENCEL® Werk der zweiten Technologiegeneration darstellen.

Lenzing Vorstandsvorsitzender Peter Untersperger hob anlässlich des Festaktes die herausragende Bedeutung der TENCEL® Technologie hervor: "TENCEL® war der bisher größte technologische Schritt in der Man-made Cellulosefaserindustrie seit der Erfindung der Viscosefaser vor rund 100 Jahren. Die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre ist erst der Anfang einer Erfolgsgeschichte, die noch viele weitere Jahrzehnte anhalten wird. TENCEL® vereint in idealer Weise die Anforderungen nach wettbewerbsfähigen Produktionskosten gegenüber anderen Fasern mit den Anforderungen einer nachhaltigen und umweltschonenden Produktion. TENCEL® ist eine Break-Through-Technologie und ich bin stolz, dass die Lenzing Gruppe weltweit mit großem Abstand die Nummer eins bei TENCEL® ist."

Die Anfänge: Wettlauf der Giganten
Am Anfang der Entwicklung von Lyocellfasern (die heute von Lenzing ausschließlich unter dem Namen TENCEL® vermarktet werden) stand ein erbitterter Konkurrenzkampf zwischen der Lenzing Gruppe und Courtaulds. Beide Unternehmen forschten um die Wette, um als Erster die vielversprechende neuartige Faser am Markt zu lancieren. Mit dem Start von Mobile im Jahr 1992 lag Courtaulds zwar vorne, doch das erste großindustrielle Lenzing Lyocell-Werk in Heiligenkreuz (Burgenland) befand sich bereits in Vorbereitung. Es ging 1996 erfolgreich in Betrieb. 2004 übernahm Lenzing schließlich die Tencel-Gruppe mit allen Standorten.

Gemeinsam stark
Der Zusammenschluss von Tencel und Lenzing führte zu einer Bündelung der Kräfte. Der gegenseitige Know-how-Austausch und die Zusammenlegung der Forschung und Entwicklung für TENCEL® Fasern brachten schließlich den Durchbruch am Markt für die neue Fasergeneration. Die Breite der Anwendungsmöglichkeiten wurde ausgebaut und das TENCEL® Geschäft entwickelte sich in Folge von den USA über Europa bis Asien sehr dynamisch.

Vielfältige Anwendungen
TENCEL® Fasern werden heute in der Textilindustrie ebenso eingesetzt wie für Nonwovens (nichtgewebte Vliesstoffe). Das Produktionsverfahren ist besonders umweltschonend und zeichnet sich durch so gut wie vollständige Kreislaufführung des Lösungsmittels aus.

Lenzing erschließt weiterhin in Kooperation mit Kunden und Partnern laufend neue Anwendungen. Das optimale Feuchtigkeitsmanagement der TENCEL® Fasern macht diese für den Einsatz in Heimtextilien wie Matratzen, Bettdecken und Bettwäsche aber auch Sport- und Damenoberbekleidung attraktiv. Auch in sensiblen Segmenten wie Kosmetik, Hygiene und Medizin findet man TENCEL®, etwa in Wundauflagen und Babypflegetüchern. Im technischen Segment wird TENCEL® beispielsweise zur Verstärkung von Kunststoffen oder zur Herstellung elektrotechnischer Bauelemente verwendet.

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