Sektor Energy trägt 3,2 Mrd. Euro an Produktivitätssteigerung zu Siemens 2014 bei

(PresseBox) (Erlangen, ) Der Sektor Energy der Siemens AG wird einen erheblichen Beitrag zum Unternehmens- Programm Siemens 2014 leisten und will so im Geschäftsjahr 2014 eine Sektormarge von mindestens 12 Prozent erreichen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte die Marge des Sektors Energy bei 7,8 Prozent gelegen. In den beiden Geschäftsjahren 2013 und 2014 soll sich der Beitrag des Sektors Energy zum Unternehmensprogramm auf insgesamt 3,2 Mrd. Euro belaufen. Der größte Teil umfasst geplante Kosteneinsparungen, beispielsweise im Einkauf und durch Optimierungen in der Fertigung sowie Verbesserungen in der Projektabwicklung. Siemens peilt für das Unternehmensprogramm Siemens 2014 eine Produktivitätssteigerung von insgesamt 6 Mrd. Euro sowie eine Ergebnismarge der Sektoren von mindestens 12 Prozent an.

"Wir sind gut aufgestellt und werden uns in den nächsten beiden Jahren auf unser Kerngeschäft und weitere lukrative Marktsegmente konzentrieren", sagte Michael Süß, CEO des Sektors Energy und Mitglied des Vorstands der Siemens AG. "In vielen Bereichen sind wir bereits Nummer Eins, haben aber den Anspruch, unsere Markt- und Technologieführerschaft weiter auszubauen. Wir werden dabei von der Marktentwicklung profitieren, denn binnen zwanzig Jahren wird sich der Kraftwerkspark weltweit verdoppeln", sagte Süß. Weltweit waren 2011 Kraftwerke mit einer Leistung von knapp 6.000 Gigawatt (GW) installiert. Nach Einschätzung von Siemens werden bis 2030 neue Anlagen zur Stromerzeugung mit einer Gesamtleistung von rund 7.000 GW gebaut werden. Stark wachsen wird dabei die Stromerzeugung mit Gaskraftwerken und aus Windenergie.

Kurzfristig erwartet der Sektor Energy, dass sich die von ihm bedienten Märkte bereits im laufenden und kommenden Geschäftsjahr ein wenig vom Abschwung im Geschäftsjahr 2012 erholen und zu moderatem Wachstum zurückkehren werden. Positive Auswirkungen hat dabei eine allgemein starke Nachfrage in den Schwellenländern, die ihre Energieinfrastruktur weiter ausbauen, und in den Industrienationen, die ihre alternde Infrastruktur modernisieren müssen und Emissionssenkungen geplant haben. Der schwächere Auftragseingang des Geschäftsjahrs 2012 dürfte sich auf die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2013 auswirken. Ausgehend von der erwarteten Verbesserung an den bedienten Märkten sollte der Umsatz im Geschäftsjahr 2014 wieder zulegen.

Der Markt für fossile Stromerzeugung sollte im Geschäftsjahr 2013 das Niveau der vorangegangenen Jahre erreichen. Bei Gaskraftwerken erwartet Siemens in den USA mittelfristig einen attraktiven Markt, wozu das hohe Alter der dort installierten Kraftwerksflotte und die Verfügbarkeit von Erdgas zu niedrigen Preisen beitragen. Der US-Markt für Gaskraftwerke wird in den nächsten fünf Jahren nach Einschätzung von Siemens ein jährliches Wachstum oberhalb von 20 Prozent aufweisen und damit mehr als doppelt so stark zulegen wie der gesamte USStromerzeugungsmarkt. Vor diesem Hintergrund hatte Siemens 350 Mio. USD in den vor einem Jahr eröffneten neuen Gasturbinen-Hub Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina investiert

"Siemens liefert Weltklasse-Gasturbinen, mit denen die derzeit effizientesten Gaskraftwerke gebaut werden können. Wir haben soeben von einem großen US-Energieversorger den Auftrag zur Lieferung von drei weiteren Turbinen der H-Klasse erhalten. Damit haben wir insgesamt 20 Maschinen der neuesten Generation verkauft, knapp die Hälfte davon in die USA. Unser Technologievorsprung beläuft sich bei der H-Klasse auf zwei bis drei Jahre. Wir ruhen uns aber nicht auf unseren Lorbeeren aus, sondern entwickeln die Technologie stetig weiter. Auch bei den Gasturbinen haben wir 250 Millionen Euro an Sparpotenzial allein durch eine weitergehende Standardisierung ermittelt", sagte Süß.

Im Bereich der Windenergie erwartet Siemens, dass bis 2020 rund 500 Gigawatt an neuen Anlagen installiert werden - und damit mehr als doppelt so viel Windleistung, wie aktuell weltweit in Betrieb ist. Siemens treibt die Kostensenkung in der Branche maßgeblich voran, so dass in diesem Jahrzehnt die Onshore-Windenergie zu gleichen Kosten Strom liefern soll wie konventionelle Kraftwerke. Bei Offshore wird dies im folgenden Jahrzehnt erwartet. Für das Geschäftsjahr 2013 sieht Siemens für die Onshore-Windenergiemärkte bei anhaltend starkem Preisdruck kein Wachstum, während die Offshore-Windenergiemärkte ihre Wachstumsdynamik nach der schwachen Nachfrage des Vorjahres zurückgewinnen sollten.

Von der positiven Entwicklung im Kraftwerksbereich wird auch der Markt für Stromnetze langfristig profitieren. Auch in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 dürften die Energieübertragungsmärkte moderat wachsen, wobei das Umfeld infolge von Überkapazitäten und aufgrund von hohem Preisdruck in einigen Segmenten herausfordernd ist. Der Fokus der Division Power Transmission liegt auf der Rückkehr zur Profitabilität. Bis 2015 plant die Division Kosteneinsparungen von 30 Prozent, um dann wieder eine operative Marge von 8 Prozent zu erreichen.

Die Division Oil & Gas sieht Geschäftspotenzial insbesondere infolge des Branchentrends zu Effizienzsteigerungen bei Förderung, Transport und Bearbeitung fossiler Energieträger. Aufgrund des hohen Ölpreises rücken zudem unkonventionelle Lagerstätten sowie Tiefseefelder stärker in den Fokus. Die Division entwickelt derzeit Stromversorgungslösungen auf dem Meeresboden zur Marktreife und hat sich in diesem Bereich bereits mit einigen Akquisitionen gestärkt. Eine Stromversorgung auf dem Meeresboden ist die Voraussetzung für die Verarbeitung von Öl und Gas in Tiefen von bis zu 3.000 Metern.

Das langfristig ausgelegte Servicegeschäft stellt weiterhin ein sehr starkes Standbein für den Sektor Energy dar und trägt maßgeblich zu einer stabilen Entwicklung auch bei kurzfristigen Marktrückgängen dar. Von 2008 bis 2012 wuchs der Serviceumsatz jährlich um 9 Prozent. Als starke Treiber zeigen sich hier vor allem das Servicegeschäft für Gaskraftwerke und Windturbinen.

Der Sektor Energy der Siemens AG präsentiert heute seine Geschäftsstrategie im Rahmen des Energy Capital Market Day an seinem Standort in Charlotte, USA. Die Präsentationen sind auf der Webseite von Siemens abrufbar; zudem werden die Vorträge sowie die Frage- und Antwortrunde ab 14.00 Uhr MEZ (8.00 Uhr EST) als Webcast übertragen: www.siemens.com/cmd

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