Deutsches Handwerk ist in Belgien gefragt

HwK Koblenz: Wirtschaftsreise zeigt Marktchancen in Belgien
(PresseBox) (Koblenz, ) Für deutsche Handwerker ist der belgische Bausektor sehr lukrativ: 73 Prozent der Bevölkerung leben in der eigenen Wohnimmobilie, jede dritte Wohnung ist älter als 60 Jahre und das verfügbare Einkommen der Belgier in den Regionen Flandern und Brüssel zählt zu den höchsten in der gesamten EU. Somit kommt der Sanierung des Gebäudebestands eine besondere Bedeutung zu. Gerade die im Großraum Brüssel lebenden finanzkräftigen Mitarbeiter der EU-Institutionen und Lobbyverbände fragen handwerklich hochwertige Qualität nach und deutsche Handwerker genießen einen ausgezeichneten Ruf in Belgien.

Eine von der Handwerkskammer (HwK) Koblenz organisierte Wirtschaftsreise vom 20. bis 22. Februar 2013 nach Brüssel bietet Unternehmen die Gelegenheit, sich vor Ort einen Eindruck über die Marktchancen im Nachbarland zu verschaffen. Die vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium geförderte dreitägige Unternehmerreise führt Handwerker aus dem Baubereich gezielt und kostengünstig mit Geschäftspartnern und Kunden zusammen. Kernstück der Reise ist die Teilnahme an einer Kooperationsbörse. Hier besteht die Möglichkeit zu Gesprächen mit potenziellen belgischen Geschäftspartnern, die individuell ausgewählt werden. Eine geführte Baustellenbesichtigung in Brüssel mit fachkundiger Bauleitung erläutert die Praxis vor Ort. Ein gemeinsamer Besuch der größten belgischen Baumesse "Batibouw" rundet die Reise ab.

Wachstumsmarkt Belgien Die größten Auftragspotenziale bieten die genehmigungsfreien Renovierungsarbeiten. Zahlreiche staatliche und regionale Förderprogramme, Investitionszuschüsse sowie zinsgünstige Darlehen und die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten bewirken zusammen mit den steigenden Heizkosten, dass die Nachfrage nach Renovierungsarbeiten besonders im Energieeffizienzbereich stark ansteigt. Auch der Beschluss der Regierung, im Rahmen des föderalen Konjunkturprogramms für Renovierungsarbeiten die Mehrwertsteuer von 21 auf 6 Prozent zu senken, fördert diesen Trend. Außerdem sind belgische Gebäude größtenteils renovierungsbedürftig. Nur 19 Prozent der Häuser wurden nach 1990 gebaut. Insbesondere die Bauten aus der Zeit vor 1985 haben einen hohen Renovierungsbedarf, da sie die EU-Richtlinien für energieeffiziente Gebäude nicht erfüllen. Im Gegensatz zu Deutschland wird das prognostizierte Bevölkerungswachstum in den kommenden 40 Jahren den Wohnungsbau langfristig ankurbeln. Die Region Brüssel-Hauptstadt wird sich mit 35 Prozent ihrer Bevölkerung am stärksten ausdehnen, gefolgt von den Regionen Wallonien und Flandern.

Da gerade deutsche Handwerker einen deutlichen Wissensvorsprung im Bereich des energieeffizienten Bauens vorweisen können, besitzt "Made in Germany" in Belgien einen guten Ruf. Architekten und Bauunternehmen arbeiten deshalb gerne mit deutschen Handwerkern zusammen.

Bis zum 11. Januar 2013 können sich Unternehmen aus dem Bau- und Ausbaubereich zur Unternehmerreise nach Brüssel anmelden.

Informationen zur Wirtschaftsreise nach Brüssel bei der HwK-Außenwirtschaftsberatung,
Tel. 0261/ 398-249, Fax -994, export@hwk-koblenz.de,
Anmeldeflyer unter www.hwk-koblenz.de/...

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Handwerkskammer Koblenz
Friedrich-Ebert-Ring 33
D-56068 Koblenz
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