Erste KBA Rapida 106 für Japan geht zu Taisei nach Tokio

Erfreulicher Start der neuen Vertriebstochter KBA Japan Co. Ltd.
(PresseBox) (Würzburg, ) Auch in Japan verstärkt die Koenig & Bauer AG (KBA) mit der neuen Tochtergesellschaft KBA Japan Company Ltd. in Tokio ihre Vertriebs- und Serviceaktivitäten. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft ist Kenneth Hansen.

Er ist seit über 35 Jahren in verschiedenen asiatischen Ländern im Druckmaschinenvertrieb tätig und war vor seinem Wechsel zu KBA acht Jahre als CEO von manroland Nordostasien für die Märkte Korea und Japan verantwortlich. In der zweiten Dezemberwoche kam er mit einer Delegation japanischer Fachjournalisten und Verbandsvertreter nach Deutschland, um die KBA-Gruppe und ihr breites Produktspektrum für verschiedenste Printmärkte näher vorzustellen und bei dieser Gelegenheit auch gleich den ersten Auftrag der jungen Gesellschaft bekannt zu geben. Neben dem für Rollendruckmaschinen zuständigen KBA-Stammwerk in Würzburg und dem Bogenoffsetstandort im sächsischen Radebeul standen die UV-Spezialisten von KBA-MePrint in Veitshöchheim und die Blechdruck-Tochter KBA-MetalPrint in Stuttgart auf dem Besuchsprogramm.

KBA punktet mit dem Rüstzeitweltmeister

Die KBA-Neuaufstellung im bedeutenden japanischen Markt trägt bereits Früchte. Taisei Co. Ltd., ein renommierter Verpackungsdrucker in Tokio, erhält nach dem Jahreswechsel die erste hoch automatisierte Mittelformat-Bogenoffsetmaschine Rapida 106 mit acht Druckwerken, Folien- und Kartonagenpaket sowie Ausstattung für den UV-Mischbetrieb. Das Management von Taisei unter der Führung von Präsident Yoshiro Ohno kam am 12. Dezember eigens aus dem fernen Japan ins KBA-Werk Radebeul, um die Rapida 106 vor der Verschiffung drucktechnisch abzunehmen. Taisei produziert Leuchtkarten für die Automatenindustrie (z. B. Zigaretten- und Getränkeautomaten). Dabei wird auf Klarsichtfolien (Polyethylen) mit Stärken zwischen 0,2 und 0,4 mm gedruckt. Bisher waren bei Taisei Maschinen eines anderen deutschen Herstellers im Einsatz.

Die Anlage verfügt über einige Alleinstellungsmerkmale für extrem kurze Rüstzeiten, mit denen KBA neben der hohen Fortdruckgeschwindigkeit, der enormen Bedruckstoffflexibilität und seiner besonderen Kompetenz bei der Inline-Veredelung am wettbewerbsintensiven japanischen Bogenoffsetmarkt punkten kann. Zum Ausstattungspaket der Rapida für Taisei gehören u. a. die ziehmarkenfreie Anlage DriveTronic SIS, DriveTronic SPC-Einzelantriebstechnik für den simultanen Druckplattenwechsel, Plate Ident für Plattenerkennung und automatisches Vorregister, CleanTronic UV-Wascheinrichtungen und das Emission Extraction System an der Auslage. Die für den Kartonagen- und Foliendruck sowie UV-Mischbetrieb konfigurierte Acht-werke-Maschine erhält drei UV-Zwischentrockner, die an unterschiedlichen Wechselpositionen eingesetzt werden können. Der ErgoTronic-Leitstand verfügt über umfangreiche Messtechnik für die Qualitätsüberwachung: ErgoTronic Color Control (automatische Farbdichtemessung), ErgoTronic Lab (Farbmessung und Steuerung nach Lab-Werten), ErgoTronic Quality Pass (Erzeugung von Farbmessprotokollen), Instrument Flight (Graubalance-Steuerung nach System Brunner). Über LogoTronic erfolgt die Übernahme von Voreinstelldaten aus der Druckvorstufe und die Betriebsdatenerfassung.

Differenzierung mit Hightech in wettbewerbsintensivem Markt

Nach der geplanten Inbetriebnahme Ende März 2013 steht Taisei eine besonders leistungsstarke Bogenoffsetmaschine für den Verpackungs- und Foliendruck zur Verfügung. KBA geht davon aus, dass die Erstinstallation eine starke Ausstrahlung auf den technisch sehr anspruchsvollen japanischen Markt haben wird, der dem ältesten Druckmaschinenhersteller der Welt noch einiges an Potenzial bietet. Mit bis zu 20.000 Bogen/h im Schöndruck und bis zu 18.000 Bogen/h im SW-Druck sowie extrem schnellen Jobwechseln ist die KBA Rapida 106 die derzeit leistungsstärkste Mittelformatmaschine (max. Bogenformat 74 x 106 cm) auf dem Weltmarkt. Mit ihr kann sich KBA gegenüber japanischen Mitbewerbern bei besonderen Ansprüchen im oberen Marktsegment differenzieren und Anwender gewinnen, die sich bewusst vom Mainstream abheben und besonders wirtschaftlich, flexibel und nachhaltig produzieren wollen.

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