Weihnachtlicher Lichterglanz

Weihnachtszeit ist Lichterzeit, aber nur die Lichter sollten brennen
(PresseBox) (Stuttgart, ) Gegenwärtig gibt es wohl kaum jemanden, der sich nicht über den weihnachtlichen Lichterglanz freut. Aber wahrscheinlich haben die Wenigsten daran gedacht, was es bedeutet, dass das alles auch sicher ist.

Deutsche Haushalte verbrauchen während der Advents- und Weihnachtszeit rund 500 Millionen Kilowattstunden mehr Strom. Diese Strommenge würde ausreichen, um rund 140.000 Haushalte ein Jahr lang komplett mit Strom zu versorgen, so eine Berechnung des Instituts für Energiedienstleistungen (ifed). Durch den Einsatz von Lichterketten mit Leuchtdioden ließe sich der Stromverbrauch in der Advents- und Weihnachtszeit um bis zu 90 Prozent senken - bei gleicher Leuchtkraft.

Oft kosten die Lichterketten weniger als der Strom, den sie über die Saison verbrauchen. Solch vermeintliche Schnäppchen können sich jedoch im wahrsten Sinne des Wortes als "brandgefährlich" entpuppen. Aus der Produktmängelstatistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht hervor, dass die am häufigsten festgestellten Risiken von heißen Bauteilen und von freiliegenden Drähten ausgehen. An der Weihnachtsbeleuchtung sollte deshalb ein CE-Zeichen oder besser noch ein von einer vertrauenswürdigen Prüfstelle herausgegebenes GS-Zeichen vorhanden sein. Im Zweifelsfall empfiehlt der Fachverband einen qualifizierten Innungsfachbetrieb zu Rate zu ziehen. Dieser steht auch ggf. für die Beschaffung qualitätsgerechter Materialien zur Verfügung.

"Beim Kauf von Weihnachtsbeleuchtung aller Art gilt: Qualität vor Preis!", so Wolfgang Schmitt, stellvertretender Landesinnungsmeister und Ressortleiter Elektrotechnik im Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg.

Auch auf den Weihnachtsmärkten verbreiten LED-Lichterketten adventlichem Lichterglanz und eine besinnliche Stimmung. Mit diesen Lampen könnten bundesweit bei der jährlichen Weihnachtsbeleuchtung in den Großstädten rund acht Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden, wie das ifed ausgerechnet hat.

Neben den unzähligen Lämpchen werden auf Weihnachtsmärkten aber auch eine größere Anzahl Grills, Kochplatten und Heizstrahler in Betrieb genommen. Große Stromverteiler müssen dafür sorgen, dass jeder Stand problemlos und vor allem sicher mit Strom versorgt werden kann. Zur Verdeutlichung: Statistiker haben errechnet, dass mit dem Strom, den ein Stand auf dem Weihnachtsmarkt verbraucht, 15.000 Mal die Waschmaschine bei 60 Grad laufen könnte.

Zum normgerechten Aufbau von Elektroanlagen auf Weihnachtsmärkten gehört neben Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag auch der Schutz von Kabel und Leitungsanlagen vor mechanischen Beschädigungen besonders in der Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen. Ebenso muss eine ausreichende Anzahl an Steckdosen montiert werden, um den Anforderungen des Benutzers gerecht zu werden und die oft gewagte und gefährliche Kaskadierung von Mehrfachsteckerleisten zu vermeiden. Für den Brandschutz müssen Betriebsmittel mit hoher Oberflächentemperatur, wie z.B. Scheinwerfer, Projektions- und Heizgeräte, angemessen überwacht und in ausreichendem Abstand zu brennbaren Stoffen montiert sein. Das alles zu berücksichtigen erfordert Wissen und Können eines Fachmanns. Auch hier die Empfehlung des Fachverbands, einen qualifizierten Innungsfachbetrieb zu Rate zu ziehen.

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