WACKER eröffnet neue China-Zentrale in Shanghai

(PresseBox) (Shanghai, ) .
- VORSTANDSCHEF STAUDIGL BETONT DIE BEDEUTUNG CHINAS ALS STRATEGISCHER WACHSTUMSMARKT UND ERTEILT EINFUHRZÖLLEN FÜR SOLARPRODUKTE EINE ABSAGE
- WACKER ERWIRTSCHAFTET IN CHINA MIT 1 MRD. € RUND EIN FÜNFTEL SEINES KONZERNUMSATZES
- WACKER FESTIGT MIT NEUEN LABORS FÜR FORSCHUNG, ENTWICKLUNG UND ANWENDUNGSTECHNIK SEINE POSITION ALS FÜHRENDER ANBIETER VON SILICON- UND POLYMERPRODUKTEN IN CHINA

Die Wacker Chemie AG hat heute in Shanghai ihre neue Unternehmenszentrale für die Region Greater China (China und Taiwan) offiziell eröffnet. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Wirtschaft und Verwaltung übergaben der Vorstands-vorsitzende des Münchner Chemiekonzerns Rudolf Staudigl und Vorstandsmitglied Wilhelm Sittenthaler die Zentrale offiziell ihrer Bestimmung. Das neue Shanghai Center mit einer Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern umfasst neben den Büros für Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen auch zahlreiche Labors für Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik. Ausgestattet mit modernsten Geräten passen Experten von WACKER Silicon- und Polymerprodukte an die spezifischen Anforderungen ihrer chinesi-schen Kunden an. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten reicht von Bauanwendungen - beispielsweise Trockenmörtel und Wärme-dämmverbundsysteme - über Farben und Beschichtungen bis hin zu Produkten für die Automobil-, Kosmetik- und Textilindustrie. Der Münchner Chemiekonzern will mit den neuen Forschungs- und Testlabors in Zusammenarbeit mit seinen Kunden seine Markt-position in China als Technologieführer für hochwertige Silicon- und Polymerprodukte weiter ausbauen.

Vorstandschef Staudigl betonte am Freitag vor Journalisten in Shang-hai die strategische Bedeutung, die China als Wachstumsmarkt für WACKER besitzt: "Die Region Greater China hat sich zu unserem wichtigsten Einzelmarkt entwickelt. China ist der größte Chemiemarkt der Welt. Wir erwarten, dass die Nachfrage unserer chinesischen Kunden nach hochwertigen Chemieprodukten in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird." WACKER hatte in China und Taiwan im vergangenen Jahr mit rund 900 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,03 Mrd. €. Das ist etwa ein Fünftel des Konzernumsatzes.

Mit Blick auf die laufenden Untersuchungen in den USA, Europa und China zur Einführung von Straf- und Schutzzöllen für Solarprodukte bekräftigte Staudigl seine Ablehnung von Handelsschranken. "Wir haben uns frühzeitig gegen protektionistische Maßnahmen jedweder Art ausgesprochen, weil es bei einem Handelskrieg nur Verlierer geben wird", sagte er. "Der globale Siegeszug der Photovoltaik ist die Folge günstiger Preise. Wenn Geld für Strafzölle ausgegeben werden muss, fehlt es für Forschung und Innovationen. Die Photovoltaik wür-de damit künstlich verteuert und das würde die weltweite Energie-wende bremsen. WACKER wird sich weiter nach Kräften dafür ein-setzen, dass bestehende Differenzen auf dem Verhandlungsweg ausgeräumt werden, so wie es die deutsche Bundeskanzlerin in Peking kürzlich vorgetragen hat."

WACKER ist bereits seit 20 Jahren mit einer eigenen Niederlassung in Greater China vertreten und hat in den letzten Jahren seine Aktivi-täten in der Region stark ausgebaut. Bislang summieren sich die In-vestitionen des Unternehmens in China auf rund 400 Mio. €. In den kommenden vier Jahren wird das Gesamtinvestitionsvolumen voraus-sichtlich auf über 600 Mio. € steigen. WACKER verfügt in China über acht Vertriebsbüros in den wichtigsten Wirtschaftsregionen des Lan-des, über zwei technische Zentren sowie über vier Produktionsstand-orte. An den Standorten Zhangjiagang und Nanjing stellt WACKER Silicone, Dispersionen und Dispersionspulver her. Die Anlagen sind die größten ihrer Art in China. Um die stark wachsende Nachfrage seiner Kunden zu bedienen, verdoppelt das Unternehmen gegen-wärtig in Nanjing seine Produktionskapazitäten für Dispersionen auf 120.000 Jahrestonnen. Die zusätzlichen Mengen sollen vorrangig für Farben, Beschichtungen und Klebstoffe eingesetzt werden. Darüber hinaus errichtet WACKER im Werk Nanjing eine neue Anlage zur Herstellung von Polyvinylacetat-Festharzen mit einer Jahreskapazität von 20.000 Tonnen. Beide Anlagen sollen bereits im kommenden Jahr in Betrieb gehen.

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