TUM-Absolventin erhält Thurn und Taxis Förderpreis 2012

Förderung junger Forstwissenschaftler
(PresseBox) (München, ) Zusammen mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hat die Technische Universität München (TUM) am 13. Dezember 2012 den Thurn und Taxis Förderpreis für die Forstwissenschaft verliehen. Seit 1978 wird der mit 6.000 Euro dotierte Preis an herausragende junge Wissenschaftler vergeben. In diesem Jahr ehrte der Stiftungsrat, dem unter anderem TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann und der TUM-Dekan der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement Prof. Michael Weber angehören, zwei junge Forscher für ihre herausragenden Doktorarbeiten: Dr. Verena Griess/TU München und Dr. Patrick Pyttel/Universität Freiburg.

Dr. Verena Griess hat den Preis für ihre an der TUM entstandene Arbeit "Zur Überlebenswahrscheinlichkeit der Fichte in Mischbeständen: Ansätze zur Verbesserung der bioökonomischen Modellierung von Waldbeständen" erhalten. Im Rahmen ihrer am Fachgebiet für Waldinventur und nachhaltige Nutzung der TU München angefertigten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Dissertation ist ihr nach Ansicht der Jury ein echter Durchbruch gelungen: "Sie hat mit ihrer Dissertation eine ausgezeichnete Arbeit vorgelegt, die unter anderem durch eine vorbildliche Konzeption sowie durch eine nach Qualität, Quantität und Selbstständigkeit herausragende Publikationstätigkeit besticht. Durch einen breit angelegten Forschungsansatz konnte sie - in dieser Art erstmals - differenzierte und biologisch sehr plausible Überlebenswahrscheinlichkeiten in die ökonomische Modellierung von Mischbeständen einbeziehen'" so die Begründung des Stiftungsrates. Frau Griess hat mit ihrer Arbeit für die forstliche Praxis eine interessante und umsetzbare Möglichkeit aufgezeigt, Ökologie und Ökonomie miteinander zu verbinden.

Dr. Patrick Pyttel wird für seine an der Universität Freiburg angefertigte Dissertation "Aspekte einer nachhaltigen Bewirtschaftung durchgewachsener Niederwälder" ausgezeichnet. Er hat darin wesentliche Aspekte der Bewirtschaftung von durchgewachsenen Niederwäldern untersucht, die für eine Wiederaufnahme dieser traditionellen Waldbewirtschaftungsform von großer Bedeutung sind. Er konnte unter anderem zeigen, dass eine intensive Biomassenutzung der Stockausschlagwälder auf den meisten Standorten, auf denen diese Wälder stocken, im Hinblick auf den Nährstoffhaushalt nicht nachhaltig ist. "Mit dieser Arbeit hat Herr Dr. Pyttel grundlegendes Wissen und wertvolle Impulse für die waldbauliche Behandlung von Stockausschlagwäldern bereit gestellt'" so die Begründung der Jury.

Über den Thurn und Taxis Förderpreis für die Forstwissenschaft:

Mit dem 1978 gestifteten Thurn und Taxis Förderpreis für die Forstwissenschaft sollen nach dem Willen des Stifters, S.D. Johannes Fürst von Thurn und Taxis, junge Akademiker dieses Fachbereichs ausgezeichnet werden, die sich durch hervorragende Leistungen während des Studiums und danach hervorgetan haben. Jedes Jahr ehrt der Stiftungsrat einen außergewöhnlichen Nachwuchswissenschaftler, der an einer der deutschsprachigen forstwissenschaftlichen Fakultäten und Forschungsanstalten arbeitet. Dazu zählen neben der TU München auch die Universitäten Freiburg und Göttingen, die TU Dresden, die Universität für Bodenkultur Wien sowie die forstlichen Landes- und Bundesforschungsanstalten.

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