WiGeDok: Mehr als 1500 Archivbestände erfasst

(PresseBox) (Emden, ) Mehr als 1500 Archivbestände hat das Projekt "Wirtschaftsgeschichtliche Dokumentation" (WiGeDok) zum Abschluss seiner Projektzeit erfasst. "Das ist ein beeindruckendes Ergebnis", zog der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK), Dr. Torsten Slink sehr zufrieden Bilanz. Die Historiker des grenzübergreifenden deutsch-niederländischen Gemeinschaftsprojekts hatten zwei Jahre lang die Fundorte historischer Unternehmensakten aus beiden Regionen ausfindig gemacht und in einem gemeinsamen Online-Findbuch zusammengetragen. Dabei wurden auf deutscher Seite Daten von mehr als 600 Unternehmen, Verbänden, Kammern und Institutionen erfasst und auf der Internetseite vermerkt. "Mit WiGeDok ist ein Findmittel entstanden, mit dem Schüler, Studenten und Geschichtsinteressierte bis dato kaum erschlossene Quellen zur Wirtschaftsgeschichte ausfindig machen können", sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostfriesland, Peter-Ulrich Kromminga.

Neben Unternehmensakten, Dokumenten und Fotos so bekannter lokaler Größen wie AG Reederei Norden-Frisia, der Doornkaat AG, der Weingroßhandlung Wolff in Leer oder des Holzimporteurs Garrels in Leer sind auch Akten aus dem Staatsarchiv gesichtet worden, die mit Hinblick auf die wirtschaftshistorische Entwicklung Ostfrieslands bedeutsam sind. "Besonders zu erwähnen sind hier die Akten der Eisenbahn im Staatsarchiv Aurich und im Stadtarchiv Leer", sagt der Projektleiter auf deutscher Seite, Dr. Holger Czapski.

Die Internetseite umfasst acht Hauptseiten und mehr als 600 verschiedene Unterseiten, auf denen die relevanten Archivbestände von Unternehmen, Verbänden, Kammern und Institutionen nach Branchen sowie Ämtern und Behörden unterteilt aufgezeigt werden. Die Besucher der Internetseite können alle Archivbestände und Quellen zur regionalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte finden, die im Rahmen des Projekts auffindbar oder identifizierbar waren. Eine Karte, die mit Hilfe von Google-Maps implementiert wurde, zeigt die ehemaligen oder aktuellen Standorte der Wirtschaftseinheiten.

"Mit der Webseite wird es nun möglich sein, eine moderne Wirtschaftsgeschichte Ostfriesland zu schreiben. Für Forscher bietet das Findbuch viele Ansätze", so Czapski.

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IHK- Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg
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