IHK Potsdam: Bisher unbefriedigende Wirtschaftsentwicklung

(PresseBox) (Potsdam/Brandenburg an der Havel, ) "Die Wirtschaftsentwicklung der Stadt Brandenburg an der Havel ist unbefriedigend." Das sagte René Kohl, Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam, aus Anlass der Auftragsvergabe zur "Entwicklung und Stärkung der Wirtschaftsregion Westbrandenburg", die am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. "Der Zuschlag an ein Hamburger Beratungsunternehmen ohne regionalen Bezug ist für uns nicht nachvollziehbar", sagte Kohl.

"Wir haben größte Erwartungen, dass die neuen Hamburger Berater die Kompetenz haben, die Potenziale der Region zu heben und zu entwickeln, um das Westhavelland mit der Stadt Brandenburg an der Havel spürbar voran zu bringen. Dabei werden wir darauf achten, dass keine parallele Arbeit geleistet wird, sondern dass man dort aktiv wird, wo tatsächlich Nachholbedarf besteht", so René Kohl. Dazu gehört auch, die Chancen der Bundesgartenschau 2015 für die regionale Wirtschaft zu nutzen.

Die Sorge, dass die Stadt Brandenburg an der Havel weiter hinter der positiven Entwicklung des Landes Brandenburg zurück bleibt, ist begründet: Der prognostizierte Rückgang der Einwohnerzahl um fast ein Drittel bis zum Jahr 2030, der Zusammenbruch der Exportquote (0,6 Prozent), im Kammerbezirk der vorletzte Platz beim Bruttoinlandsprodukt hinter Potsdam, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Havelland und Ost-Prignitz-Ruppin - das sind Fakten, die man nicht mehr schön reden kann, sagte er. "In den Wachstumskern", so Kohl, "wurden überdurchschnittlich viel öffentliches Geld und private Investitionen gepumpt." Da muss sich die Stadt Brandenburg an der Havel künftig vermehrt auf die eigenen Kräfte besinnen, anstelle wiederholt auf fremde finanzielle Hilfe zu setzen.

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