77% der Stadtwerke im Osten an Kooperationen im Messwesen interessiert

Ergebnisse einer Marktbefragung von ZAB und umetriq auf regioENERGIENETZwerk vorgestellt
Logo regioENERGIENETZwerk (PresseBox) (Berlin, ) Laut einer Marktbefragung der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH und umetriq Metering Services GmbH können sich 77% der Stadtwerke in den östlichen Bundesländern vorstellen, Leistungen oder Teilleistungen im Messwesen gemeinsam mit anderen Stadtwerken zu erbringen. 68% halten auch die Kooperation mit einem Dienstleister für den Messstellenbetrieb und Messdienstleistungen für eine Option.

Anfang Dezember wurden auf der Auftaktveranstaltung für das regioENERGIENETZwerk in Berlin, die Ergebnisse einer Befragung unter Stadtwerken in den östlichen Bundesländern vorgestellt und mit den anwesenden Experten und Vertretern der Stadtwerke diskutiert. Die Befragung der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH und umetriq Metering Services GmbH wurde zwischen August und November 2012 von der LBD Beratungsgesellschaft mbH durchgeführt. Ziel der Befragung war, eine Übersicht zum Umsetzungstand und Akzeptanz von Smart Metering, Smart Grid und Smart Market zu gewinnen, sowie Handlungsbedarfe und -optionen zu identifizieren.

„Kooperationen im Messwesen werden für fast alle Stadtwerke in Zukunft unverzichtbar sein.“ so Frank Elstermann, Geschäftsführer der umetriq Metering Services GmbH. „Die hohen technischen Anforderungen an das intelligente Messwesen erfordern entsprechend komplexe IT-Systeme. Effiziente und wettbewerbsfähige Stückkosten lassen sich hier nur mit Skaleneffekten durch die Bündelung möglichst vieler Zählpunkte auf einem System realisieren.“

Neben dem Interesse an Kooperationen im Messwesen lieferte die Befragung auch weitere Erkenntnisse zum Meinungsbild der Stadtwerke. Die größten Hemmnisse für den Smart-Metering-Markt werden derzeit in den hohen Kosten und dem unklaren Nutzen der Messsysteme gesehen. Zudem behindern die fehlende Verfügbarkeit standardisierter Technologie und fehlende Vorgaben seitens der Regulierung das Ingangsetzen des Smart-Metering-Marktes. Als größte Herausforderung bei der Integration von Smart-Metering-Systemen sehen die befragten Stadtwerke zu 73% die Erstellung eines wirtschaftlichen Geschäftsmodells, gefolgt von der Integration der neuen Aufgaben und Prozesse (55%) und der Bereitstellung einer ausreichenden IT-Unterstützung (50%).

Das Fehlen wirtschaftlicher Geschäftsmodelle unterstreicht auch die LBD Beratungsgesellschaft in der Präsentation der Ergebnisse der Marktbefragung. Es wird davon ausgegangen, dass die Kosten für den Einbau und den Betrieb für Messsysteme mit Schutzprofil zumindest anfänglich die Erlöse erheblich übersteigen. Derzeit wird von einer Ergebnislücke von 50 – 125 EUR je Messsystem und Jahr ausgegangen. Zur Minimierung der Ergebnislücke müssen neben vertrieblichen Deckungsbeiträgen auch alle weiteren Wertschöpfungsstufen (z.B. Netzbetrieb und Erzeugung) mit einbezogen werden.

Diese Herausforderungen und den Kooperationsgedanken greift die Initiative regioENERGIENETZwerk der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH und der VKU Landesgruppe Berlin-Brandenburg auf. Das mitgliedsfreie und länderübergreifende Netzwerk für Stadtwerke in den östlichen Bundesländern traf sich am 4.Dezember 2012 in Berlin zu seiner Auftaktveranstaltung. Rund 50 Teilnehmer von Stadtwerken und Fachunternehmen diskutierten über die Bewältigung der Herausforderungen im Bereich Smart Grids und Smart Metering.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Marktbefragung und zum regioENERGIENETZwerk sowie die Präsentationsunterlagen der Marktbefragungsergebnisse erhalten Sie bei der umetriq Metering Services GmbH (www.umetriq.com).

Kontakt

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Frankfurter Allee 73c
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Martin Böhle
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Leiter Vertrieb und Marketing
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