Korrosionsschutz an Fahrbahnübergängen

Maurer Söhne präsentiert Lösungen für ein vermeidbares Problem
(PresseBox) (München, ) Das Problem macht Ärger und es kostet Geld: Korrosionsschäden an Fahrbahnübergängen, die zum Teil bereits sichtbar sind, bevor überhaupt der reguläre Verkehr über die Brücke rollt. Maurer Söhne geht nun mit zwei Lösungen in die Offensive: Edelstahl oder Randprofilschutz. "Wir haben mehrjährige Erfahrung damit. Es liegt an den Bauherrn und Betreibern, diese Qualität auch einzufordern", erklärt Dipl.-Ing. Rolf Kiy, bei Maurer Söhne verantwortlich für die Arbeitsgruppe Korrosionsschutz.

In Deutschland sind rund 5.000 km Übergangskonstruktionen (Üko) im Einsatz. Die Anschaffungskosten betragen ca. 1% der gesamten Brückenbaukosten. Bei einer Prüfung von über 2.000 Brücken stellte die Autobahndirektion Südbayern fest, dass weniger als 5 % der festgestellten Schäden an Lagern und Ükos entstehen. Allerdings: Der überwiegende Teil dieser Schäden ist Korrosion im oberen Bereich der Ükos.

Praktiker stellen mehrere Hauptursachen für die Korrosionsschäden fest:

- Ungeschütztes Überfahren der Ükos in der Bauphase oder bei Asphalterneuerungen
- Beschädigung des Korrosionsschutzes beim Bewehren der Brückenkappen durch aufgelegte und übergezogene Baustahlstangen
- Freischneiden der Vergussfuge nach dem Einbetonieren und Asphaltieren
- Schmutz, der "schmirgelnd" wirkt

Maurer Söhne verfolgt das Ziel, das Bewusstsein für diese Schadensproblematik zu heben und präventiv zu handeln. Dafür bieten sich zwei Lösungswege an:

- Hybridprofile mit Edelstahlkopf
- Maurer Randprofilschutz bei der Kappenbetonage, verbunden mit einem bauseits hergestellten Schutz während der Bauphase

Hybrid: Oben in Edelstahl

Das Prinzip der Hybridprofile ist einfach: Der obere Teil der Konstruktion wird aus Edelstahl hergestellt, der Teil unterhalb der Dichtprofile aus herkömmlichem Stahl. Edelstahl ist dauerhaft resistent gegen Korrosion. Die Hybridbauweise wird gewählt, da der herkömmliche Stahl unten eine optimale Schweißverbindung mit der im Bauwerk einbetonierten Verankerung garantiert.

Selbstredend ist die Schweißnaht zwischen den beiden Stahlarten gerechnet, in Langzeitversuchen getestet und regelgeprüft. Der Elektrolyt wird mit einer seitlichen Beschichtung fern gehalten, um Spaltkorrosion zu verhindern. Das Hybridprofil kann zudem mit Rauten oder in Wellenform lärmgemindert ausgeführt werden.

Praxistest bereits bestanden

Die ersten Hybridfugen wurden 2006 im Zuständigkeitsbereich des staatlichen Bauamts Ansbach von Maurer Söhne eingebaut und sehr genau beobachtet. Nach über fünf Jahren Einsatzzeit ist der Zustand wie neu. Damit hat sich die Hybridfuge im Praxistest bewährt.

Korrosionssicher einbauen

Der zweite Ansatz in Richtung Korrosionsschutz zielt auf die Einbausituation. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Üko während der Bauphase oder bei Asphalterneuerung geschützt wird, insbesondere bei Überfahrungen mit Baustellenfahrzeugen.

Bei einer Üko schließt an den äußeren Flanken eine Vergussfuge an. Diese Fuge muss beim Einbau im Asphalt der Fahrbahn und im Beton der Kappen frei gelassen oder nachträglich frei gemacht werden. Das nachträgliche Freischneiden beschädigt aber nahezu immer den Korrosionsschutz an den äußeren Flanken.

Randprofilschutz hält Fuge im Kappenbereich frei

Maurer Söhne bietet eine Lösung für dieses Problem: den Randprofilschutz. Er besteht aus einer speziellen Kunststoffkappe, die auf die Randprofile der Üko geklemmt wird. Wie eine Schalung hält er die Vergussfuge in genau der vorgegebenen Dicke frei. Nach dem Betonieren wird der Schutz entfernt: Die Vergussfuge ist frei, der Korrosionsschutz intakt.

An dieser Stelle soll aber darauf hingewiesen werden, dass die Verantwortung für den Schutz der Üko-Beschichtung während der Bauphase bei den Bauunternehmen liegt und von der Bauüberwachung eingefordert werden muss. Die erforderlichen Schutzabdeckungen während der Bauphase werden in der Regel bauseits aus Folie und/oder Holz hergestellt.

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