November 2012: Positive IT-/TK-Investitionsaussichten

IT-Mittelstandsindex
(PresseBox) (Kassel, ) Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40% zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publizieren Fujitsu und techconsult den IT-Mittelstandsindex bereits seit vielen Jahren. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Zum Jahresende scheint sich die wirtschaftliche Entwicklung der mittelständischen Unternehmen etwas einzutrüben. Im November haben sich sowohl die Wirtschaftslage als auch die Perspektiven gegenüber dem Vormonat verschlechtert. Auch der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) zeigte sich nicht mehr so robust und gab gegenüber Oktober etwas nach. Dennoch bleiben die Erwartungen zum Jahreswechsel konstant auf hohem Niveau. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen setzt wohl zum Jahresende noch IT-Budgets frei und signalisiert steigende Ausgaben für Informationstechnologie.

Im November ließ die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung erneut etwas nach. Der Index der realisierten Umsätze ging gegenüber Oktober zwei Zähler zurück und liegt bei 112 Punkten. Firmen mit gestiegenen Umsätzen waren somit nicht mehr so stark in der Überzahl wie im Vormonat. Auch die wirtschaftlichen Erwartungen an die kommenden drei Monate sind verhalten und haben sich gegenüber dem Vormonat eingetrübt: Der Erwartungsindex gab um neun Punkte nach. Der aktuelle Indexwert von 105 Punkten zeugt von weniger Optimismus und deutet auf eine abflauende Wirtschaftsentwicklung zum Jahresende hin.

Der Jahresvergleich mit November 2011 zeigt, dass sowohl der realisierte Umsatz als auch die Erwartungen das hohe Niveau der Vorjahresindizes nicht erreichten. Der aktuelle Lageindex liegt fünf Punkte unter dem Wert vom Dezember 2011. Der Erwartungsindex büßte gegenüber dem Vorjahr 15 Punkte ein.

Bis auf den Handel erzielten im Dezember sämtliche gewerbliche Branchen gegenüber dem Vormonat überwiegend gestiegene Umsätze. In besonderem Maße traf dies auf die Dienstleister, die Energie-/ Wasserversorger und vor allem auf das Finanzgewerbe zu.

Was die Perspektiven für den Jahreswechsel betreffen, so hebt sich das Finanzgewerbe deutlich von den anderen Branchen ab und setzt sich mit einem Erwartungsindex von 150 Punkten an die Spitze. Die Unternehmen der Industrie und des Handels sowie die Öffentlichen Verwaltungen sind weniger zuversichtlich, hier halten sich die Firmen mit steigenden und rückläufigen Umsätzen die Waage.

Der Höhenflug der IT-Ausgaben vom Oktober setzte sich im November nicht fort. Es waren weniger Unternehmen geneigt, in Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) zu investieren als im Monat zuvor. Der Index der realisierten Ausgaben fiel um fünf Zähler auf 108 Punkte zurück. Die Ausgabenplanungen für den Jahreswechsel bleiben jedoch vielversprechend und optimistisch. Der Planungsindex hält mit 121 Punkten das Niveau des Vormonats und deutet darauf hin, dass viele Unternehmen noch mal Budgets zum Jahresende frei setzen und mit positiven Investitionsabsichten in das neue Jahr gehen.

Der Jahresvergleich weist im November 2012 eine geringere Investitionsneigung als 2011 aus. Der Indikator liegt vier Punkte unter dem Vorjahreswert. Noch stärker gaben die Ausgabenplanungen nach, sie büßten gegenüber dem Vorjahr acht Punkte ein.

Bis auf die Telekommunikations- und die Versorgungsunternehmen, tätigten im November alle Segmente überwiegend steigende IT-/TK-Ausgaben. Deutliche Treiber der Nachfrage nach ITK-Produkten und -Lösungen waren die Öffentlichen Verwaltungen und das Finanzgewerbe. Im Versorgungssektor waren die Unternehmen mit gestiegenen Budgets in der Minderheit.

Für die nächsten drei Monate planen alle Branchen steigende Hightech-Investitionen, allen voran in erster Linie die Öffentlichen Verwaltungen und das Finanzgewerbe. Marginal unter dem Durchschnitt liegen Industrie und Handel. Alle übrigen Wirtschaftszweige liegen im Bereich der Durchschnittsausgaben.

Die Unternehmen zeigten sich im November weniger investitionsstark als im Oktober. Der Index der realisierten Hardware-Ausgaben ließ gegenüber dem Vormonat um vier Zähler nach und liegt bei 107 Punkten. Damit waren weiterhin die Unternehmen mit gestiegenen Ausgaben in der Überzahl. Die Investitionsplanungen liegen insgesamt auf einem höheren Level. Obwohl der Indikator gegenüber Oktober auch hier fünf Punkte einbüßte, weist er mit 114 Zählern noch immer deutlich darauf hin, dass die Unternehmen mit expandierenden Hardwareausgaben über den Jahreswechsel hinweg deutlich überwiegen könnten.

Mit 107 Punkten liegt der Lageindex der Hardwareausgaben punktgleich mit dem Wert vom November 2011. Die derzeitigen Ausgabenplanungen liegen mit 114 Punkten dagegen deutlich unter dem Vorjahreswert.

Mit Ausnahme der Versorgungsunternehmen, hier waren Unternehmen mit gestiegenen Budgets in der Minderheit, überwogen im November in allen übrigen Wirtschaftszweigen die Unternehmen bzw. Verwaltungen mit gestiegenen Hardware-Investitionen. Deutlich über dem Marktdurchschnitt lagen der Handel und das Finanzgewerbe.

Der Ausblick zum Jahreswechsel deutet auf ein steigendes Investitionsinteresse in allen Branchen hin. Treibender Sektor ist das Finanzgewerbe mit einem Indexwert von 129 Zählern. Unter dem Durchschnitt bleiben Handel und Industrie. Alle anderen Branchen liegen mit ihren Ausgabenprognosen im Gesamtschnitt.

Die Nachfrage nach Softwarelösungen hat sich im November gegenüber Oktober rückläufig entwickelt. Der Index der getätigten Ausgaben für Software sank um vier Zähler und erreichte einen Index von 105 Punkten. Der Indikator zeigt, dass die Unternehmen mit gestiegenen Ausgaben für Software gegenüber denen mit rückläufigen Ausgaben weiterhin in der Überzahl waren. Was die Investitionsplanungen betreffen, wurden die Erwartungen in für die kommenden drei Monate deutlich zurückgenommen. Der Indikator gab gegenüber Oktober um sieben Punkte nach und liegt aktuell bei 110 Zählern.

Im Vergleich zum November 2011 liegt der Index der realisierten Software-Ausgaben drei Punkte unter dem Vorjahresniveau. Der Indikator für die geplanten Software Ausgaben konnte gegenüber dem Vorjahr zwei Punkte zulegen.

Die realisierten Ausgaben für Kommunikationsprodukte konnten im Oktober ihr Niveau beibehalten. Gegenüber Oktober stieg der Index marginal um einen Punkt an und liegt aktuell bei 105 Zählern. Die Unternehmen mit gewachsenen Budgets sind ähnlich stark in der Überzahl wie im Vormonat. Auch der Ausblick zeigt Konstanz: Der Indikator der Ausgabenbereitschaft für Kommunikationsprodukte liegt mit 107 Zählern punktgleich mit dem Wert vom Oktober.

Im Jahresvergleich entwickelte sich die Ausgabentätigkeit positiv. Der Ausgabenindex für Kommunikationsprodukte liegt zwei Punkte über dem Wert vom November 2011. In ihren Investitionsplanungen zeigen sich die mittelständischen Unternehmen nicht ganz so optimistisch wie im Jahr zuvor, der aktuelle Erwartungsindex liegt vier Punkte unter dem Wert vom November 2011.

Die Nachfrage nach IT- und TK-Dienstleistungen verlief im Dezember analog zum Hard- und Software-Markt. Der Indikator der getätigten Ausgaben war auch hier rückläufig, er fiel um fünf auf 102 Punkte zurück. Damit waren die Firmen mit gestiegenen Ausgaben nur noch knapp in der Mehrheit gegenüber denen mit rückläufiger Investitionstätigkeit. Parallel dazu ist auch der Optimismus für die kommenden drei Monate gedämpfter. Der Index der Ausgabenplanungen gab gegenüber Oktober um vier Punkte nach und liegt derzeit bei 108 Punkten. Damit dürfte, trotz rückläufiger Tendenz, in den kommenden drei Monaten eine Mehrheit an Unternehmen mit steigenden Service-Budgets rechnen.

Im Jahresvergleich zu 2011 liegen sowohl der Index der realisierten Service-Ausgaben als auch der Indikator der Ausgabenplanungen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Während der Lage-Index vier Punkte unter dem Vorjahresniveau liegt, büßte der Planungsindex fünf Punkte gegenüber November 2011 ein.

Der IT-Mittelstandsindex ist ein Projekt von Fujitsu und techconsult.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des ifo Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der ifo Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.


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Fujitsu ist der führende japanische Anbieter von Informations- und ITK-basierten Geschäftslösungen und bietet eine breite Palette an Technologieprodukten, -lösungen und - Dienstleistungen. Mit über 170.000 Mitarbeitern betreut das Unternehmen Kunden in mehr als 100 Ländern. Fujitsu nutzt seine ITK-Expertise, um die Zukunft der Gesellschaft gemeinsam mit ihren Kunden zu gestalten. Im Geschäftsjahr 2011 (zum 31. März 2012) erzielte Fujitsu Limited (TSE:6702) mit Hauptsitz in Tokio, Japan, einen konsolidierten Jahresumsatz von 4,5 Billionen Yen (54 Milliarden US-Dollar). Weitere Informationen unter http://www.fujitsu.com/de/

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