GreeNET

Weihnachtsgeschenk an die Bayreuther Biologiedidaktik: Neues dreijähriges Life-Long- Learning Projekt (LLL) genehmigt
(PresseBox) (Bayreuth, ) Rechtzeitig zu Weihnachten wird die EU am Lehrstuhl Didaktik der Biologie ein weiteres Dreijahresprojekt zur MINT-Förderung finanzieren und damit erneut einen Arbeitsplatz an die Universität Bayreuth bringen. Trotz der derzeit unsicheren Finanzlage in Brüssel investiert man weiterhin konsequent in europaweite Bildung und unterstützt beispielsweise LLL-Projekte: Lebenslanges Lernen (LLL) ist die bereits erfolgreiche Dachmarke vor allem für Projekte im Schulund Didaktikbereich. Das neue Bayreuther Projekt mit dem Acronym: GreeNET wird sich dabei "grüner" Themen annehmen, die (auch) in einem E-Learning-Kontext unterrichtet werden können. Es war innerhalb der weit gesteckten EU- Ausschreibung ("PROTECTING, PRESERVING AND IMPROVING THE ENVIRONMENT FOR PRESENT AND FUTURE GENERATIONS, AND PROMOTING SUSTAINABLE DEVELOPMENT") erfolgreich begutachtet worden und wird nun für drei Haushaltsjahre gefördert werden.

In GreeNET werden neun Partner aus sechs EU-Ländern zusammenarbeiten, deren Expertise fein aufeinander abgestimmt ist: Die Universität Bayreuth wird ihr Knowhow in der Fachdidaktik einbringen, das Technologieinstitut GRNET wird die E-Learning- Infrastruktur sicherstellen. Eine Agraruniversität wird das Thema "Bio in der Nahrung" breit gestreut aufarbeiten, Eco-Institute zum Beispiel in Spanien, England und Belgien werden aus ihrem Fundus bereits erfolgreich abgeschlossener Vorort-Projekte schöpfen und diese in geeigneter Weise in einen Schulalltag zunächst in den jeweiligen Ländern (mit oder ohne E-Learning-Komponente) übertragen können, eine große Privatschule in Athen wird zunächst die Pilot-Testungen übernehmen, das österreichische Kultusministerium wird die Plattform für einen landesweiten Einsatz innerhalb eines ausgewählten Schulsystems bereitstellen.

GreeNET baut konsequent auf früheren, erfolgreichen Bayreuther EUgeförderten Didaktikprojekten auf und bedient sich des bestehenden Knowhows sowohl aus bereits erarbeiteten und geprüften Unterrichtsszenarien als auch aus den E-Learning-Erfahrungen gegenwärtig laufender Projekte.

Im Hinblick auf Unterrichtsszenarien laufen derzeit am Bayreuther Lehrstuhl Didaktik der Biologie mehrere Promotionsarbeiten, gefördert von der EU-Kommission oder auch aus nationalen Quellen: Sie bearbeiten beispielsweise die eher regionale Wasserschule Oberfranken oder das deutschlandweite Projekt-Thema Trinkwasser (PRiMaT), setzen sich mit der Unterrichtsumsetzung im Tiergarten Nürnberg, im Nationalpark Bayerischer Wald oder im Bayreuther Ökologisch-Botanischen Garten auseinander. Alle diese Schulprojekte haben den unschätzbaren Vorteil, Unterrichtsszenarien in der Schulpraxis umgesetzt und darüber hinaus jeweils umfassend empirisch begleitet zu haben. Letztes ist umso wertvoller, als diese Studien in aller Regel einen unabhängigen internationalen Review erfolgreich bestanden haben und in entsprechenden Fachjournalen publiziert sind.

Da trifft es sich gut, dass man in Brüssel derzeit das Thema Umweltbildung wieder mehr fördern möchte. Schulen in Europa sind dabei natürlich die bevorzugte Zielgruppe, wenn man nicht nur den Schutz unserer Natur besser einbeziehen und die Sensibilisierung in der Bevölkerung weiter stärken möchte; explizit soll auch der "grüne Job-Sektor" einbezogen werden.

Ersteres muss konsequent die Lehreraus- und -fortbildung einbeziehen, was die Universität Bayreuth mit ihrem einzigartigen Modellstudiengang in der MINT-Lehrerausbildung zu einem gefragten Partner macht. Ausgehend von dieser Kernzelle möchte man nicht nur in Bayern ein tragfähiges Lehrer-Netzwerk generieren, das bestehende gute Ansätze untereinander bekannter macht. Eine gute, intensive Lehrerfortbildung erreicht in der Regel zwar auch 20 Lehrer/innen, ein gut funktionierendes Netzwerk kann jedoch ganz andere Dimensionen in der Lehrerschaft erreichen. Ein guter Start ist dabei das Ein und Alles, im Falle von GreeNET hat der Bayreuther Lehrstuhl für Didaktik der Biologie wieder einen entscheidenden Anstoß gegeben.

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