In welchen Fällen kommt der Einsatz eines Interimmanagers in Softwarehäusern in Frage?

Eine Checkliste ergänzt um praktische Beispiele des Einsatzes von Interimmanager in Softwareunternehmen finden sie in diesem Artikel
(PresseBox) (Frankfurt, ) Während „body Leasing“ bzw. Freiberufler in steigender Anzahl in IT-Unternehmen eingesetzt werden, ist die Anzahl von Interimsmanager in Softwareunternehmen als gering zu bezeichnen.

Unter Interimmanager verstehen wir in diesem Zusammenhang externe Mitarbeiter, die auf Team-, Abteilungs- oder Geschäftsleitungsebene Verantwortung übernehmen.

Die Anlässe für den Einsatz von Interimsmanger können sehr vielfältig sein:

  • Vakanzen-Überbrückung,
  • Neuausrichtung des Unternehmens,
  • Umstrukturierungen,
  • Sanierungen,
  • Unterstützung während eines Unternehmenszu- oder –verkaufs,
  • Die Entwicklung und Umsetzung von Geschäfts- und Unternehmensstrategien, Coaching des Inhabers, Geschäftsführers
  • Tod/ Krankheit des Inhabers, Geschäftsführers,
  • Inhaber möchte ein Sabbatjahr abhalten etc.
Je nach Größe des Softwareunternehmens kann aber auch die strategische Position eines Entwicklungsleiters, Serviceleiters oder Vertriebsleiters vakant sein und von einem Interimmanager ausgefüllt werden. Ursache ist meist ein Personalwechsel.

Soweit eigene Mitarbeiter in Führungspositionen übernommen werden, wird diese oft auch durch ein Coaching der neuen Führungskraft von einem Interimsmanager unterstützt.

Der Einsatz von Interimsmanagern birgt natürlich auch Risiken die bei der Auswahl bedacht werden wollen.

Im Folgenden eine Checkliste zur Auswahl eines Interimmanagers (IM) auf Geschäftsleitungsebene:
  • Vertraulichkeitserklärung/Geheimhaltungserklärung
  • Festlegung der Aufgabe des IM
  • Berichtswege und – Termine
  • Laufzeit des Vertrages (Voll-, Teilzeit)
  • Kündigungs- und Verlängerungsoptionen
  • Tages- / Halbtages-/ pauschales Monatshonorar
  • Reisekosten, Spesen
  • Branchenexpertise/Branchenerfahrung
  • Zielgruppenerfahrung
  • Erfahrung in der Führung von Mitarbeitern (Anzahl der geführten Mitarbeiter)
  • Führungsstil
  • Projektmanagement/Releasemanagement know how
  • Hotline/Servicemanagementerfahrung
  • Wissen über Vertriebsführung/Forecast etc.
  • Soziale Kompetenz des Kandidaten
  • Durchsetzungskraft
Aus unserer Erfahrung tun sich Interimsmanager, die aus Projektunternehmen kommen (oder Erfahrungen diesbezüglich haben) sehr schwer in der Führung von Branchensoftwareunternehmen. Dies gilt ebenfalls im umgekehrten Fall.

Die Kompetenz/Erfahrung Softwareentwickler zu führen, sollte unbedingt ausgeprägt sein.

Der Führungsstil des Kandidaten sollte ebenfalls intensiv hinterfragt werden, um zu prüfen, ob ein Wechsel ggfls. sich schädlich auswirken könnte.

Der Geschäftsführer der connexxa Services Europe Ltd. Dipl. Kfm. Andreas Barthel hat schon in mehreren Mandaten Interimsmanagementaufgaben wahrgenommen.

„Der Vorteil als Brancheninsider ist der, dass man sehr schnell das Unternehmen begreift und agieren kann..“, so Andreas Barthel. Weiter ergänzt Herr Barthel „Die Branchenerfahrung über viele IT-Unternehmen ermöglicht sehr oft eine Optimierung der Unternehmensprozesse und reduziert das Risiko einer Fehlbesetzung. Insofern verdient das Unternehmen zusätzlich durch die Optimierungen die erfolgreich umgesetzt werden“.

Eine besondere Art des Interimsmanagement ist das Coaching der Geschäftsführung und/oder der Abteilungsleiter. Zeitlich sind diese Maßnahmen meist nicht befristet, sondern werden nach Bedarf in Anspruch genommen.

Ein Beispiel, ist das Coaching, eines neuen Geschäftsführers (und Anteilseigners) der bei der Entwicklung des Unternehmens hinsichtlich Strategie-, Mitarbeiterführung-, und Persönlichkeitsentwicklung sich unterstützen lässt. Der Interimsmanager war in diesem Projekt z.B. in den ersten Monaten 2 Tage/Woche im Unternehmen und später nur noch 1 Tag und dann wurden ausschließlich Telefon-/Videobesprechungen abgehalten.

„Ein Coaching der Geschäftsführung während eines Unternehmenszu- oder –verkaufs bietet sich auch an, besonders, wenn die Erfahrung auf diesem Gebiet nicht vorhanden sind“, so Herr Barthel der schon solche Prozesse über 2 Jahre als Interimmanager mit Personalverantwortung begleitet hat.

Wie erleben Mitarbeiter den Einsatz von Interimsmanger?

Interimsmanager werden von Mitarbeitern meist als etwas „unverträglicher“ empfunden. Das liegt an der Unabhängigkeit der Interimsmanager, die nicht in die internen Grabenkämpfe oder Seilschaften involviert sind. Andererseits geben sich die Mitarbeiter nach anfänglicher Zurückhaltung meist offener, weil sie sehen, dass sich etwas bewegen lässt, was vorher nicht möglich war.

Fazit:

Interimsmanager bringen Erfahrungen ins Unternehmen, die ansonsten nur schwer oder auf langwierigem Wege zu erhalten sind. Diese Erfahrungen können sehr kurzfristig genutzt werden.

Die Flexibilität der Auftraggeber bewirkt viele finanzielle Vorteile, da nur die tatsächlich geleisteten Tage/Stunden berechnet werden.

Zusätzlich fallen weder Sozialkosten, Urlaubsgelder oder Abfindungen an. Ein Zeitverlust durch eine langwierige Einarbeitung entfällt in der Regel, dadurch ist ein hohes Maß an Effizienz gewährleistet.

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Berner Str. 79
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Andreas Barthel
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