Wirtschaftsförderung für A³: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH setzt Schwerpunkte bei Fachkräftesicherung, Innovationsförderung und Positionierung der Region als Zentrum für Ressourceneffizienz

(PresseBox) (Augsburg, ) Als Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die Region Augsburg zieht die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH für sich wie auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Region eine positive Jahresbilanz für 2012 und geht engagiert das neue Jahr an. Themenschwerpunkte der Regio in 2013 werden Fachkräftesicherung und speziell Fachkräftemarketing, Innovationsförderung und Technologietransfer sein sowie die Positionierung der Region im Standortmarketing als Zentrum für Ressourceneffizienz von europäischem Rang. Dabei helfen neue Förderprojekte, neue Partner aus der Wirtschaft wie auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Andreas Thiel, zieht eine sehr positive Bilanz für das vergangene Jahr: Der Wirtschaftsraum Augsburg habe sich sowohl gemessen an Kennzahlen wie etwa der Erwerbsquote oder der Arbeitslosenquote, aber auch in speziellen Bereichen wie etwa der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer, der Beschäftigungsquote von Ingenieuren etc. sehr gut entwickelt. Aber nicht nur am Arbeitsmarkt lässt sich diese positive Entwicklung festmachen, sondern etwa auch bei der Investition von Unternehmen, gerade im Forschungs- und Entwicklungsbereich, in dem viele Betriebe ihre Vorhaben vorantreiben wie etwa Premium Aerotec, Faurecia oder SGL Carbon in Meitingen, nur um einige große Exponenten zu nennen, die sehr stark im Bereich Forschung und Entwicklung investieren. Spiegelbild dazu sind die erheblichen Investitionen und die damit verbundenen Förderzusagen im Kontext des Augsburg Innovationspark, etwa für die Ansiedlung der beiden Fraunhofer Institute und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Diese Vorhaben knüpfen auch sehr eng an einen der Schwerpunkte der Aktivitäten der Wirtschaftsförderungsgesellschaft an, den Bereich Innovationsförderung und Technologietransfer, haben aber genau so auch eine sehr enge Verbindung zum Bereich des Standortmarketings, in den die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH den Wirtschaftsraum Augsburg immer stärker positioniert als Zentrum für Ressourceneffizienz nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Kontext.

Fachkräftesicherung als vorrangige Aufgabe

2012 bildeten diese Themen zusammen mit dem Bereich der Fachkräftesicherung und des Fachkräftemarketings deutliche Schwerpunkte innerhalb der Aufgaben der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Sie haben sich aus einer ersten, dreijährigen Förderphase des Regionalmanagements im Wirtschaftsraum Augsburg, gefördert durch den Freistaat Bayern, als die wichtigsten Aufgabenfelder für die Region Augsburg herausgestellt: Fachkräftesicherung, die inzwischen gemeinsam mit den Wirtschaftskammern und der Agentur für Arbeit und dem DGB von der Regio federführend betreut wird, als ein Schlüssel für die Zukunftssicherung des Produktionsstandortes Augsburg. Innovation entsteht in Köpfen und die besten Köpfe dafür müssen auch in Augsburg bleiben oder nach Augsburg kommen. Stark verkürzt ist dies die Herangehensweise, die zum einen auf das Erschließen der Potentiale vor Ort, etwa in den Gruppen Frauen, ältere Arbeitnehmer, Migranten zielt, aber auch das Fachkräftemarketing umfasst. Das Fachkräftemarketing, speziell auch in einer langfristigen Kampagne, die die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH zusammen mit vielen Unternehmen aus der Region Mitte 2013 starten wird, wird die Agenda der Regio im neuen Jahr beherrschen. Von der Herausgabe von Infomaterialien, die Unternehmen im Recruiting einsetzen können, über die besagte Kampagne bis hin zu Dienstleistungen rund um eine Willkommenskultur für neue Mitarbeiter und auch neue Studierende stehen auf der Aufgabenliste der Gesellschaft.

Ressourceneffizienz ist neuer Schwerpunkt im Technologietransfer und der Innovationsförderung

Schon lange kümmert sich die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH um den Bereich des Technologietransfers, seit 2008 im Kontext eines EU-geförderten Projektes TEA Transfereinrichtungen Augsburg zusammen mit allen damals relevanten Transferstellen und Anwenderzentren in der Region: der Hochschule Augsburg mit dem Institut für Technologietransfer und Weiterbildung, der Uni Augsburg mit dem Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung, dem IWB-Anwenderzentrum und der Forschungsstelle Zahnräder- und Getriebebau (beides Institute der TU München) und dem Technologiezentrum Westbayern in Nördlingen. Dieses Projekt ist zum 31.12.2012 nach einer einmaligen Verlängerung durch den Fördergeber Freistaat Bayern erfolgreich zu Ende gegangen. Die Bedeutung des Projektes wird dadurch unterstrichen, dass sich die bisherigen wie viele neue Projektpartner, insbesondere die neuen Fraunhofer- und DLR-Institute, zusammen geschlossen haben, um gemeinsam im Jahr 2013 an einem Folgeprojekt zu arbeiten, das 2014 hoffentlich erneut durch den Freistaat Bayern aus Mitteln der EU gefördert werden kann. Schwerpunkt im Bereich der Ressourceneffizienz Forschungs-Knowhow an die Unternehmen in der Region A³ vermitteln. Damit soll auch im Technologietransfer und der Innovationsförderung der neue regionale Schwerpunkt Ressourceneffizienz aufgegriffen und ins Zentrum der Aktivitäten gestellt werden.

Verlängerung des Regionalmanagements

Beide Themen, Technologietransfer und Innovationsförderung, sowie die Fachkräftesicherung, stehen im Zentrum der zweiten, ebenfalls vom Freistaat Bayern geförderten Phase des Regionalmanagements im Wirtschaftsraum Augsburg. Nachdem die erste, dreijährige Förderphase in Sicht des Geförderten wie auch des Fördergebers sehr erfolgreich beendet wurde, hat der Freistaat Bayern eine zweite, zweijährige Förderphase genehmigt. Neben den genannten Themen stehen noch die flankierende Betreuung der regionalen Energieagentur, die Begleitung des Netzwerkes Forst & Holz sowie Holzbau und natürlich weiterhin die Vermarktung des Augsburg Innovationsparks auf der Agenda des Regionalmanagements. Im Bereich des Holzbaus konnte die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH zum Ende des letzten Jahres erfolgreich ein weiteres Förderprojekt, im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministeriums initiierten Programms ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) erfolgreich platzieren: Gemeinsam mit mehreren Holzbauunternehmen, Architekten und der Hochschule Augsburg wird basierend auf dem schon seit Jahren von der Regio betreuten Netzwerk nun eine Forschungs- und Entwicklungskooperation gefördert, die sich Holzverbundlösungen widmen soll und im besten Fall in den kommenden drei Jahren Ansatzpunkte für die Entwicklung von auf Holz basierenden Verbundmaterialien liefert, die neue und verbesserte Eigenschaften im Bau- und Ausbaubereich bringen soll.

Projekt ADMIRe A³ bildet Rahmen um die Themen Fachkräfte, Innovationsförderung und Ressourceneffizienz Als ein roter Faden durch die Projekte der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH ziehen sich die Themen Fachkräfte, Innovationsförderung und Ressourceneffizienz. Insoweit war es nur konsequent, dass die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH 2012 auch das bereits im Vorjahr beantragte Projekt ADMIRe A³, ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Forschungsvorhaben gemeinsam mit der Universität Bayreuth und dem hessischen Forschungsparten F10 - Institut für nachhaltiges Wirtschaften gGmbH gestartet hat. Hier wird von den drei Projektpartnern am Beispiel der Region Augsburg untersucht, inwieweit diese drei Megatrends und Herausforderung für Region und ihre Unternehmen - nämlich die Folgen des demografischen Wandels in der Fachkräftesicherung zu bewältigen, die Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten und zu vergrößern und gleichzeitig die Ressourceneffizienz in der Wirtschaft zu steigern - gemeinsam angegangen werden können, sowohl im Bereich von Projekten in der Region und in den Betrieben wie aber auch durch eine entsprechende verbindliche Kooperation der relevanten Wirtschaftsakteure in der Region. Damit wird dem Wirtschaftsraum Augsburg die Möglichkeit eröffnet, jenseits des Tagesgeschäftes und wissenschaftlich flankiert eine langfristige, auf Nachhaltigkeit in Demografie und Ressourcen ausgerichtete Perspektive zu entwickeln. In diesem Kontext ist es der Regio auch gelungen, bei einem Wettbewerb ebenfalls des Bundesforschungsministeriums noch einmal eine Preisgeld für den Aufbau von Kooperationsstrukturen im Bereich der Ressourceneffizienz im Wirtschaftsraum Augsburg zu gewinnen.

Standortmarketing positioniert "Zentrum für Ressourceneffizienz"

Auf der Grundlage der Kompetenzen, die bereits in den Unternehmen in den dort angewandten Technologien und in den Branchenschwerpunkten vorhanden sind, hat die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH schon seit Jahren das Standortmarketing unter der Marke A³ aufgebaut. Dieses wird nun Schrittweise zugespitzt auf die Positionierung der Region als "Zentrum für Ressourceneffizienz". Im vergangenen Jahr hat die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH für den Augsburg Innovationspark zahlreiche Publikationen herausgegeben, Veranstaltungen organisiert und auch im Kontext ihrer Aktivitäten rund um den Technologietransfer dabei unterstützt, einen Fachbeirat Ressourceneffizienz, der als Beirat in die neu zu gründende Innovationspark GmbH eingehen wird, zu gründen und in seiner Arbeit zu begleiten. Im Standortmarketing der Regio, und nicht nur des Innovationsparks, nimmt der Begriff Ressourceneffizienz immer größeren Raum ein und wird in 2013 auch in entsprechende weitere Publikationen münden. Der Innovationspark war 2012 mit dem großen Modell des Parks der größte Mitaussteller am Stand von A³ bei der Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL in München. Dort stand der Innovationspark erstmals im Zentrum des Interesses der Messebesucher. Auch in den Diskussionen des Aktivkreises Immobilien, der Plattform der Immobilienwirtschaft, die von der Regio organisiert wird, sieht man den Augsburg Innovationspark als einen wichtigen Impulsgeber für den Augsburger Immobilienmarkt. In Zukunft soll sich die Augsburger Immobilienwirtschaft schon frühzeitig in wichtige Standortprojekte einbringen, empfiehlt ein von der Regio betreuter Strategiekreis der Branche. Generell, so die dort organisierten Unternehmen, wolle sich die Immobilienwirtschaft noch stärker für den Standort A³ engagieren.

Hand in Hand mit Unternehmen

Die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und den Unternehmen zeigt sich in zahlreichen Projekten, sei es die Präsenz der Immobilienwirtschaft im Aktivkreis Immobilien und bei der EXPO REAL, sei es die Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen im Kontext des Technologietransfers, sei es das Netzwerk Holzbau und das daraus generierte neue ZIM- Innovationsprojekt, sei es auch der eigenen Förderverein der Regio, dem inzwischen fast 100 Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Augsburg angehören. Gerade die enge Kooperation zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtung der Wirtschaftsförderung ist für Geschäftsführer Andreas Thiel ein wichtiger Garant für die Qualität der Arbeit und der Projekte von A³. Oft nicht nur teilnehmende, sondern eben auch zahlende Partner in Projekten sind in seinen Augen die beste Qualitätssicherung, die Angebote der Wirtschaftsförderung haben können. In diesem Kontext freut sich Andreas Thiel auch darüber, dass er sich mit den Gesellschaftern der Regio, der Stadt Augsburg und der beiden Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg, über eine dreijährige Verlängerung seines Vertrages bis Ende 2015 verständigt hat, so dass er die Gesellschaft über die nächsten Jahre noch weiterhin in erfolgreiche Projekte und Kooperationen führen kann. Um die Herausforderungen der laufenden und neuen Projekte schultern zu können, hat sich die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH auch personell weiter verstärkt: So wurde planmäßig das Personal im Forschungsprojekt ADMIRe A³ aufgestockt, im neuen ZIM-Projekt zwei Stellen geschaffen und für den Bereich des Fachkräftemarketings sowie für Fach-PR Stellen eingerichtet. Mit dem so verstärkten Team, so ist sich Andreas Thiel sicher, wird auch das Jahr 2013 ein erfolgreiches Jahr nicht nur für die regionale Wirtschaftsförderung, sondern auch, soweit es die Impulse der Wirtschaftsförderung betrifft, ein erfolgreiches Jahr für den Wirtschaftsraum Augsburg.
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