Fünf Autopflegetipps für klirrende Kälte

Fünf Autopflegetipps für klirrende Kälte (PresseBox) (München, ) Vereiste Türschlösser, gefrorene Türdichtungen, eingefrorene Wischwaschanlagen: Neben Flüssigkeiten, Schlössern und Türen sollten Autofahrer im Winter besonders auch Lack und Unterboden genau unter die Lupe nehmen. Eine Checkliste von den TÜV SÜD-Experten.

"Wer mobil bleiben will bei Minusgraden, der sollte sein Auto im Winter regelmäßig pflegen", sagt Norbert Ollek vom Auto-Pflege-Zentrum (APZ), einer Tochter von TÜV SÜD Auto Plus. Nicht nur technisch bereite der Winter Probleme. Lack und Unterboden litten ebenfalls unter Feuchtigkeit und Streusalz, so Ollek. Für den langfristigen Erhalt des Fahrzeugs sollten Autobesitzer deshalb die Farb- und Schutzschichten im Winter besonders im Griff haben.

Waschen: Eine gründliche Wäsche und anschließende Konservierung mittels Politur und Wachs ist unerlässlich. So ist der Lack bestens vor Feuchtigkeit und Salz geschützt. Bei der Reinigung gleich die Türdichtungen behandeln. TÜV SÜD empfiehlt dazu Pflegesubstanzen auf Basis von Perfluor-Verbindungen. Frostschutz ist ebenfalls bei den Türschlössern angesagt: Spezielle Teflonsprays halten Wasser fern und machen das Schließen geschmeidig. Zusätzlich sollte immer ein Türschlossenteiser dabei sein - der gehört aber in die Manteltasche und nicht ins Handschuhfach.

Wachsen: Den besten Schutz gegen Kratzer und Schäden bietet eine Wachsschicht. Die sollte ein- bis zweimal im Jahr von Hand aufgetragen werden. Dazwischen reicht es, in der Waschstraße das Wachsprogramm zu wählen, erläutert der APZ-Pflegeexperte. Faustformel für die Erneuerung der Wachsschicht: Perlt Wasser nicht mehr ab - wachsen!

Unterboden: Die Bodenbleche leiden im Winter am meisten unter Salz und Feuchtigkeit. Steinschlag oder Aufsetzen können zudem Schäden an der Schutzschicht verursachen. An solchen Stellen haben Salz und Wasser freie Bahn. Deshalb unbedingt den Unterboden reinigen und vom Fachmann kontrollieren lassen. Die Profis erkennen die Schwachstellen und bessern sie aus.

Waschstraße: Wird das Auto viel gefahren und steht oft draußen, unbedingt häufiger durch die Waschanlage fahren. Dabei auf ordentliche Vorwäsche achten. Denn gerade im Winter ist der Lack voller Schmutz und Salz. "Scheint die Vorwäsche nicht ausreichend genug, ruhig darauf hinweisen", so Ollek. Denn wird die Schmutzschicht vorher nicht richtig beseitigt, können bei der eigentlichen Wäsche kleine Kratzer entstehen, weil Steinchen und Schmutzpartikel von den Textilwalzen über den Lack gezogen werden. Übrigens: Die meisten Anlagen waschen heute mit Textillappen. Im Gegensatz zu den Bürsten früherer Tage schonen sie gerade im Winter den Lack. Bei ausgiebiger Vorwäsche steht der winterlichen Pflegefahrt also nichts im Wege. Achtung: Nach der Fahrt durch die Waschstraße unbedingt die Türgummis trockenreiben und gegebenenfalls nachfetten. "Sonst besteht bei Minusgraden die Gefahr, im Auto eingesperrt zu sein, weil die Türen zugefroren sind", warnt Ollek.

Kratzer: Bei hohen Geschwindigkeiten werden Split, Schmutz und Salz durch die Luft gewirbelt und treffen ungebremst auf den Lack. Besonders an exponierten Stellen wie der Motorhaube, den Radläufen oder den Außenspiegeln entstehen deswegen kleine Lackabplatzer und Kratzer. Die sollten in jedem Fall schnell entfernt werden. Deshalb nach jeder Autowäsche den Lack unter die Lupe nehmen und die schadhaften Stellen ausbessern. Dazu gibt es im Handel Mini-Reparatursets mit integriertem Pinsel. In der Kappe der Pinselfläschchen sitzt oft noch ein Rostradierer oder etwas Schleifpaste. Tipp vom Profi: "Vorher unbedingt die Reparaturstelle mit Nitro-Verdünnung säubern, denn die Stelle muss absolut wachs- und fettfrei sein." Damit nichts danebengeht, Reparaturstelle mit Klebefilm abdecken. Ganz dünne Striche kann man am besten mit einem Zahnstocher oder einer Streichholzkante abdecken. Noch ein Tipp von Ollek: "Den Klebestreifen noch vor dem Trocknen der Farbe abziehen! Das ergibt weichere Ränder."

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