Schüler entwerfen Norm für Windenergieanlage

(PresseBox) (Berlin, ) Was sind Normen? Welche Rolle spielen sie bei Windparks im Meer? Wie können Normen gefährliche Situationen auf solchen Windkraftanlagen (WKA) verhindern? Antworten auf diese Fragen erhielten die 20 Teilnehmer des ersten MINT-EC-Schülerforums mit dem Motto „Normung und Offshore-Windenergie“ am 17. und 18. Januar in Hamburg. Die Schüler hörten Expertenvorträge und erarbeiteten zum Abschluss selbst eine Norm zum Thema Notfallmanagement von Offshore-WKA.

Schülern die Welt der Normung näher zu bringen – das war das Ziel des Schülerforums „Normung und Offshore-Windenergie“, zu dem das DIN Deutsches Institut für Normung e. V. und der Verein MINT-EC Jugendliche, die im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich besonders begabt sind, nach Hamburg einluden. Bei Vorträgen erkannten die Jugendlichen die Bedeutung der Normung generell und vor allem im Bereich Offshore-Windenergie. Wolfram Braasch von der Windkraft Union AG machte in seinem Praxisvortrag anschaulich den Nutzen von Normen für ein Unternehmen im Bereich Offshore-Windenergie deutlich. Bei Offshore-Windkraftanlagen spielen Normen eine wichtige Rolle: von der persönlichen Schutzausrüstung der Mitarbeiter einer Plattform über den Korrosionsschutz der WKA bis hin zur Offshore-Kabelverlegung. Wolfram Braasch kam zu dem Schluss, dass standardisierte Prozesse, Bauteile und Systeme die Risiken, die auf einer Offshore-WKA möglich sind, deutlich minimieren können.
Um das in den zwei Tagen gesammelte Wissen unter Beweis zu stellen, entwickelten die 20 Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 bis 13 in einer simulierten Normungssitzung eine eigene Norm. Ziel der Norm war es, eine Richtlinie für das Notfallmanagement auf einer Windkraftanlage zu erstellen. Die Jugendlichen definierten Begriffe, klassifizierten Gefahrenzonen auf einer WKA und bewerteten das Risiko dieser Gefahrenzonen. Während des Planspiels merkten die Jugendlichen, wie schwierig es ist, sich im Konsens zu einigen. Die Einigung im Konsens ist eine Grundvoraussetzung für die Erstellung einer Norm. Diese und andere Grundregeln zur Erstellung einer Norm wurden den Jugendlichen im Vorfeld erklärt. Trotz teilweise konträrer Diskussion erarbeiteten die 20 neuen Normungsexperten eine Norm, die einem ersten Entwurf einer „echten“ Norm sehr nahe kommt.


DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
Das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. bietet allen Interessierten die Plattform zur Erarbeitung von Normen und Standards als Dienstleistung für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Das DIN ist privatwirtschaftlich organisiert mit dem rechtlichen Status eines gemeinnützigen Vereins. Die Hauptaufgabe des DIN besteht darin, gemeinsam mit den Vertretern der interessierten Kreise konsensbasierte Normen und Standards markt- und zeitgerecht zu erarbeiten.

Verein MINT-EC
Der Verein MINT-EC ist eine Initiative der Wirtschaft zur Förderung exzellenter mathematisch-naturwissenschaftlicher Gymnasien und zur Qualifizierung von MINT-Nachwuchskräften in Deutschland. Im bundesweiten Netzwerk werden derzeit 165 Gymnasien mit herausragendem MINT-Profil als Excellence-Center betreut, sowie eine deutsche Auslandschule in der Türkei. Der Verein fördert begabte MINT-Talente der Sekundarstufe II und seine Netzwerkschulen bei der Schulentwicklung. In Kooperationen mit Partnern aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft bietet der MINT-EC hochkarätige Schülercamps, Wettbewerbe, Fortbildungen und Seminare an. Seit 2009 steht das Netzwerk unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Der Verein MINT-EC wird maßgeblich vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative THINK ING. gefördert.

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