TÜV SÜD: Duales System der HU rettet Leben in Europa

EU-Harmonisierung der Hauptuntersuchung (HU)
(PresseBox) (München, ) Die HU hat hierzulande maßgeblich zur Senkung der Straßenverkehrsopfer beigetragen. Seit 1970 um mehr als 17.000 auf rund 4.000 Getötete 2011. Basis für den Erfolg: die neutrale Fahrzeugprüfung durch Prüfingenieure und sofortige Beseitigung der Mängel durch den Fachbetrieb. Dieses duale System ist nach Ansicht von TÜV SÜD eine zuverlässige und kundenfreundliche Lösung für ganz Europa. Dafür setzen sich die Experten bei den Gesprächen rund um die HU-Harmonisierung ein.

Gurtpflicht und Airbag waren neben Fahrgastzelle und steiferen Karosserien die großen Lebensretter und Meilensteine für mehr Verkehrssicherheit, mit denen bis in die 90-er Jahre die Zahl der Toten im Straßenverkehr in Deutschland mehr als halbiert werden konnte. Voraussetzung: Alle sicherheitstechnischen Einrichtungen müssen über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs funktionieren. Das stellt die periodische Fahrzeuguntersuchung durch unabhängige Prüfingenieure sicher. Dazu Bernhard Kerscher, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Auto Service GmbH: "Das neutrale Gutachten von einem professionellen Prüfingenieur über den technischen Zustand eines Fahrzeugs ist ein unbestechliches amtliches Dokument mit hoher Glaubwürdigkeit." Welchen Beitrag die Hauptuntersuchung für die Verkehrssicherheit leistet, zeigt sich sehr eindrucksvoll am Beispiel Türkei. Seit dem HU-Start 2008, durchgeführt durch die TÜV SÜD-Tochter TÜVTURK, ist die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr zwischen Ararat und Bosporus innerhalb von nur drei Jahren um 40 Prozent gesunken.

Hauptuntersuchung ist hoheitliche Aufgabe

Die Harmonisierung der Hauptuntersuchung und damit verbunden auch eine Anhebung der Mindeststandards in der EU sollen nun einen Beitrag zur anvisierten Halbierung der Opferzahlen leisten, ausgehend vom Stand 2011. Auf der Basis der positiven Erfahrungen aus den verschiedenen EU-Ländern werden aktuell verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit diskutiert. Dabei wird der Unabhängigkeit des Prüfers und der Vermeidung von Interessenskonflikten ein hoher Stellenwert beigemessen. Unstrittig ist zudem, dass es sich bei der Fahrzeugprüfung aufgrund der großen Bedeutung für die Verkehrssicherheit weiterhin um eine hoheitliche Tätigkeit handelt. Damit werden die wesentlichen Grundsätze des dualen Systems, das seit vielen Jahren erfolgreich in Deutschland praktiziert wird, bestätigt. Die Hauptuntersuchung kann bei den technischen Prüfstellen, Prüforganisationen oder von Prüfingenieuren in Werkstätten, die anerkannter Prüfstützpunkt sind, durchgeführt werden. Die Prüforganisationen sind verantwortlich für die Untersuchung, das neutrale und objektive Feststellen von Mängeln und deren Bewertung.

Unabhängigkeit schafft Sicherheit und Verbraucherschutz

Aus Sicht der TÜV SÜD-Experten ist vor allem die personelle und organisatorische Trennung von Reparatur und Fahrzeuguntersuchung ein wichtiger Garant für mehr Sicherheit auf den Straßen und höchsten Verbraucherschutz. Die enge Partnerschaft zwischen beiden Akteuren, Werkstätten auf der einen und unabhängigen Prüforganisationen auf der anderen Seite, hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt und ist zudem sehr kundenfreundlich. Eine Verschärfung durch die strikte räumliche Trennung von Prüfen und Reparieren sehen die Experten daher ebenso kritisch wie die Aufweichung der hohen technischen Qualitätsstandards durch Hauptuntersuchung und Reparatur aus einer Hand. Deshalb setzen sich die Fachleute für die Umsetzung des dualen Systems in ganz Europa ein.

Weitere Informationen zur Hauptuntersuchung unter www.tuev-sued.de

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