Elektroautos: Steckerfrage für Europa geklärt

(PresseBox) (Berlin, ) In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hat der für Verkehr zuständige EU-Kommissar Siim Kallas bekanntgegeben, dass der sogenannte Typ-2-Stecker „zur gemeinsamen Norm für ganz Europa“ erklärt werden soll. Dieser Typ, der in Deutschland bereits eingesetzt wird, wurde als deutscher Vorschlag in die internationale Normung eingebracht. In der internationalen Norm, die im November 2012 auch als DIN EN 62196-2 veröffentlicht wurde, sind insgesamt drei Steckvorrichtungen zum Aufladen von Elektrofahrzeugen beschrieben. Mit der Entscheidung zugunsten des Typ-2-Steckers will die EU-Kommission die Akzeptanz von den umweltfreundlicheren Elektrofahrzeugen erhöhen, indem sie die Unsicherheit seitens Hersteller und Verbraucher über die Wahl der „richtigen“ Steckvorrichtung beendet: „Ein einheitlicher EU-Ladestecker ist für die Markteinführung dieses Kraftstoffs entscheidend“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die neue strategische Initiative gilt der Einrichtung einer Mindestinfrastruktur für saubere Kraftstoffe und schlägt auch verbindliche Zielvorgaben für die Mitgliedsstaaten vor. Für Elektrofahrzeuge sollen in jedem Mitgliedsstaat bis 2020 wesentlich mehr öffentlich zugängliche Ladestationen zur Verfügungen gestellt werden. Deutschland hat bereits (Stand 2011) mit 1937 Stationen die meisten Ladestationen in Europa (Niederlande 1700, Frankreich 1600). Bis zum Jahr 2020 sollen es 150.000 werden.

Das Vorschlagspaket „Saubere Energie für den Verkehr“ besteht aus einer Mitteilung über eine europäische Strategie für alternative Kraftstoffe, einer Richtlinie zum Bereich Infrastruktur und Normen sowie einem Begleitpapier über einen Aktionsplan für die Entwicklung von Flüssigerdgas (LNG) für die Schifffahrt.

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Mario Beier
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