Gemeinsames Gedenkkonzert der Osnabrücker und Wolgograder Symphoniker

(PresseBox) (München, ) Anlässlich des Endes der Schlacht von Stalingrad vor 70 Jahren tritt das Osnabrücker Symphonieorchester im Deutschlandjahr 2012/13 in Russland als erstes deutsches Orchester nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs in Wolgograd auf. Die Wolgograder Gebietsphilharmonie veranstaltet zum Gedenken an die Opfer von Stalingrad mit Unterstützung des regionalen Kulturministeriums und des Goethe-Instituts vom 27. Januar bis 3. Februar 2013 ein großes Musikfestival, in dessen Rahmen die Osnabrücker Symphoniker drei Konzerte geben. Zahlreiche hochrangige Politiker und Ehrengäste werden am Festival teilnehmen - unter ihnen der russische Präsident Wladimir Putin (angefragt), der deutsche Botschafter Ulrich Brandenburg und der Gouverneur des Wolgograder Gebietes Sergej Boschenow sowie russische Kriegsveteranen.

Der Kampf um Stalingrad währte vom 23. August 1942 bis 2. Februar 1943 und war eine der größten und entscheidenden Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Bis heute kann die genaue Anzahl der Opfer nicht genau beziffert werden. Nach Angaben des Deutschen Historischen Instituts gehen russische Historiker von etwa 480.000 gefallenen Rotarmisten aus. Auf deutscher Seite kamen rund 295.000 Wehrmachtssoldaten in Stalingrad und in der Kriegsgefangenschaft ums Leben. Hinzu kommen unzählige Opfer unter den verbündeten Truppen der Wehrmacht und der zivilen Bevölkerung.

Vor 70 Jahren endete die kriegerische Auseinandersetzung um Stalingrad an der Wolga. Zum Gedenken an die Opfer finden im heutigen Wolgograd zahlreiche Festveranstaltungen mit Vertretern von höchster politischer Ebene statt. Die Wolgograder Gebietsphilharmonie hat das Symphonieorchester aus der Friedensstadt Osnabrück zu seinem einwöchigen Musikfestival eingeladen, dessen Höhepunkt und Abschluss ein gemeinsames Gedenkkonzert mit den Wolgograder Symphonikern sein wird. Auf dem Konzertprogramm steht neben Beethovens 9. Sinfonie mit der "Ode an die Freude" und der von den Osnabrücker Symphonikern bei Elena Firsowa in Auftrag gegebenen Komposition "Erwartung" eine symphonische Arie des sowjetischen Komponisten Gawriil Popow aus dem Jahr 1945. Begleitet werden die beiden Orchester von der Wolgograder Chorkapelle, dem Knabenchor und dem Studentenchor des Wolgograder Instituts für Kunst und Kultur sowie dem Staatlichen Chor der Republik Kalmückien. "Deutschlandradio Kultur" überträgt das Symphoniekonzert live nach Deutschland. Im Rahmen des Musikfestivals geben die Osnabrücker Symphoniker zudem am 29. und 30. Januar in Wolgograd zwei weitere Konzerte unter Leitung ihres Dirigenten und Generalmusikdirektors Andreas Hotz - letzteres mit der international bekannten Bratschistin Tabea Zimmermann als Solistin.

In seinem Grußwort für die Festivalbroschüre würdigt der Gouverneur des Wolgograder Gebietes Sergej Boschenow das gemeinsame Konzert der Osnabrücker und Wolgograder Symphoniker: "Es ist von hoher Symbolkraft, dass die Musiker des Symphonieorchesters aus Osnabrück zu Gast in Wolgograd sind, denn auch in Osnabrück litten zehntausende Einwohner unter den Bombardements während des Zweiten Weltkrieges. Ein Dialog, wie er jetzt in Wolgograd stattfindet, hat große Bedeutung für die Aufrechterhaltung der geschichtlichen Erinnerung an die Leiden des Krieges und die daraus resultierenden Lehren." Der Oberbürgermeister der Friedensstadt Osnabrück Boris Pistorius will das Konzert des Osnabrücker Symphonieorchesters in jener Stadt, in der deutsche Soldaten vor 70 Jahren so viel Leid verursacht haben, vor allem als ein Zeichen des Friedens verstanden wissen: "Ich freue mich darüber, dass noch in diesem Jahr der Gegenbesuch des Philharmonischen Orchesters Wolgograd in Osnabrück geplant ist", sagte das Stadtoberhaupt im Vorfeld des Konzerts in der "Heldenstadt" an der Wolga.

Das gemeinsame Konzert der Osnabrücker und Wolgograder Symphoniker ist eine zentrale Veranstaltung des Deutschlandjahrs in Russland 2012/13. Von Juni 2012 bis Juni 2013 präsentiert sich Deutschland unter dem Motto "Deutschland und Russland: gemeinsam die Zukunft gestalten" russlandweit mit einem breiten Spektrum von Projekten, die Politik, Wirtschaft, Kultur, Bildung und Wissenschaft gleichermaßen integrieren. Durch den intensiven Austausch und das kreative Miteinander werden im Deutschlandjahr Ideen für die partnerschaftliche Bewältigung globaler Herausforderungen und die Basis für einen gemeinsamen Weg von Deutschland und Russland in die Zukunft entwickelt. Projektträger des Deutschlandjahres sind das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft - unterstützt von der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer. Alle Veranstaltungen des Deutschlandjahrs sowie weiterführende Informationen zu den Themen, Organisatoren, Teilnehmern und Partnern sind auf der Website www.germanyinrussia.ru/ zu finden.

Weitere Informationen:
http://www.germanyinrussia.ru/...
www.volgogradfilarmonia.ru
www.theater-osnabrueck.de

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