Wenn dem „Schlappeseppel“ sein Rezept geklaut worden wäre

Der Schutz vor Ideenklau ist heute aktueller denn je
(PresseBox) (Großwallstadt, ) Am 26. April ist Welttag des geistigen Eigentums. Gerade im digitalen Zeitalter erfordert der Schutz von Ideen ganz andere Vorkehrungen als in alten Zeiten. Welche Konsequenzen ein Ideenklau haben kann, lässt sich anhand einer Aschaffenburger Legende beschreiben, die unweit des apsec-Firmensitzes (nicht) stattgefunden hat.

Die Geschichte des Josef („Sepp“) Lögler kennen viele Aschaffenburger. Der schwedische Soldat hatte im Dreißigjährigen Krieg für seinen König Gustav Adolf Bier gebraut, als der nach seiner Eroberung der Stadt nur leere Fässer vorgefunden hatte. Der König zog irgendwann wieder ab, Josef Lögler blieb – und weil er einen lahmen Fuß hatte, hieß er im Volksmund bald der „Schlappeseppel“. Vor allem aber wurde sein Bier im Laufe der Jahrhunderte weit über die Stadtgrenzen bekannt und beliebt.
Aber was wäre geschehen, wenn dem Schlappeseppel jemand gleich zu Beginn der schwedischen Besatzung das Braurezept geklaut hätte? Dann hätte es in Aschaffenburg nie ein Schlappeseppel-Bier, eine Schlappeseppel-Brauerei und eine Schlappeseppel-Wirtschaft gegeben. Die Attraktion, den Ruhm und die Arbeitsplätze hätte womöglich eine andere Stadt abbekommen. Ganz zu schweigen vom Durst, den man in ganz Unterfranken hätte leiden müssen.
Wie hätte der Dieb in diesem Szenario vorgehen müssen, um an das versteckte Rezept zu gelangen? Er hätte sich zumindest in die Kammer des Schlappeseppel schleichen müssen, um dort das Rezept aus dessen Rucksack zu ziehen.
Im digitalen Zeitalter dagegen findet der Diebstahl von sensiblen Daten viel schneller und geräuschloser statt. Heute ist geistiges Eigentum viel gefährdeter als im Dreißigjährigen Krieg. Und daher sollte man sich heute gegen Diebstahl von der Festplatte oder vom Firmenserver gut absichern.
Dr. Volker Scheidemann, Marketingdirektor und erfahrener Sicherheitsspezialist bei der Applied Security GmbH (apsec) aus Großwallstadt rät, die Risiken nicht zu unterschätzen, die durch kriminelle Energie oder auch durch Fehler im eigenen Haus entstehen können. „Beim Schutz von allem, was mit Geld-Verdienen, Vertraulichkeit oder geistigem Eigentum zu tun hat, sollte man nicht bei der Firewall stehen bleiben“, sagt er. Es sei wichtig, solche sensiblen Daten schon beim Speichern zu verschlüsseln.
Vielleicht ist dem Schlappeseppel ja sein Rezept auch deshalb gar nicht gestohlen worden, weil er es in verschlüsselter Form zu Papier gebracht hatte. Darüber könnte man mal nachdenken. Demnächst, beim ersten Biergartenbesuch des Jahres.

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