FM-Excellence 2.0 - FM-Kunden fordern Kompetenznachweise

Ergebnisse der GEFMA-Umfrage zum Qualitäts- und Zertifizierungsprogramm - zweite Stufe geplant
50 Prozent der befragten FM-Kunden und über die Hälfte der FM-Dienstleister sieht einen Bedarf nach Zertifizierung der FM-Anbieter (Quelle: GEFMA) (PresseBox) (Bonn, ) Einen Kompetenznachweis des Facility-Management- Dienstleisters, das wünscht sich jeder zweite Kunde in der aktuellen, nichtrepräsentativen Umfrage zum Qualitäts- und Zertifizierungsprogramm FM-Excellence. GEFMA Deutscher Verband für Facility Management hat dazu Kunden, Anbieter und Berater des Facility Managements (FM) befragt. Auch über die Hälfte der beteiligten Dienstleister sieht einen Bedarf an entsprechenden Zertifikaten. Im Rahmen dieses GEFMA-Programms lassen immer mehr FM-Dienstleister ihre Kompetenzen durch neutrale Dritte prüfen und beglaubigen. Allerdings gibt es zu FM-Excellence auch noch großen Informationsbedarf.

Als Konsequenz widmet sich nun der Arbeitskreis FM-Excellence 2.0 des Verbandes der Aufgabe, die Vorteile und den Nutzen des 2006 ins Leben gerufenen Programms bei den Auftraggebern und -nehmern von FM-Dienstleistungen noch stärker bekannt zu machen. Dazu sollen die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der aktuellen Erhebung mit einer zweiten Marktbefragung unter FM-Kunden verifiziert und spezifiziert werden. "Mit dem Projekt FM-Excellence 2.0 schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass noch mehr Kunden der FM-Unternehmen die Zertifikate als zuverlässige Orientierungs- und Entscheidungshilfe nutzen können", erklärt der stellvertretende GEFMA-Vorsitzende Wilfried Schmahl.

FM-Excellence: Rechtskonformität und Risikominderung

Bisher war der Mehrheit der befragten Auftraggeber nicht bewusst, dass sie über FMExcellence für unterschiedlich komplexe FM-Dienstleistungen aufeinander aufbauende Befähigungsnachweise beim Anbieter abfragen können. Und obwohl die Betreiberpflicht immer bei den Auftraggebern verbleibt, nahmen viele von ihnen dieses Qualitätsprogramm noch nicht als Orientierungshilfe wahr für die Auswahl des "richtigen" FM-Dienstleisters, der fachlich qualifiziert ist für eine Risiko- und Verantwortungsübertragung.

Dabei reicht das Zertifizierungsmodell von FM-Excellence von der Rechtskonformität in der Vergabe und Abwicklung von FM-Projekten bis zur Verantwortungsübernahme und Risikoübertragung bei kompletten FM-System-Dienstleistungen (ipv®, Integrale Prozess Verantwortung im FM). Im Einzelnen gehören dazu die Nachweise über die Erfüllung gesetzlicher Mindestanforderungen (Richtlinie GEFMA 710 zur Rechtssicherheit), der FM-spezifischen Managementkompetenz (GEFMA 720) und die ipv®-Zertifizierung. Das ipv®-Zertifikat bestätigt, dass das betreffende FM-Unternehmen als System- Dienstleister in der Lage ist, die Integrale Prozess-Verantwortung (GEFMA 730) zu übernehmen, also die Gesamtverantwortung für das Erreichen der vereinbarten Ergebnisse. Dieses Zertifikat schließt GEFMA 710 und 720 ein. Der Zusammenhang zwischen den über das Programm vergebenen Zertifikaten und den FM-Leistungen sowie den erforderlichen Kompetenzen ist bisher jedoch noch unzureichend bekannt.

Das GEFMA-Richtlinienwerk bewerten zwar alle Umfrageteilnehmer als qualitativ sehr hochwertig und wichtig. "Die Bekanntheit der FM-Excellence-Richtlinien können wir jedoch noch weiter steigern", erklärt Schmahl. "Wenn die FM-Kunden den Nutzen der entsprechenden Zertifikate als Orientierungshilfe bei der Wahrnehmung der Betreiberpflichten erkennen, werden sie FM-Excellence auch in dem Maße in Anspruch nehmen, wie es möglich und sinnvoll ist."

Marktbefragung zu FM-Excellence - Stufe 1

Für die erste Stufe der Befragung wurde die diesjährige Facility-Management-Messe in Frankfurt genutzt. Zur Zielgruppe der Befragung gehörten in erster Linie FMDienstleister und -Berater. Als Rücklauf gingen 82 ausgefüllte Fragebögen ein: 52 Prozent der Befragten sind Dienstleister, 21 Prozent Berater, 11 Prozent FM-Kunden und 16 Prozent sonstige Teilnehmer.

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