A.M.I. stellt das neue ATOMS in Mailand vor

Das neue A.M.I. ATOMS System mit skrotalem Port (PresseBox) (Feldkirch, ) Beim 28. EAU Kongress (European Association of Urology) in Mailand und auf dem AUA Kongress in San Diego (American Urological Association) wurde vom Medizinprodukthersteller A.M.I. GmbH erstmals eine neue Variante des A.M.I. ATOMS Systems für die Behandlung männlicher Harninkontinenz nach radikaler Prostatektomie vorgestellt. Zusätzlich zu den vielen bisherigen Vorteilen bietet das System nun die Möglichkeit einer Single-Incision-Operation (Zugang über einen einzigen chirurgischen Schnitt).

Das A.M.I. ATOMS System (kurz "ATOMS") besteht aus einem kleinen, unter der Harnröhre platzierten Kissen aus Silikon, sowie einem münzgroßen Zugangsport für eine einfache Anpassung des Füllvolumens im Silikonkissen. Das Konzept wurde entwickelt, um eine postoperative Adjustierung des Systems ohne chirurgischen Eingriff zu ermöglichen. Bisher wurde der Zugangsport in einem zweiten Operationsschritt subkutan in der Schambeinregion implantiert, während der neue Port im Skrotum liegt. Durch diese Entwicklung wird der Eingriff sogar noch schonender für den Patienten. Patient und Chirurg genießen somit alle Vorteile des bisherigen Systems, vor allem die hohen Erfolgsraten der Therapie, und zusätzlich ist die Operation kürzer und daher schonender. Seit der Einführung am Markt vor etwa vier Jahren wurde ATOMS bereits weltweit auf allen Kontinenten erfolgreich implantiert und zeigt in Hinsicht auf die Wiederherstellung der Kontinenz sowie auf die Patientenzufriedenheit sehr gute Ergebnisse[1],[2],[3].

Eine überzeugende Erfolgsbilanz

Neue Daten mit Follow-up von 3 Jahren zeigen eine Erfolgsrate von über 90% für ein im Durchschnitt hochgradig inkontinentes Patientengut[1]. Die publizierten Studien zeigen auch vergleichbare Ergebnisse für bestrahlte und unbestrahlte Patienten mit der Schlussfolgerung, dass die Bestrahlung keine Kontraindikation für eine Behandlung mit ATOMS darstellt[3]. Es scheint evident, dass diese vielversprechenden Ergebnisse zum Großteil der Adjustierbarkeit des Systems zu verdanken sind: durch die Möglichkeit, den Druck des Implantats auf die Harnröhre jederzeit zu ändern, kann der Arzt die Kontinenz für jeden einzelnen Patienten ganz individuell anpassen. Die Möglichkeit, die Flüssigkeitsmenge mit einer Spritze über den Zugangsport und somit ohne zusätzlichen chirurgischen Eingriff sehr präzise zu verändern, gibt ATOMS einen wesentlich Vorteil gegenüber anderen Systemen am Markt. Somit wird auch das Risiko einer post-operativen Infektion verringert, das bei jedem chirurgischen Eingriff vorhanden ist.

"Das System wird ohne Knochenschrauben im Becken verankert" erklärt Dr. Wilhelm Bauer, führender Urologe und ATOMS-Experte aus Wien. Sobald es implantiert ist, kann der Patient "wieder frei und ohne die Betätigung einer mechanischen Einheit urinieren". Das physiologische Wasserlassen ist besonders für ältere Patienten von Bedeutung, da die manuelle Betätigung von Pumpsystemen für sie eine große Herausforderung darstellen kann.

Der Vorteil einer einzigen Inzision

Mit der Einführung des skrotalen Ports hat A.M.I. das System noch komfortabler für Patienten und Chirurgen gemacht. Alle Komponenten des gesamten Systems können nun durch eine einzige Inzision implantiert werden, was nicht nur die OP-Zeit nachhaltig verringern sollte, sondern auch das sowieso geringe Risiko einer Infektion noch weiter senken sollte[1],[2],[3].

Laut Herrn Marc Jablonowski, Marketing- und Vertriebsdirektor für die A.M.I. GmbH, genießt die Single-Incision-Technik derzeit in vielen chirurgischen Disziplinen zunehmende Beliebtheit: "Der therapeutische Nutzen soll durch diese modifizierte Operationstechnik auf gleich hohem Niveau gehalten werden, und zusätzlich werden medizinische und wirtschaftliche Vorteile durch eine kürzere Operationszeit erwartet. Im Heilungsverlauf bedeuten weniger Hautschnitte und somit weniger Narben für den Patienten generell nicht nur einen kosmetischen Vorteil und einen höheren Komfort, sondern vor allem auch eine Reduktion von zusätzlichen Quellen für Komplikationen." Mögliche Folgen, die allerdings erst durch langjährige Studien bewiesen werden müssen, sind eine Verringerung von Komplikationen, somit auch eine schnellere Genesung und daher eventuell sogar ein kürzerer Krankenhausaufenthalt, was wiederum geringere Kosten für die Krankenhäuser bedeuten würde.

Die erwarteten klinischen Vorteile von ATOMS mit skrotalem Port sind:

- eine signifikant geringere Operationszeit
- nur noch eine einzige Inzision (Reduktion der möglichen Komplikationen des zweiten Hautschnitts)
- Vermeidung einer Narbe (Patientenkomfort und kosmetischer Vorteil)

Die allgemeinen Vorteile von ATOMS sind:

- geringe bis hohe Inkontinenzgrade behandelbar[2]
- physiologisches Urinieren (ohne manuell Pumpen verwenden zu müssen)
- bestrahlte Patienten weisen gleich gute Resultate auf wie unbestrahlte Patienten[3]
- einfache post-operative Adjustierbarkeit mit Flüssigkeit über eine Spritze

[1]. Hoda MR, Primus G, Schumann A et al.
Behandlung der Belastungsinkontinenz nach radikaler Prostatektomie: Adjustierbares transobturatorisches System - prospektive multizentrische Anwendungsbeobachtung Urologe A. 2012 Nov;51(11):1576-83.

[2]. Hoda MR, Primus G, Fischereder K et al.
Early results of a European multicentre experience with a new self-anchoring adjustable transobturator system for treatment of stress urinary incontinence in men BJU Int. 2013 Feb;111(2):296-303

[3]. Seweryn J, Bauer W, Ponholzer A, Schramek P.
Initial experience and results with a new adjustable transobturator male system for the treatment of stress urinary incontinence. J Urol. 2012 Mar;187(3):956-61

Kontakt

A.M.I. GmbH, Agency for Medical Innovations
Im Letten 1
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Marc Jablonowski
A.M.I. Agency for Medical Innovations GmbH
Marketing- und Vertriebsdirektor
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