Etliche Fallstricke sind bei der nachhaltigen Geldanlage zu beachten

Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning S...... (PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Immer mehr Investoren wollen ihr Geld nachhaltig anlegen. Sie wissen nur nicht genau, wie sie dabei vorgehen sollen. Angesichts einer Vielzahl an Beurteilungskriterien ist es schwierig, den Durchblick zu behalten. Schließlich gibt es bislang nicht einmal eine einheitliche Definition von Nachhaltigkeit. Um in dem großen Angebot von nachhaltigen Geldanlageprodukten den Überblick zu behalten, ist eine professionelle Beratung unbedingt empfehlenswert. Unabhängige CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®-Zertifikatsträger) helfen Anlegern dabei, das passende Produkt zu finden.

Der Run auf Bio-Nahrungsmitteln oder die starke Nachfrage nach Ökostrom verdeutlichen, dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen und bewusster und verantwortungsvoller agieren wollen – auch bei der Geldanlage. Vielen Investoren geht es darum, ihr Anlageverhalten mit den persönlichen Wertvorstellungen in Einklang zu bringen.

Ob Umweltsparbuch, Girokonto oder Aktienfonds – die Bundesbürger achten auch bei normalen Bankgeschäften stärker auf ökologisch orientierte und ethisch korrekte Angebote. Der Grund liegt auf der Hand: Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass viele Banken mit den Geldern ihrer Kunden nicht verantwortungsbewusst umgehen und zum Teil in hochriskante Produkte investieren. Viele Kunden interessieren sich daher jetzt vermehrt dafür, was mit ihrem Geld passiert, das heißt, wo und wie es investiert wird.

Ein geeignetes Instrument dafür sind nachhaltige Investments. Darunter versteht man Geldanlagen, bei denen über ökonomische Faktoren hinaus auch soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt werden. Manager etwa von Nachhaltigkeitsfonds achten bei ihrer Anlagepolitik darauf, dass bei den Zielunternehmen bestimmte soziale, ökologische oder ethische Standards eingehalten werden.

„Das Thema Nachhaltigkeit rückt immer stärker in den Fokus“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) und Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Private Finance & Wealth Management an der EBS Business School, Wiesbaden. Es gebe eine deutliche Nachfrage von Seiten der Anleger. „Vor allem, weil nachhaltige und ertragreiche Geldanlage kein Widerspruch sein müssen“, so Tilmes.

Anlegern, die in nachhaltige Produkte investieren wollen, steht mittlerweile ein recht breites Spektrum an Aktien- und Rentenfonds zur Verfügung. Nach Informationen des Sustainable Business Institute (SBI) waren bis 2012 insgesamt 382 nachhaltige Fonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Publikumsvertrieb zugelassen. Das Volumen der Publikumsfonds ist in den vergangenen zehn Jahren von rund drei auf mehr als 34 Milliarden Euro angewachsen. Doch wer sich die Produkte anschaut, wird schnell feststellen, dass der Begriff „Nachhaltigkeit“ von den Fondsanbietern sehr unterschiedlich ausgelegt wird.

Ein Ansatz, nach dem die Initiatoren vorgehen, ist zum Beispiel das Negativ-Screening oder Ausschlussprinzip. Dabei werden beispielsweise auf Atomkraft setzende Energieversorger oder die Rüstungsindustrie von vorne herein ausgeschlossen, oder auch Länder, in denen es die Todesstrafe gibt oder keine demokratischen Strukturen herrschen. Bei der positiven Auswahl dagegen werden explizit Unternehmen ins Portfolio aufgenommen, die hinsichtlich bestimmter Kriterien gut abschneiden. Ein Ableger der positiven Auswahl ist die Variante „best-in-class“. Hier werden die Unternehmen innerhalb einer Industrie miteinander verglichen und die jeweils besten ausgewählt. Das kann jedoch zur Folge haben, dass auch ein Ölkonzern mit im Fonds ist, nur weil er ein bisschen umweltfreundlicher ist als die Konkurrenz.

Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit in der Geldanlage hierzulande immer noch ein Nischenthema ist: Immer wichtiger wird für viele Anleger nicht das „ob“, sondern das „wie“ des Investierens. „Künftig geht es um die konkrete Umsetzung dieses Ansatzes“, folgert Tilmes: „Was genau ist eigentlich eine Nachhaltigkeitsstrategie? Und: Entspricht sie meinen persönlichen Vorstellungen von Nachhaltigkeit? Dafür müssen Berater konkrete Lösungen bieten.“

Professionelle Finanzplaner helfen weiter

Die Schwierigkeit ist dabei jedoch, dass die Bedürfnisse der Anleger völlig unterschiedlich sind. Für die einen reichen Anlageprodukte, die allgemeine Mindeststandards einhalten. Andere wiederum wollen sicher gehen, dass gewisse Ausschlusskriterien garantiert sind. „Die Berater sind also gefordert, dem nachhaltig interessierten Anleger das für ihn maßgeschneiderte Produkt anzubieten“, sagt Tilmes. Ein professioneller Hintergrund, wie ihn die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®-Zertifikatsträger) bieten, können bei der Suche nach den richtigen nachhaltig ausgerichteten Produkten helfen. Mit Hilfe einer umfassenden Analyse der derzeitigen Vermögenssituation und einer Liquiditätsrechnung überprüfen die CFP-Zertifikatsträger, was in Frage kommt und geben detailliert Auskunft über Vor- und Nachteile der geplanten Investitionen.

Kontakt

Financial Planning Standards Board Deutschland e.V.
Eschersheimer Landstraße 61-63
D-60322 Frankfurt am Main

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