Jenoptik bleibt auch im 1. Quartal 2013 weiter auf Kurs. Vorstand bestätigt Prognose für laufendes Geschäftsjahr

Umsatz und operatives Ergebnis in anspruchsvollem Konjunkturumfeld sowie trotz weiterem Ausbau der Vertriebs- und F+E-Aktivitäten nur leicht unter Vorjahr
(PresseBox) (Jena, ) Wie erwartet lagen Umsatz und Ergebnis im 1. Quartal 2013 leicht unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Die Schwäche der Halbleiterindustrie hat sich wie prognostiziert auch im Berichtsquartal fortgesetzt. "Neben den unterjährigen Schwankungen mit einem vergleichsweise schwachen 1. Quartal haben die Nachfrageänderungen aus der Halbleiterindustrie natürlich Auswirkungen auf das Konzernergebnis, können jedoch inzwischen besser ausgeglichen werden als noch vor einigen Jahren. Die Fortsetzung der Internationalisierung, verbesserte Kostenstrukturen sowie die gezielte Entwicklung von Projekten mit Schlüsselkunden zeigten auch in einem anspruchsvollen konjunkturellen Umfeld positive Effekte", erklärt Jenoptik-Chef Dr. Michael Mertin.

Auftragseingang auf Umsatzniveau. Umsatz und Ergebnis leicht rückläufig.

Jenoptik erzielte im 1. Quartal 2013 einen Umsatz von 132,0 Mio Euro (i.Vj. 137,7 Mio Euro). Der leichte Umsatzrückgang von 4,1 Prozent resultierte aus der anhaltenden Schwäche des Halbleitermarktes und Umsatzverschiebungen in Folgeperioden. Der Konzern setzte seine erfolgreiche Internationalisierungsstrategie fort und erzielte 66 Prozent des Umsatzes im Ausland (i.Vj. 63 Prozent). Besonders stark stiegen die Umsätze in Amerika. Die beiden Wachstumsregionen Amerika und Asien / Pazifik steuerten erneut mehr als 30 Prozent zum Konzernumsatz bei. 2012 baute Jenoptik die Vertriebs- und Servicestrukturen vor allem in diesen beiden Regionen weiter aus. Neue Präsenzen in Brasilien, Malaysia und Singapur verstärken seither die internationalen Aktivitäten des Konzerns.

Infolge der Umsatzentwicklung sowie aufgrund des fortgesetzten Vertriebsausbaus und geplant höherer F+E-Kosten blieb auch das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) mit 10,6 Mio Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres (i.Vj. 11,6 Mio Euro). Die EBIT-Marge betrug 8,0 Prozent (i.Vj. 8,4 Prozent). Die Bruttomarge verbesserte sich hingegen unter anderem aufgrund der Kostenreduzierungen, die aus dem Jenoptik Exzellenz Programm resultieren, sowie Skaleneffekten im Zusammenhang mit akquirierten Großprojekten.

Geringere Zinsaufwendungen führten zu einer Verbesserung des Finanzergebnisses auf minus 1,6 Mio Euro (i.Vj. minus 1,7 Mio Euro). "Diese Entwicklung spiegelt zum einen die reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber Banken, aber auch die bessere Bonität der Jenoptik wider", so Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 1,2 Mio Euro (i.Vj. 1,4 Mio Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug 7,9 Mio Euro (i.Vj. 8,4 Mio Euro).

Der Auftragseingang lag mit 132,0 Mio Euro exakt auf Umsatzniveau (i.Vj. 148,8 Mio Euro). "Es ist uns auch in einem aktuell herausfordernden Konjunkturumfeld gelungen, einen guten Auftragseingang zu verbuchen, denn wir können unseren Kunden und Partnern exzellente Lösungen anbieten. Dafür greifen wir auf unser umfassendes Know-how rund um Optoelektronik zurück", so Michael Mertin. Aufgrund von Großprojekten unterliegt der Auftragseingang unterjährig deutlichen Schwankungen. In den ersten drei Monaten des Vorjahres waren im Auftragseingang unter anderem der Großauftrag für Verkehrssicherheitstechnik aus Malaysia anteilig enthalten, sodass der Auftragseingang im 1. Quartal 2013 erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau blieb (i.Vj. 148,8 Mio Euro). Der Auftragsbestand des Jenoptik-Konzerns zum 31. März 2013 befand sich mit 447,5 Mio Euro auf dem hohen Niveau vom Jahresende 2012 von 446,8 Mio Euro.

Mitarbeiterzahl leicht gestiegen.

Zum Ende des 1. Quartals 2013 hatte der Jenoptik-Konzern 3.297 Mitarbeiter (31.12.2012: 3.272 Mitarbeiter). Vor allem im Segment Messtechnik wurden Mitarbeiter eingestellt.

Nettoverschuldung weiter reduziert. Eigenkapitalquote wieder bei über 50 Prozent.

Durch die Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten konnte die Nettoverschuldung zum 31. März 2013 auf nunmehr 72,0 Mio Euro erneut gesenkt werden (31.12.2012: 74,5 Mio Euro).

Im April 2013 hat Jenoptik einen Konsortialkredit über 120 Mio Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. "Mit dieser Kreditlinie zu attraktiven Konditionen haben wir uns nicht nur den finanziellen Handlungsspielraum für künftiges Wachstum geschaffen, sondern konnten zudem auch einen internationalen und stabilen Kernbankenkreis etablieren", kommentiert Rüdiger Andreas Günther den Vertragsabschluss.

Durch den im 1. Quartal 2013 erzielten Gewinn stieg die Eigenkapitalquote des Jenoptik-Konzerns wieder über die 50-Prozent-Marke, auf 50,4 Prozent. (31.12.2012: 49,3 Prozent).

Informationen zu den Segmenten des Jenoptik-Konzerns.

Die Entwicklung des Segmentes Laser & Optische Systeme war aufgrund der anhaltenden Schwäche des Halbleitermarktes von einem verhaltenen Start geprägt. Unter anderem aufgrund der rückläufigen Nachfrage aus dieser Branche blieb der Umsatz mit 49,7 Mio Euro unter dem Vorjahreswert (i.Vj. 57,2 Mio Euro). Die Umsatzentwicklung, aber auch die Investitionen in die Zukunft, spiegelten sich im Segment-EBIT wider, das bei 4,1 Mio Euro lag (i.Vj. 8,9 Mio Euro). Der Auftragseingang blieb mit 52,2 Mio Euro nahezu auf Vorjahresniveau (i.Vj. 55,0 Mio Euro) und übertraf den Umsatz leicht. Auch der Auftragsbestand lag mit 107,1 Mio Euro leicht über Vorjahresniveau (31.12.2012: 105,2 Mio Euro).

Für das Segment Messtechnik verlief auch das 1. Quartal 2013 sehr erfolgreich. Der Umsatz stieg auf 42,8 Mio Euro (i.Vj. 37,2 Mio Euro). Der Zuwachs resultierte zum einen aus der Industriellen Messtechnik, die von einer guten Nachfrage aus der Automobilindustrie infolge des weltweiten Trends hin zu Kraftstoff sparenden und emissionsarmen Motoren profitierte; zum anderen aus der Verkehrssicherheit infolge der Auslieferungen für Großprojekte. Das Segment-EBIT hat sich auf 6,5 Mio Euro mehr als verdoppelt (i.Vj. 3,0 Mio Euro). Der Auftragseingang lag mit 42,2 Mio Euro (i.Vj. 58,9 Mio Euro) unter dem hohen Vorjahreswert, in dem unter anderem der Großauftrag für Verkehrssicherheitstechnik in Malaysia enthalten war. Der Auftragsbestand entsprach mit 88,5 Mio Euro dem Niveau vom Jahresende 2012 (31.12.2012: 87,4 Mio Euro).

Das Segment Verteidigung & Zivile Systeme hat den eingeschlagenen Kurs der Internationalisierung erfolgreich fortgesetzt. Umsatzverschiebungen in Folgeperioden führten jedoch zu einem Rückgang des Umsatzes auf 39,5 Mio Euro (i.Vj. 43,6 Mio Euro). Infolge dieser Geschäftsentwicklung ging das Segment-EBIT ebenfalls von 1,3 Mio Euro auf 0,3 Mio Euro zurück. Der Auftragseingang lag mit 37,4 Mio Euro leicht über dem Vorjahresniveau (i.Vj. 35,3 Mio Euro). Der Auftragsbestand betrug 253,5 Mio Euro nach 255,8 Mio Euro zum 31. Dezember 2012.

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2013: Prognose bestätigt.

"Der Konzern profitiert mit seinen Produkten von zukunftsweisenden Megatrends in den Bereichen der Energieeffizienz, Sicherheit, Gesundheit, Mobilität sowie der zunehmenden Digitalisierung der Welt. Diese Trends sowie unsere innovativen Produkte, die erfolgreiche weitere Umsetzung unserer Internationalisierungsstrategie sowie effizientere interne Strukturen sind für uns eine entscheidende Basis für unser weiteres profitables Wachstum", kommentiert Michael Mertin die Zukunftsaussichten des Jenoptik-Konzerns.

2013 will Jenoptik weiter in den Ausbau der Vertriebsstrukturen und innovative Produkte investieren sowie interne Abläufe optimieren. Dazu werden verschiedene Projekte wie die Initiativen für harmonisierte und exzellente Prozesse - sowohl im operativen Geschäft als auch im kaufmännischen Bereich - konsequent fortgeführt. Zudem bündelt Jenoptik die Optikfertigung in Nordamerika an einem Standort. Die Herstellung von Energiesystemen wird künftig an zwei deutschen Standorten konzentriert. "Diese Schritte sollen dazu beitragen, die Ertragskraft weiter zu stärken und Synergiepotenziale künftig noch besser nutzbar zu machen. Um im globalen Wettbewerb weiter Spitzenleistungen erzielen zu können und intern effizienter zu arbeiten, müssen wir diese Projekte zielgerichtet umsetzen", fasst Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther zusammen.

Der Vorstand der Jenoptik bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2013. In einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld rechnet er mit einem leichten Umsatzwachstum von bis zu 5 Prozent. Regional soll das Wachstum vor allem aus Amerika und Asien / Pazifik kommen. Je nach Verlauf des Halbleiterzyklus sowie der weiteren Entwicklung der Nachfrage aus der Automobilindustrie, insbesondere im 2. Halbjahr 2013, soll das im operativen Geschäft erzielte EBIT zwischen 50 und 55 Mio Euro liegen. Die Kosten für die oben genannten Projekte und die Standortoptimierungen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich werden darüber hinaus das EBIT beeinflussen.

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