stereoplay und AUDIO auf der High End 2013 in München / 35 Jahre stereoplay / Interview mit Chefredakteur Holger Biermann

stereoplay und AUDIO auf der High End 2013 in München / 35 Jahre stereoplay / Interview mit Chefredakteur Holger Biermann (PresseBox) (München, ) Wenn die HiFi-Messe High End am Donnerstag, den 9. Mai wieder in München zahlreichen musikbegeisterten Besuchern die Klangpforten öffnet, sind auch die beiden HiFi-Magazine AUDIO und stereoplay mit ihren Test- und Musikredakteuren vor Ort. Die beiden bekannten Magazine sind in der Branche und bei den sogenannten Audiophilen eine Institution für Technik und den richtigen Klang und bieten Käufern die notwendige Orientierung im vielfältigen Angebot der Unterhaltungselektronik. Das aktuelle Heft 06/2013 mit 48 Seiten Extra Messe-Guide zur High End erscheint am 10 Mai 2013.

Auf der diesjährigen High End zeigen die HiFi-Magazine in verschiedenen Workshops, wie groß die klanglichen Unterschiede verschiedener Versionen (Remaster, Halfspeed, MFSL etc.) sowie LP-Pressungen ein und derselben Aufnahme sein können. Herausgehört werden kann das unter Anleitung bekannter Tonmeister über die stereoplay-Referenzkette im Münchner Messezentrum M.O.C in Halle 4, Raum F228.

Interview mit Holger Biermann, Chefredakteur stereoplay:

"HiFi soll ja auch Spaß machen"

35 Jahre und kein bisschen leise. Was gibt es bei stereoplay zu feiern?

2013 ist in der HiFi-Branche das Jahr der Jubiläen. Die Musikkassette wird 50, auch wenn sie kaum noch verbreitet ist. Der immer noch wichtigste Tonträger CD wird 30. Aber auch einzelne, legendäre Geräte, die die Entwicklung von HiFi verkörpern, sind weiter am Markt. Das hat stereoplay in den letzten 35 Jahren engagiert, mit viel technischem Know How und auch kritisch begleitet.

Ist denn HiFi im Zeitalter von MP3 und Smartphone noch aktuell?

Mehr als das. Denn der Wunsch nach einer hochwertigen Musikwiedergabe und dem originalen Klangerlebnis auch zu Hause nahe zu kommen, ist ungebrochen. Das gilt erst recht für die Entwicklung zum "Connected Home". Die High End zeigt mit über 350 Ausstellern, wie vielfältig das Angebot von Analog bis Digital ist.

Geht der Trend nicht zu integrierten Plug and Play-Lösungen?

Exzellenter Klang, hochwertiges Design und einfache Bedienbarkeit sind ja schon lange kein Widerspruch mehr. Und das Auge hört sicher mit. Aber es gibt auch weiterhin viele Musikliebhaber, die die besten Geräte optimal mit einander kombinieren wollen. Und dabei hilft ihnen stereoplay mit Hörvergleichen, Techniktipps und Klangempfehlungen. HiFi ist für viele sogenannte Audiophile auch immer ein bisschen Hobby.

Was macht denn heute noch die Faszination von HiFi aus?

HiFi verbindet die Liebe zur Musik mit dem Wunsch nach klanglicher Perfektion und technischem Interesse. Selbst viele bekannte High End-Hersteller wie Burmester, Linn oder AVM haben aus dieser Motivation einmal klein in der Garage angefangen.

Was sind denn die Trends in der Unterhaltungselektronik?

Natürlich zum einen ganz klar die Digitalisierung. Das gilt für Musikquellen wie Verstärker bis zu Wandlern und Lautsprechern. Die Investitionen auch traditioneller Hersteller in die Entwicklung sind da enorm, und der berüchtigte unmusikalische, weil harte Klang digitaler Komponenten ist weitestgehend Geschichte. Hochauflösende digitale Tonquellen wie HiRes bieten ein überragendes Klangerlebnis. Durch das Einbinden von HiFi in das heimische Netzwerk, steht theoretisch die gesamte Musiksammlung - beziehungsweise wenn man bei Plattformen wie Napster Kunde ist, fast die gesamte Musik der Welt - in der ganzen Wohnung zur Verfügung.

Ein Traum, der da in Erfüllung geht. Was wir allerdings auch feststellen: Die Auto-Industrie entdeckt HiFi und stattet ihre neuen Modelle mit immer besseren Anlagen aus. Auch diese Entwicklung begleiten wir mit unserem Sonderheft NobleSounds sehr genau. Und: HiFi war noch nie so mobil wie heute. Die Möglichkeit, auf den allgegenwärtigen Smartphone Musik auch in sehr guter Qualität dabei zu haben, bewegt die Menschen zum Kauf immer besserer Kopfhörer für unterwegs. Eine Entwicklung, die wir ebenfalls begleiten.

Schaut analog bald in die "Röhre"?

Nein, wir hören analog, wir erleben analog. Als die CD kam, war der Plattenspieler bald totgesagt. Seit einigen Jahren erlebt Vinyl ein Comeback, auch bei jungen Menschen. Nicht nur wegen des Retro-Trends, sondern weil das Klangerlebnis ein besonderes ist und Seele hat.

Und HiFi soll ja auch Spaß machen. Das gleiche sehen wir bei der Röhrentechnik, die auch in modernen Verstärkern wieder Einzug hält. Ein bisschen Kaminfeuerromantik ist bei den glühenden Kolben sicherlich dabei.

Also friedliche Koexistenz mit digital?

Der Klang aller Geräte muss sich letztendlich immer am Original messen lassen, egal ob analog oder digital. Bei mir zu Hause höre ich Schallplatten genau so wie selbstverständlich wie die hochauflösenden HiREs-Files von meiner Festplatte. Beides hat seinen Platz und klanglich seine Berechtigung. Das zeigen wir auch auf der High End, wo wir über eine Referenzkette, wie sich verschiedene Aufnahmen und Tonträger vorführen und aufzeigen, wie sie sich klanglich unterscheiden.

Wie schaut die digitale Zukunft von stereoplay aus?

Gut, denn es im HiFi und High End immer noch so viel Spannendes zu entdecken und zu hören. Zusammen mit unserem Schwesterblatt AUDIO haben wir seit Anfang des Jahres die neue audio.de an den Start gebracht. Hier vereinen wir online unsere gemeinsame Kompetenz in HiFi und Musik, vom Einzeltest bis zum aktuellen Klangtipp. Das entwickeln wir ständig weiter. Aber auch bei facebook sind wir für unsere Fans da. Schließlich wollen wir auch in den nächsten 35 Jahren das Magazin für die technische Dimension von HiFi sein.

Das Interview ist auch in Auszügen für redaktionelle Zwecke und unter Nennung der Quelle freigegeben.

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