Stable Release von openATTIC veröffentlicht

Version 1.0 der Open Source Storage-Lösung unterstützt Ubuntu, ZFS und BTRFS
(PresseBox) (Fulda, Wien, ) openATTIC ist in der Version 1.0 erschienen. Das Projekt für Open Source Storagemanagement unterstützt zusätzlich zu Debian erstmals auch Ubuntu und den Univention Corporate Server, die Dateisysteme ZFS und BTRFS und damit auch Funktionen wie Deduplizierung und Over-Commitment von Speicher. openATTIC 1.0 wird heute auf dem parallel zum Linuxtag stattfindenden Open-IT-Summit in Berlin präsentiert.

openATTIC ist ein quelloffenes Tool zur Verwaltung von Speicherressourcen. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine Alternative zu proprietären Storage-Systemen zu sein, bei denen häufig schon bei Basisanforderungen hohe Lizenzkosten anfallen. Mit openATTIC 1.0 wird der Community bereits ein Jahr nach dem Start des Projekts eine stabile Version zur Verfügung gestellt. Version 1.0 unterstützt neben Debian "Wheezy" (7.0) jetzt auch die Betriebssysteme Ubuntu 12.04 und den Univention Corporate Server 3.1. Bei der Dateisystemunterstützung wurden mit ZFS und BTRFS zwei weitere Dateisysteme aufgenommen.

Einfaches Testen mit Installationsdatenträger und Online-Demo

Für eine erleichterte Installation stehen auf www.openattic.org erstmals eine vorinstallierte virtuelle Maschine und ein vorbereiteter Installationsdatenträger zum Download bereit. Sie enthalten alle notwendigen Pakete für die Einrichtung von openATTIC. Mit den ebenfalls neu veröffentlichten "Perfect Server Guides" lässt sich das System in wenigen Minuten installieren. Zusätzlich ist ab heute auch eine Online-Demo verfügbar, mit der man sich ohne Installationsaufwand einen ersten Eindruck von openATTIC verschaffen kann.

Deduplizierung, Komprimierung und Over-Commitment

Neu hinzugekommen sind Erweiterungen für einen noch effizienteren Umgang mit Speicherressourcen: Durch Deduplizierung und Komprimierung lässt sich der notwendige Speicherbedarf reduzieren. Die Möglichkeit von Speicher-Over-Commitment unterstützt den Betrieb von openATTIC in virtuellen Umgebungen und Hosting-Szenarien.

Auch der Bereich Snapshotsicherung bietet neue Funktionen: Neben der bisher ausschließlich auf Speicherebene ausgeführten Sicherung lassen sich mit der neuen Version Snapshots nun auch auf Dateisystemebene erstellen. Administratoren können damit die Datensicherung flexibler an ihre IT-Umgebung anpassen.

Durch die Integration von Samba3 und Samba4 lässt sich openATTIC nahtlos in Windows-Umgebungen einfügen. Microsoft-Berechtigungskonzepte kann das System vollständig abbilden.

Integration in Cloud-Umgebungen

In der Version 1.0 wurde die Automatisierungs-API noch einmal stark ausgebaut, so dass sich openATTIC in beliebige Cloud-Lösungen integrieren lässt. Durch die bidirektionale Auslegung der API können auch andere Systeme, wie zum Beispiel Backup- oder Monitoring-Systeme, angebunden werden. Die Schnittstellen lassen sich durch die in der Oberfläche umgesetzte neue API-Record-Funktion umsetzen, ohne über tiefgehendes Entwicklungs-Knowhow verfügen zu müssen. Der gewünschte Automatismus wird zunächst manuell in der Oberfläche ausgeführt und kann dann ähnlich zur Makro-Erstellung mit nur leichten Anpassungen verwendet werden.

Das bereits in openATTIC enthaltene Monitoring wurde weiter ausgebaut und stärker in die Oberfläche integriert. Dadurch werden Veränderungen am System, zum Beispiel das Anlegen neuer Speicherbereiche oder Freigaben, vollständig automatisiert in das Monitoring übernommen. Status- und Performance-Werte der Umgebung werden auf diese Weise ständig überprüft und sind zum Beispiel durch die personalisierbaren Dashboard schnell und intuitiv abrufbar.

Enterprise Edition mit neuer SnapApp für VMware

Der Grund für die schnelle Weiterentwicklung der Community Edition von openATTIC ist unter anderem der starke Ausbau der Enterprise Edition, die vollständig auf der Community Version basiert. Auch die Enterprise- und Appliance Editionen von openATTIC wurden um neue Funktionen erweitert: Unter anderem wurde die "SnapApp für VMware" veröffentlicht, die es ermöglicht, konsistente Snapshots von virtualisierten Umgebungen zu erstellen. Die Appliance Edition enthält daneben weitere SAN-Protokolle wie zum Beispiel Fibrechannel und FCoE. Diese Protokollerweiterungen werden in zukünftigen Versionen auch in die Community Edition aufgenommen.

Überblick der neuen Funktionen:
  • Betriebssysteme: Unterstützung von Debian 7.0, Ubuntu 12.04 und Univention Corporate Server (UCS) 3.1
  • Test und Demo: Auch Auslieferung als vorbereiteter Installationsdatenträger
  • Dateisysteme: Unterstützung von ZFS und BTRS
  • Deduplizierung
  • Komprimierung
  • Speicher-Over-Commitment
  • Snapshots: speichersystem- und dateisystembasierte Snapshots möglich
  • Windows-Integration: Unterstützung von Samba3 und Samba4
  • Erweiterte Automatisierungs-API
  • API-Record-Funktion
  • Integriertes und automatisiertes Monitoring
  • Verbesserte Oberfläche

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Ruth Heidingsfelder
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