Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor in der Lebensmittelindustrie

Proaktive Vorgehensweise im Bereich Nachhaltigkeit unterstützt Risikomanagement in Unternehmen. Funktionierende Managementsysteme unabdingbar für Erfolg.
Dr. Andrea Niemann-Haberhausen, Manager Food Services bei DN... (PresseBox) (Essen, ) Unternehmen der Lebensmittelindustrie, die sich proaktiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen und dieses als festen Bestandteil in ihrem Managementsystem implementieren, tragen zu einem besseren Risikomanagement ihres Unternehmens bei – so das Fazit des Vortrags „Produktnachhaltigkeit als Risikomanagement“ von Dr. Andrea Niemann-Haberhausen, Manager Food Services bei DNV Business Assurance, im Rahmen des 5. Food Safety Kongresses vom 23. – 24. April 2013 in Berlin. Rund 200 Besucher folgten der Einladung durch den Veranstalter Managementforum und freuten sich über hochkarätige Vorträge rund um das Thema „Neue Perspektiven für die Lebensmittelbranche“ sowie die begleitende Fachausstellung.

Im Rahmen ihres Vortrags beleuchtete Andrea Niemann-Haberhausen die unterschiedlichen Formen des Umgangs mit dem Thema Nachhaltigkeit im Bereich der Lebensmittelbranche. „Nach wie vor ist es vornehmlich so, dass das Thema über produktspezifische Standards wie z.B. UTZ, BIO oder RSPO abgedeckt wird“, stellt Andrea Niemann-Haberhausen fest. „Unternehmen müssen hier spezifische Anforderungen erfüllen, die von ihren Kunden zusätzlich zu den gängigen internationalen Lebensmittelsicherheitsstandards an sie heran getragen werden und bilden so einen Teil der Nachhaltigkeitsleistung ihres Unternehmens ab.“ Andere Betriebe fassen Nachhaltigkeit als freiwillige Selbstverpflichtung auf, lassen sich zertifizieren oder schlagen den proaktiven Weg zu nachhaltigen Produkten mit Maßnahmen wie Nachhaltigkeitsberichten, Nachhaltigkeitskodizes, Mitgliedschaften in Organisationen oder Sponsorings von diversen Projekten ein.

„Diese Maßnahmen sind gut, sind aber nur dann effektiv und zielführend, wenn sie Teil eines funktionierenden Mangementsystems sind“ unterstreicht Niemann-Haberhausen. „Nachhaltigkeitsthemen müssen in der Unternehmenspolitik verankert, vom Management getrieben und mit konkreten Zielen hinterlegt sein. Die Grundlage für ein Produkt mit einer besseren Nachhaltigkeitsleistung ist ein Unternehmen, das Nachhaltigkeit versteht und lebt.“ Durch ein dezidiertes und systematisches Engagement beugen Unternehmen dem Risiko vor, entweder als „Greenwasher“ wahrgenommen zu werden oder beispielsweise in die Kritik durch NGOs zu geraten. Dabei sollte für das Thema ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden, der im ersten Schritt die kritischen Größen (Hotspots) in der Wertschöpfungskette der eigenen Produkte identifiziert und analysiert – so beispielsweise die Aspekte Unternehmensverantwortung, Qualität, Ressourcenmanagement, Überwachung oder Entsorgung der Produkte. Aus dieser Analyse – ggf. verknüpft mit einer externen Einschätzung (Assessment) – können im zweiten Schritt dann entsprechend die notwendigen Handlungsfelder für eine nachhaltige Produktion abgeleitet werden.

Ein weiterer Vorteil liegt für Dr. Andrea Niemann-Haberhausen auf der Hand: „Nur wenn Nachhaltigkeit systematisch aufgebaut und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des eigenen Unternehmens integriert wird, kann sie als Werkzeug zur Reduzierung der eigenen Unternehmensrisiken aufgefasst und genutzt werden. Für eine Industrie wie die Nahrungsmittelindustrie, die zu den risikoreichsten Wirtschaftszweigen des 21. Jahrunderts zählt, ist dies essenziell.“ Auch wenn es für das Thema Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie nicht die „Master-Lösung“ und den einen richtigen Weg gibt, steht für Niemann-Haberhausen fest: „Mittel- und langfristig verschaffen sich Lebensmittelbetriebe einen Wettbewerbsvorteil, wenn sie sich proaktiv und vorausschauend mit der Thematik Nachhaltigkeit auseinander setzen. Denn die Ansprüche der Stakeholder steigen auch hier und nur die Unternehmen, die mehr tun, als sie tatsächlich müssen, werden langfristig im Markt überleben.“

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