Innovative Matratze hilft Allergikern nachweislich

Feldversuch mit Testschläfern bestätigt Wirkungsweise
Laboruntersuchungen und die Aussagen der Testschläfer bestätigen nach 24 Monaten die Wirkungsweise der Wellmed Anti-Milbenmatratze. ©Hohenstein Institute (PresseBox) (Bönnigheim, ) Im Rahmen eines zweijährigen Feldversuches belegten Wissenschaftler der Hohenstein Institute in Bönnigheim die Wirksamkeit einer von ihnen entwickelten neuartigen Anti-Milben-Matratze. Dazu wurden 20 Hausstaub- Allergiker im Frühjahr 2011 von den Hohenstein Instituten und dem Bettenhaus Gailing in Ludwigsburg kostenlos mit der neuen "Wellmed"-Matratze ausgestattet. Die Hälfte der Matratzen wurde dreimal in der Woche mit Hilfe der integrierten textilen Heizelemente auf 55 Grad Celsius erhitzt. Die Kontrollgruppe erhielt baugleiche Matratzen, allerdings fehlte das zur Erwärmung notwendige Steuergerät.

Das Team von Prof. Dr. Dirk Höfer ermittelte bei beiden Gruppen in den folgenden Monaten mehrfach die Belastung mit allergenem Milbenkot. Im Laborversuch konnte die Ansiedelung von Milben in der Spezialkonstruktion bereits erfolgreich verhindert werden. Diese Ergebnisse bestätigten sich bei der Feldstudie auch unter Praxisbedingungen.

Bereits in der ersten Zwischenkontrolle nach sechs Monaten zeigten sich klare Unterschiede zwischen der Placebo- und Testgruppe: Bei den unbeheizten Matratzen war bereits eine deutliche Belastung mit allergenem Milbenkot bei einer Reihe von Probanden nachzuweisen, wohingegen in den regelmäßig beheizten Wellmed- Matratzen nur minimale Spuren von Milbenkot nachgewiesen werden konnten.

Nach 18 Monaten wurden bei der Placebogruppe bereits 17mal mehr Allergene nachgewiesen als bei der Positivgruppe. Zum Abschluss der Studie nach 24 Monaten lag der Faktor sogar schon beim 28-fachen. Absolut gesehen hatten sich die Werte bei den Nutzern der regelmäßig beheizten Spezialmatratze innerhalb dieses Zeitraums nur geringfügig erhöht - ein Beleg dafür, dass Hausstaubmilben sich nicht längerfristig ansiedeln konnten. Die Sensibilisierungsschwelle wurde bei allen Probanden der Positivgruppe deutlich unterschritten.

Bestätigt wurden die Untersuchungsergebnisse der Wissenschaftler durch subjektive Einschätzungen der Testschläfer, die sich im Gegensatz zur Vergleichsgruppe über eine anhaltende Verbesserung der Beschwerden freuen durften.

Der dauerhafte therapeutische Erfolg und damit die Voraussetzung für die Anerkennung der Wellmed-Matratze als medizinisches Hilfsmittel durch die Spitzenverbände der Krankenkassen ist für Prof. Höfer, dem Erfinder der AntiMilbenmatratze belegt: "Die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Matratze liegt bei 10 Jahren. Ausgehend von den Ergebnissen der Feldstudie haben wir die Allergenbelastung auf diesen Zeitraum hochgerechnet. Diese wird auch dann noch nicht die Sensibilisierungsschwelle für die Patienten erreicht haben." Für die rund 5 Mio. Hausstaub-Allergiker in Deutschland bietet sich somit erstmals die Hoffnung auf eine ungestörte Nachtruhe - ganz ohne Nebenwirkungen.

Denn während Bettbezüge, Kissen und Zudecken bei Bedarf bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden können, konnte die in der Matratze befindliche Milbenpopulation und deren allergene Ausscheidungen bislang lediglich mit dicht schließenden und damit wenig atmungsaktiven Matratzenbezügen oder mit Hilfe chemischer Substanzen effektiv in Schach gehalten werden. Beides keine gute Voraussetzung für einen erholsamen Nachtschlaf.

Damit dieser bei der innovativen Anti-Milbenmatratze darüber hinaus nicht durch Elektrosmog gestört wird, kommt ein spezielles Netzteil der Firma Rist Transformatorenbau GmbH in Ostfildern zum Einsatz. Anders als z. B. bei handelsüblichen Wärmeunterbetten versorgt es die textilen Heizelemente der Firma roma-Strickstoff-Fabrik Rolf Mayer in Balingen mit Strom im Niedervoltbereich.

Dadurch besteht weder die Gefahr eines Stromschlages, noch wird ein störendes elektrisches Feld aufgebaut.

Kontakt

Hohenstein Institute
Schlosssteige 1
D-74357 Bönnigheim
Rose-Marie Riedl
Leitung Unternehmenskommunikation und Forschungsmarketing

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