Binnenschifffahrt im Saarland legt 2012 deutlich zu

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Der Güterverkehr in den saarländischen Häfen an Saar und Mosel ist im vergangenen Jahr um über 16 Prozent angestiegen. Wie die IHK Saarland mitteilt, nahm die umgeschlagene Gütermenge um rund eine halbe Million auf über vier Millionen Tonnen zu. Damit erreichen die saarländischen Häfen wieder Umschlagsmengen wie vor der Finanzkrise. Besonders stark angestiegen ist der Empfang von Gütern (+30 Prozent) auf fast drei Millionen Tonnen. Der größte Teil der Güter kommt über Rhein und Mosel aus dem außereuropäischen Ausland.

Rund die Hälfte der umgeschlagenen Gütermenge entfallen auf Roh- und Brennstoffe wie Kohle, rohes Erdöl und Erdgas. Mit fast einer Million Tonnen folgen Erze, Steine sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnisse. Größte Importeure sind die saarländische Stahlindustrie und die Kraftwerke. Umgekehrt gehen Metalle und Metallerzeugnisse im Umfang von 790.000 Tonnen auf dem Wasserweg in den Versand - zwei Drittel davon ins Ausland. Dazu erläutert Albert Hettrich, Vizepräsident der IHK Saarland: "Diese Zahlen belegen in aller Deutlichkeit die große und weiter wachsende Bedeutung der Wasserstraße gerade für die saarländische Grundstoffindustrie und für die Energiewirtschaft. Das Ende der saarländischen Kohleförderung hat die Abhängigkeit unseres Landes von einem funktionierenden Wasserweg noch einmal verstärkt."

Ausbau der Moselschleusen dringend nötig

Sowohl die Einfuhr von Roh- und Brennstoffen wie auch der Versand von Stahlerzeugnissen sind in globale Transportketten eingebunden, die keine großen Zeitverzögerungen erlauben. Deshalb stellen die mittlerweile über 60 Jahre alten Moselschleusen ein hohes Risiko für die betroffenen Wirtschaftszweige dar. "Ein beschleunigter Ausbau der störungsanfälligen und mittlerweile völlig überlasteten Moselschleusen bis spätestens 2025 ist dringend geboten, damit die Industrie an der Saar nicht abgehängt wird. Für uns ist es daher unabdingbar, dass der Bau zweiter Moselschleusen im neuen Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf eingestellt und ausgewiesen wird", so Albert Hettrich.

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