OHB System AG und Astrium GmbH unterzeichnen Vertrag über Lieferung eines Satelliten für das European Data Relay Satellite System (EDRS)

(PresseBox) (Bremen, ) Die OHB System AG, ein Tochterunternehmen der europäischen Raumfahrt- und Technologiegruppe OHB AG (Prime Standard, ISIN: DE0005936124) und die Astrium GmbH haben heute den finalen Vertrag über die Lieferung eines Satelliten für das kommende European Data Relay Satellite System (EDRS) unterzeichnet. Das Vertragsvolumen beträgt 157,5 Millionen Euro.

Mit dem Aufbau eines europäischen Daten-Relais-Satellitensystems durch die Europäische Weltraumorganisation ESA soll ein neuer Standard in der weltraumgestützten Kommunikation implementiert werden. Der Beschluss zu EDRS wurde auf der ESA-Ministerratskonferenz 2008 in Den Haag gefasst. Durch die maßgebliche Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird dieser Beschluss nun unter industrieller Führung Deutschlands in die Tat umgesetzt. Astrium ist industrieller Hauptauftragnehmer der ESA für den Aufbau und den späteren Betrieb des Gesamtsystems EDRS.

Der Satellit "EDRS-C", der nun bei OHB System entwickelt und gebaut wird, ist somit Teil einer Konstellation geostationärer Satelliten, die zukünftig Daten niedrig fliegender Satelliten empfangen und zur Erde übermitteln wird. Durch die geostationäre Position der Relaissatelliten über Europa ergeben sich große Vorteile für zahlreiche Kommunikations- und Erdbeobachtungsanwendungen, wie z.B. höhere Datenraten, längere und schnellere Kontaktzeiten sowie höhere Datensicherheit.

EDRS-C wird auf Basis der im Rahmen des ARTES-11-Programms der ESA zurzeit bei der OHB System in der Entwicklung befindlichen SmallGEO-Plattform entstehen. Als Nutzlast sind ein optisches Laser Communication Terminal (LCT) für die Intersatellitenverbindungen und eine Ka-Band-Nutzlast für die Übertragung der empfangenen Daten zum Boden vorgesehen. Die Nutzlast wird von der Firma Tesat Spacecom GmbH aus Backnang bei Stuttgart geliefert. Mit ihr kann eine Datenmenge von 1.800 Megabit pro Sekunde über eine Entfernung von bis zu 45.000 Kilometern in Lichtgeschwindigkeit übertragen werden. Der Satellit soll seinen Dienst im Jahr 2016 aufnehmen.

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